Diplomarbeit, 2014
55 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Ökonomische Betrachtung von Sportligen
3. Analyse bestehender europäischer und amerikanischer Ligasysteme
3.1. Offene vs. Geschlossene Ligastruktur
3.2. Allokation der Fernsehgelder
3.3. Allokation der Einnahmen einer einzelnen Partie
3.4. Allokation der Spieler
3.4.1. Draft
3.4.2. Reserve Clause
3.4.3. Free Agency
3.4.4. Roster Restriction
3.4.5. Spielerwechsel zwischen Teams
3.5. Profit Maximization vs. Win Maximization
4. Annäherung europäischer an amerikanische Strukturen: Cooperative Governance
4.1. Modellbetrachtung
4.2. Gleichgewicht unter Contractual Governance
4.3. Gleichgewicht unter Cooperative Governance
4.4. Vergleich
5. Einführung von Gehaltsobergrenzen (Salary Caps) in Europa als Möglichkeit weiterer Annäherung?
6. Fazit
Die Arbeit analysiert und vergleicht sportpolitische Instrumente europäischer und amerikanischer Sportligen, um deren Einfluss auf die Wettbewerbsbalance zu untersuchen und die Eignung einer Annäherung europäischer an US-amerikanische Strukturen zu bewerten.
3.1. Offene vs. Geschlossene Ligastruktur
Es existieren grundsätzlich 4 Hauptformen von Ligastrukturen. Die geschlossene Struktur kommt hauptsächlich in den 4 großen amerikanischen Sportligen zur Anwendung. Die offene Struktur findet sich hauptsächlich in den europäischen Fußballligen wieder. Die dritte Form kann als Superleague Struktur bezeichnet werden. Hierunter wird bspw. die UEFA Champions League gezählt. Eine Teilnahme kann nur durch vorherigen Erfolg auf nationaler Ebene erreicht werden. Dies ist auch der Grund, weshalb eine solche Ligastruktur in den USA nicht anzutreffen ist. Internationale Superleagues wären für amerikanische Teams mit einem außerordentlich großen Aufwand verbunden. Des Weiteren existiert eine vierte Form, die in der Major League Soccer (MLS) in Nordamerika zum Einsatz kommt. Diese Struktur wird im englischen als „single-entity“ Struktur beschrieben. In dieser Einheitsstruktur gibt es keinerlei eigenständige Mannschaften in der Liga. Verträge werden nicht mit den einzelnen Mannschaften geschlossen, sondern mit der Liga selbst. Ein Spieler besitzt dementsprechend einen Arbeitsvertrag mit der MLS und nicht mit einer spezifischen Mannschaft innerhalb der Liga. Da sich diese Arbeit mit den Unterschieden zwischen den 4 großen Ligen in Amerika und den europäischen Fußballligen beschäftigt, wird im Folgenden auf die offene und geschlossene Struktur näher eingegangen.
Amerikanische Ligen zeichnen sich durchgängig durch eine geschlossene Struktur aus. Dies bedeutet, dass es keinen Auf- bzw. Abstieg aufgrund mangelnden sportlichen Erfolgs geben kann. Die Zugehörigkeit einer Mannschaft bspw. zur MLB kann ausschließlich erkauft werden. Momentan existieren in der NFL 32 Mannschaften und in der MLB, NHL und NBA 30 Mannschaften. Wie auch in Europa legt die Liga selbst die Anzahl der teilnehmenden Teams fest. Ein Einstieg in diese Ligen ist grundsätzlich durch 2 Arten möglich. Einerseits kann eine bestehende Mannschaft an einen neuen Besitzer verkauft werden, der diese dann in einer neuen Stadt ansiedeln kann. Bspw. versucht die Stadt Los Angeles durch den Aufkauf einer bestehenden Mannschaft schon seit mehreren Jahren eine NFL Mannschaft nach Los Angeles zurück zu bringen. Seit 1995 beherbergt die zweitgrößte Stadt Amerikas kein Footballteam mehr. Andererseits kann die Liga eine Erweiterung der Startplätze in der Liga beschließen.
