Examensarbeit, 2013
69 Seiten, Note: 2,5
1. Einleitung
2. Intertextualitätsbegriff
2.1. Grundlagen
2.1.1. Michail Bachtin
2.1.2. Roland Barthes
2.1.3. Jacques Derrida
2.1.4. Julia Kristeva
2.2. Typologien
2.2.1. Michael Riffaterre
2.2.2. Gérard Genette
2.2.3. Renate Lachmann
2.2.4. Ulrich Broich / Manfred Pfister
3. Festlegung der verwendeten Theorie und Begründung
4. Oliver von Schaewens „Räuberblut“
4.1. Handlung und Aufbau des Romans
4.2. Überblick der intertextuellen Bezüge und Prätexte
4.3. Die Arten von intertextueller Markierung
4.3.1. Nullstufe
4.3.2. Reduktionsstufe
4.3.3. Vollstufe
4.3.4. Potenzierungsstufe
5. Fazit
Die Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen der Intertextualität und wendet diese methodisch auf den Kriminalroman „Räuberblut“ von Oliver von Schaewen an, um die intertextuellen Markierungen und deren Funktion im Kontext von Schillers „Die Räuber“ zu analysieren.
4.3.2. Reduktionsstufe
Komplizierter wird es nun in der Ausdifferenzierung zwischen impliziter und expliziter Intertextualität. Maßgebend für eine Entscheidung für den Grad der Explizitheit ist die Intension des Autors.
Einerseits kann er den Leser fordern, indem er „eine Referenz implizit (oder auch gar nicht) […] markiert, so daß ihre Decodierung nur einem mit dem notwendigen literarischen Vorwissen ausgestatteten Expertenkreis zugänglich wird […]“. Wie von Helbig zugegeben, kann der Übergang von unmarkierter zu implizit markierter Intertextualität nicht präzise definiert werden, sondern gestaltet sich eher fließend.
Hier besteht jedoch immer die Gefahr des Nichterkennens einer intertextuellen Spur, so dass die Wirkung, die der Autor mit dem Deponieren einer intertextuellen Spur intendiert, unproduktiv für die Sinnkonstitution verpufft. Zudem können die Expertengruppen stark variieren und das vorausgesetzte Vorwissen kann mit zunehmendem temporalem oder geografischem Abstand einen immer größeren Schwund an Experten zur Folge haben, bis der oben beschriebene Zustand des Nichterkennens eintritt.
1. Einleitung: Die Einleitung etabliert Intertextualität als essenziellen Bestandteil der Literaturgeschichte und führt in die theoretische Fragestellung ein.
2. Intertextualitätsbegriff: Dieses Kapitel erläutert die literaturtheoretischen Grundlagen und Strömungen der Intertextualitätsforschung, von den Anfängen bis zu etablierten Typologien.
3. Festlegung der verwendeten Theorie und Begründung: Es wird die Entscheidung für das theoretische Modell von Jörg Helbig zur Analyse der intertextuellen Markierungen im untersuchten Roman begründet.
4. Oliver von Schaewens „Räuberblut“: Der Hauptteil bietet eine detaillierte textanalytische Anwendung der gewählten Theorie auf den Roman und dessen Bezugnahmen auf Schillers Werk.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Untersuchung zusammen und bewertet die Anwendbarkeit der gewählten Methode auf den Kriminalroman.
Intertextualität, Literaturtheorie, Jörg Helbig, Räuberblut, Oliver von Schaewen, Die Räuber, Friedrich Schiller, Markierungsbegriff, Rezeptionslenkung, Systemreferenz, Einzeltextreferenz, literarische Prätexte, Romananalyse, Krimi, Intertextualitätsforschung.
Die Arbeit analysiert die intertextuellen Bezüge und die Verwendung von Schillers „Die Räuber“ in dem Kriminalroman „Räuberblut“ von Oliver von Schaewen.
Die zentralen Felder sind die Literaturtheorie der Intertextualität, die Systematisierung intertextueller Markierungen sowie die praktische Anwendung dieser Theorien auf einen zeitgenössischen Roman.
Ziel ist es aufzuzeigen, wie und mit welcher Intensität der Autor durch intertextuelle Markierungen auf literarische Prätexte verweist und ob dadurch ein literarisch wertvoller, neuer Text entsteht.
Es wird das von Jörg Helbig entwickelte Klassifikationsschema der „Progressionsskala intertextueller Markierung“ zur strukturierten Analyse des Textes herangezogen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in die Intertextualitätsforschung und einen umfangreichen Analyseteil, der die intertextuellen Markierungen im Roman nach dem Modell von Helbig in verschiedene Stufen einteilt.
Begriffe wie Intertextualität, Markierung, Referenztext, Prätext, Rezeptionslenkung und die spezifischen Stufen (Nullstufe, Reduktionsstufe, etc.) stehen im Fokus.
Die Nullstufe beschreibt eine unmarkierte, nahtlose Integration, während die Potenzierungsstufe eine explizite Thematisierung im Werk selbst beinhaltet, bei der die Romanfiguren den Referenztext aktiv rezipieren.
Lennert fungiert als Figur, die durch das Lesen und Paraphrasieren von Schillers Drama dem Leser die intertextuellen Bezüge explizit macht und somit maßgeblich an der Rezeptionslenkung beteiligt ist.
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