Examensarbeit, 2004
94 Seiten, Note: 1.3
Geowissenschaften / Geographie - Bevölkerungsgeographie, Stadt- u. Raumplanung
1 Einleitung
1.1 Gegenstand und Ziel der Arbeit
1.2 Aufbau der Arbeit
2 New York - Strukturmerkmale
2.1 Lage und Stadtgebiet
2.2 Bevölkerungsstrukturelle Merkmale
2.2.1 Die Bevölkerungsdichte und allgemeine Wohnungssituation
2.2.2 Die Rasse und Sozialstruktur
2.2.3 Der Arbeitsmarkt
2.2.4 Armut in New York
2.3 New York: „Melting Pot“ oder „Salad Bowl"?
2.4 New York - Weltstadt und Global City
3 Co-op City - Entstehung eines kommunalen ‚Housing Project’
3.1 Lage
3.2 Die Initiatoren
3.2.1 Mitchell Lama Housing Program
3.2.2 Riverbay Cooperation
4 Co-op City - Die Strukturmerkmale
4.1 Einrichtungen
4.1.1 Das Bildungsangebot
4.1.2 Das Freizeitangebot
4.2 Die Infrastruktur
4.2.1 Die Verkehrsplanung
4.2.1 Innerstädtischer Austausch
5 Entwicklungsprozesse Co-op Cities seit 1979
5.1 Bevölkerung
5.1.1 NORC
5.2 Probleme und Lösungsversuche
5.2.2 Segregation und soziale Polarisierung
5.2.3 Kriminalität und Drogen in Co-op City
5.2.4 Wandlung zur größten NORC des Landes
5.3 Inwiefern sind die ursprünglichen Ziele erreicht worden?
6 Soziale Fragmentierung am Beispiel Co-op City - Eine Folge des Globalisierungsprozesses?
6.1 Ursachen und Entstehung der ‚negativen Globalisierungsauswirkungen
7 Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht das kommunale „Housing Project“ Co-op City in der Bronx als Fallbeispiel für die soziale Fragmentierung im Kontext der Globalisierung in New York City. Dabei werden die Entwicklungsgeschichte des Projekts, die strukturellen Merkmale und die Herausforderungen der Bewohner analysiert, um zu klären, ob das Projekt an seinen ursprünglichen Zielen gescheitert ist und inwiefern der Globalisierungsprozess für diese Entwicklung verantwortlich gemacht werden kann.
Die ‚Postindustrialisierung’ und der Arbeitsmarkt
Die ‚Postindustrialisierung’ und die schlechte Ausbildung großer Teile der Bevölkerung schlagen sich unmittelbar im New Yorker Arbeitsmarkt nieder: Zwischen 1978 und 1984 wurden in der Stadt 244.000 neue Stellen geschaffen, aber nur 6.000 New Yorker fanden wieder Beschäftigung. Die übrigen Stellen wurden mit Personen besetzt, die außerhalb der Stadt oder des Staates New York wohnen (vgl. WINDHOFF-HERITIER: S. 28). New York City verlor nach FAINTSTEIN (1997) zwischen 1969 und 1988 mehr als die Hälfte aller Industriearbeitsplätze (mehr als 600.000), im Zeitraum 1987-1997 verschwanden 94.000 Arbeitsplätze, 58.000 davon in Manhattan. Gleichzeitig entstanden 400.000 neue Arbeitsplätze im Dienstleistungsbereich. (vgl. HAHN S. 68). Heute arbeiten in New York mehr als 80% der Beschäftigten im tertiären Wirtschaftssektor (vgl. HOFMEISTER: S. 153). Der einzige Bereich der industriellen Produktion, der in New York heute immer noch einen erwähnenswerten Stellenwert einnimmt ist die Bekleidungsindustrie.
In New York ist aufgrund dieser Entwicklungen im landesweiten Vergleich eine erhöhte Arbeitslosenrate vorzufinden. Das Ausmaß der Unterschiede ist in Abb. 2.6 zu erkennen.
1 Einleitung: Vorstellung der Problematik sozialer Polarisierung in New York und Zielsetzung der Untersuchung zu Co-op City.
2 New York - Strukturmerkmale: Analyse der stadtgeographischen, demographischen und ökonomischen Rahmenbedingungen der Metropole New York.
3 Co-op City - Entstehung eines kommunalen ‚Housing Project’: Erläuterung der Planungsphase, der politischen Initiatoren und der Zielsetzungen des Wohnprojekts.
4 Co-op City - Die Strukturmerkmale: Beschreibung der baulichen Konzeption, der Sektionen und der ursprünglichen infrastrukturellen Ausstattung.
5 Entwicklungsprozesse Co-op Cities seit 1979: Darstellung der demographischen Wandlungen, der Probleme wie Kriminalität und Verfall sowie der Herausforderungen durch die Alterung der Bewohner.
6 Soziale Fragmentierung am Beispiel Co-op City - Eine Folge des Globalisierungsprozesses?: Kritische Diskussion über den Zusammenhang zwischen globalem Strukturwandel und der lokalen Situation in Co-op City.
7 Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der Entwicklung von Co-op City als Negativbeispiel für geförderten Wohnungsbau in einer Global City.
Co-op City, New York, Globalisierung, soziale Fragmentierung, Housing Project, Segregation, Armut, Arbeitsmarkt, Urban Underclass, Demographischer Wandel, NORC, Stadtplanung, Bronx, Wohnungsnot, Strukturwandel.
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und den sozialen Problemen des „Housing Project“ Co-op City in der Bronx (New York) und setzt diese in den Kontext der Globalisierung.
Die zentralen Themen sind Stadtentwicklung, soziale Segregation, Arbeitsmarktveränderungen, öffentliche Wohnungsbaupolitik und die Auswirkungen des Globalisierungsprozesses auf städtische Ballungsräume.
Das Ziel ist es, den Transformationsprozess von Co-op City zu analysieren und zu prüfen, inwieweit soziale Fragmentierung innerhalb des Projekts als Folge globaler Entwicklungen zu deuten ist.
Die Arbeit stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse, statistische Daten (z. B. U.S. Census) sowie die Untersuchung von stadtplanerischen und sozioökonomischen Rahmenbedingungen New Yorks.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Analyse der New Yorker Strukturmerkmale, die Entstehungsgeschichte von Co-op City, die bauliche Struktur und die detaillierte Darstellung der Entwicklungsprozesse sowie Probleme seit 1979.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Segregation, Globalisierung, Urban Underclass, Postindustrialisierung und der ökonomische Strukturwandel zur Global City.
Das Projekt hat sich von einem geplanten Domizil für junge Arbeiterfamilien zu einem Viertel mit einem hohen Anteil an Minderheiten und einer wachsenden „Urban Underclass“ entwickelt, wobei gleichzeitig ein starker Alterungsprozess zur „NORC“ stattgefunden hat.
Die Globalisierung wird als Hauptursache für die soziale Fragmentierung gesehen, da sie den Arbeitsmarkt segmentiert und zu einem verstärkten Druck auf sozial schwache Bevölkerungsschichten führt, was sich im Verfall des Projekts widerspiegelt.
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