Bachelorarbeit, 2011
111 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Einteilung der Messmethoden
3 Bestimmung des Durchflusses unter Eis
3.1 Auswahl des Messstandortes für Wintermessungen
3.2 Geschwindigkeitsprofil unter einer Eisdecke
3.3 Geschwindigkeitsflächenmethode
3.4 Methode der repräsentativen Vertikalen
3.5 Durchflussbestimmung mittels Oberflächengeschwindigkeit
3.6 Verdünnungs- und Tracermethode
3.7 Korrekturverfahren zur Anpassung von Pegelschlüsseln und Ganglinien
3.7.1 ETA-Verfahren
3.7.2 ΔW-Verfahren
3.7.3 Methode des hydrografisch-klimatischen Vergleiches
4 Messtechniken zur Durchflussbestimmung unter Eis
4.1 Punktmessungen mit dem Messflügel
4.1.1 Flügeltypen
4.1.2 Vorgehensweise bei der Flügelmessung
4.1.3 Zusatzgeräte für die Flügelmessung
4.2 Akustische Messgeräte
4.2.1 Punkthafte Geschwindigkeitsmessung
4.2.2 Messung der mittleren Querschnittsgeschwindigkeit
4.3 Videogestützte Messung mit Oberflächenschwimmern
4.4 Messungen mittels Markierungsstoffen
4.4.1 Auswahl des Markierungsstoffes
4.4.2 Injektionstechnik und Positionierung der Geräte
4.4.3 Vorgehensweise bei der Tracermessung
4.5 Auswirkungen von Eis auf Abflussbeziehung und Pegelmessung
4.6 Messwehre und Venturigerinne
5 Gegenwärtig unter Eis verwendete Messsysteme
5.1 In Nordamerika, Europa und Russland eingesetzte Messtechniken
5.2 Einsatzbereich der Messtechnik in Abhängigkeit auftretender Eisarten
6 Eiserscheinungen auf der Oder
6.1 Besonderheiten zur Eisproblematik
6.2 Charakteristik des Eiseinflusses
6.3 Aktuelle Situation zur Messung während Eisperioden
6.4 Vorschläge und Entwicklungsmöglichkeiten bei Wintermessungen
7 Zusammenfassung
Diese Arbeit untersucht die hydrometrischen Messverfahren unter winterlichen Bedingungen an der Oder, um zuverlässige Daten für den Hochwasserschutz und die Schifffahrt trotz Eiseinfluss zu gewinnen und bestehende Messnetze zu optimieren.
3.1 Auswahl des Messstandortes für Wintermessungen
Internationale Kriterien zur Auswahl eines geeigneten Messstandortes für Messungen unter Eisbedingung sind in der ISO 9196 (1992) angeführt. Weiterhin finden sich nationale Bestimmungen für offene Gerinne in der PEGELVORSCHRIFT (1991).
Gewöhnlich werden Messungen unter Eis an denselben Standorten wie Messungen für offene Gerinne durchgeführt. Unter den folgenden Umständen können diese aber ungeeignet sein, wenn (ISO 9196 1992):
mehr als 25% des Querschnittsfläche mit Eisbrei gefüllt sind und dieser unregelmäßig über den betrachteten Gewässerbereich verteilt ist,
Totzonen, Orte an denen kein erkennbarer Wasserfluss vorhanden ist, mehr als 10% des Querschnitts einnehmen,
große Bereiche mit niedrigen Fließgeschwindigkeiten, geringer als 0,3 m/s, auftreten, die vom Strömungsmessen nicht erfasst werden können,
diese Stelle im Staubereich eines stromabwärts gelegenen Eisengpasses oder -staus liegt,
es große Wasserbereiche gibt, welche im Laufe des Winters nicht zufrieren und somit teilweise eisbedeckte Verhältnisse vorherrschen,
die Eisoberfläche dazu neigt Risse zu bilden, was einen möglichen Eisaufbruch anzeigt.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik von Eiserscheinungen auf der Oder ein und definiert das Ziel der Arbeit, aktuelle Messverfahren unter Eiseinfluss kritisch zu untersuchen.
2 Einteilung der Messmethoden: Es erfolgt eine Klassifizierung der gebräuchlichen Messsysteme in direkte und indirekte sowie in diskontinuierlich und kontinuierlich arbeitende Verfahren.
3 Bestimmung des Durchflusses unter Eis: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen der Durchflussberechnung unter Eis sowie verschiedene Korrekturverfahren wie das ETA- und ΔW-Verfahren.
4 Messtechniken zur Durchflussbestimmung unter Eis: Eine detaillierte Betrachtung verschiedener Messtechniken wie Messflügel, akustische Geräte und Tracerverfahren unter winterlichen Bedingungen.
5 Gegenwärtig unter Eis verwendete Messsysteme: Vergleichender Überblick über international eingesetzte Messtechniken und deren Eignung in Abhängigkeit verschiedener Eisformen.
6 Eiserscheinungen auf der Oder: Analyse der spezifischen Eisproblematik an der Oder, des aktuellen Standes der Messnetze und konkreter Vorschläge zur Verbesserung.
7 Zusammenfassung: Ein abschließendes Resümee, das die Notwendigkeit weiterer Forschung bei der Entwicklung robuster Messsysteme für winterliche Bedingungen unterstreicht.
Hydrometrie, Durchflussmessung, Eiseinfluss, Oder, Eisdecke, Messflügel, Ultraschall-Doppler, Pegelmessung, Abflusshemmung, Tracermethode, Hochwasserschutz, Wintermessungen, Pegelstand, Eisbrei, Wasserwirtschaft.
Die Arbeit befasst sich mit der messtechnischen Erfassung von Wasserständen und Durchflüssen in Fließgewässern unter dem schwierigen Einfluss von Eisbildungen.
Die Schwerpunkte liegen auf der Auswahl geeigneter Messgeräte, der Korrektur von Daten bei Eisstau sowie der spezifischen Eissituation an der Oder.
Ziel ist es, bestehende Verfahren zur Messung unter Eis zu bewerten und basierend darauf Vorschläge für eine Optimierung des Messnetzes an der Oder zu entwickeln.
Die Arbeit basiert primär auf einer umfassenden Literaturrecherche und der Analyse bestehender hydrometrischer Messdaten und Erfahrungen staatlicher Wasserbehörden.
Der Hauptteil analysiert detailliert physikalische Grundlagen, verschiedene Messinstrumente, Korrekturmodelle für Ganglinien und die speziellen Herausforderungen der Oder.
Wichtige Begriffe sind Hydrometrie, Durchflussmessung, Eiserscheinungen, Eisbrei, Tracerverfahren und Hochwassermanagement.
Die Oder ist durch ein gemäßigtes Klima und kontinentale Kaltlufteinflüsse geprägt, was häufig zu unbeständigen Eisverhältnissen und Treibeis führt, statt zu dauerhaft stabilen Eisdecken.
Es ermöglicht die Korrektur von Durchflussdaten bei verschiedenen Hemmfaktoren und kann auch bei der Quantifizierung von Effekten wie Verkrautung oder Eisstau helfen.
Treibeis stellt ein erhebliches Gefährdungspotenzial für stationäre Sensoren dar und erschwert durch seine dynamische Natur die exakte Bestimmung von Strömungsfeldern.
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