1. Einleitung: Die Einleitung definiert das Interesse am Sport als ökonomisches Gut und führt in die Fragestellung zur Verbesserung der Wettbewerbsbalance durch sportpolitische Instrumente ein.
2. Ökonomische Betrachtung von Sportligen: Dieses Kapitel erläutert die spezifischen Produktionsbedingungen im Sport, bei denen ein Wettbewerb zwischen mindestens zwei Parteien zwingend für die Wertschöpfung ist.
3. Analyse bestehender europäischer und amerikanischer Ligasysteme: Hier werden zentrale Instrumente wie Ligastrukturen, TV-Einnahmen, Einnahmen an Spieltagen, Spielerallokation und unterschiedliche Zielsetzungen der Teams detailliert verglichen.
4. Annäherung europäischer an amerikanische Strukturen: Cooperative Governance: Dieses Kapitel analysiert mittels eines formalen Modells, wie sich Organisationsstrukturen auf die Produktivität einer Liga auswirken und warum eine kooperative Governance vorteilhaft ist.
5. Einführung von Gehaltsobergrenzen (Salary Caps) in Europa als Möglichkeit weiterer Annäherung?: Hier wird untersucht, ob und wie Gehaltsobergrenzen als Instrument zur Kostenkontrolle und Stärkung der Wettbewerbsbalance auf europäische Ligen übertragen werden könnten.
6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass amerikanische Instrumente zwar vorteilhaft sind, ihre Implementierung in Europa jedoch aufgrund historischer und struktureller Gegebenheiten komplex ist.
Sportökonomie, Wettbewerbsbalance, Ligastruktur, Salary Caps, TV-Vermarktung, Gewinnmaximierung, Siegmaximierung, Spielerallokation, Draft, Free Agency, Cooperative Governance, Contractual Governance, Europäischer Fußball, Amerikanische Profiligen, Sportmanagement.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der ökonomischen Analyse von Sportligasystemen in Europa und Nordamerika und untersucht, inwieweit eine Annäherung europäischer an amerikanische Strukturen sinnvoll ist.
Zentrale Themen sind die Unterschiede bei den Ligastrukturen, die Verteilung von TV-Geldern und Partieeinnahmen, Methoden zur Spielerbindung und -allokation sowie die verschiedenen ökonomischen Zielsetzungen der Vereine.
Das primäre Ziel ist es, sportpolitische Instrumente auf ihre Fähigkeit zur Steigerung der sogenannten "Wettbewerbsbalance" zu untersuchen und zu bewerten, ob Instrumente aus den USA für den europäischen Sport adaptiert werden sollten.
Der Autor stützt sich auf eine Literaturanalyse sowie auf eine formale Modellbetrachtung (sequentielles Spiel), um die Auswirkungen verschiedener Organisationssysteme (Contractual vs. Cooperative Governance) auf die Produktivität einer Liga zu analysieren.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Beschreibung bestehender Instrumente, eine theoretische Modellierung der Organisationsstrukturen und eine kritische Diskussion zur potenziellen Einführung von Gehaltsobergrenzen (Salary Caps) in Europa.
Wichtige Begriffe sind Wettbewerbsbalance, Sportökonomie, Salary Caps, Draft, Free Agency, Gewinnmaximierung versus Siegmaximierung sowie die Unterscheidung zwischen offener und geschlossener Ligastruktur.
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass die kooperative Form der Liga-Organisation im Vergleich zur vertraglich geregelten Form (Contractual Governance) zu einer höheren Produktivität führt, da sie Anreize besser setzt und unproduktive Verhandlungsmacht minimiert.
Die Komplexität liegt in der heterogenen Struktur des europäischen Fußballs, den eingebetteten Verbandsstrukturen sowie rechtlichen und politischen Herausforderungen, die eine direkte Übernahme des amerikanischen Modells erschweren.
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