Diplomarbeit, 2008
82 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Allgemeine Grundlagen
2.1 Drahtlose Sensornetze
2.2 Bootloader
2.2.1 PC Bootloader
2.2.2 Eingebettete Systeme
2.3 Bestehende Bootloader-Implementierungen
2.3.1 Atmel AVR Mikrocontroller
2.3.2 Deluge Softwareverteilungssystem
2.4 Dateiformate
2.4.1 TI TXT
2.4.2 Intel HEX
3 Sensorknoten Plattform
3.1 Hardware
3.1.1 Adressraum des MSP430
3.1.2 Evaluation-Board
3.1.3 Speichermöglichkeiten
3.2 Software der Sensorknoten
3.2.1 MuTa Betriebssystem
3.2.2 Vernetzung der Sensorknoten
3.3 Entwicklungsumgebung
4 Konzeption
4.1 Anforderungen an den Bootloader
4.2 Bootloader Fähigkeiten des MSP430
4.3 Aufteilung der Funktionalität
4.4 Ablauf eines Firmware Updates
4.5 Rollenverteilung
4.5.1 Funktion des Bootloaders
4.5.2 Aufgaben der Anwendung
4.5.3 Rolle des Host-PC
4.6 Sicherungsmechanismen
4.6.1 Spannungsversorgung des MSP430
4.6.2 Resets des MSP430
4.6.3 Überschreiben des Bootloaders
4.6.4 Defekte Daten
4.7 Interrupt Weiterleitung
4.7.1 Feste Interrupt Vektor Tabelle im Flash-Speicher
4.7.2 Dynamische Interrupt Vektor Tabelle im RAM
4.8 Platzierung des Bootloaders im Speicher
4.8.1 Bootloader am Anfang ohne Interrupt Routing
4.8.2 Bootloader am Anfang mit Interrupt Routing
4.8.3 Bootloader am Ende mit Interrupt Routing
4.8.4 Bootloader am Ende ohne Interrupt Routing
4.8.5 Fazit
4.9 EEPROM Speicheraufteilung
4.9.1 Firmware-Image Verwaltung
5 Implementierung
5.1 Treiber
5.1.1 USART
5.1.2 SPI
5.1.3 EEPROM
5.1.4 Flash
5.2 Bootloader
5.2.1 Interrupt Handling
5.2.2 Bootloader API
5.3 Tool-Suite
6 Test
6.1 Probleme beim Test
6.2 Flash-Speicher Überprüfung
6.3 Test im Sensornetz
6.3.1 Testaufbauten
6.4 Testergebnisse
7 Zusammenfassung
Das Hauptziel dieser Arbeit ist der Entwurf und die prototypische Implementierung eines Bootloader-Konzepts für die Sensorknoten-Plattform des Fraunhofer Instituts. Die zentrale Forschungsfrage liegt in der Entwicklung eines Mechanismus, der eine zuverlässige, ausfallsichere Software-Aktualisierung (Firmware-Update) direkt über das drahtlose Sensornetz ermöglicht, ohne den Betrieb der Sensorknoten dauerhaft zu unterbrechen oder die Geräte unbrauchbar zu machen.
4.5.1 Funktion des Bootloaders
Aus der Anforderung, dass der Bootloader höchstmögliche Sicherheit für die Aktualisierung der Firmware über die Luftschnittstelle ermöglichen soll, ergibt sich, dass die Funktionalität des Bootloaders so gering wie möglich sein sollte. Durch möglichst wenig Funktionalität wird erreicht, dass die Anzahl der möglichen Fehlerquellen, welche zu einem nicht mehr einsetzbaren System führen können, reduziert wird. Durch einen ständig funktionsfähigen Bootloader kann ermöglicht werden, dass zumindest ein spezielles Firmware-Image zur Rettung im Fehlerfall auf dem Sensorknoten installiert werden kann.
Im Einzelnen sollte der Bootloader zumindest folgende Funktionalität übernehmen:
• Erkennen ob und welches Firmware-Image installiert werden soll
• Unterstützung für mehrere Firmware-Images
• Überprüfen ob eine Aktualisierung stattfinden kann
• Installieren des Firmware-Images in den Flash-Speicher
• Bereitstellen von Rückmeldungen für Fehlerfälle
Die Installation eines Firmware-Images kann auf verschiedene Arten stattfinden. Es gilt dabei zu unterscheiden, ob ein komplettes Firmware-Image im Speicher vorliegt oder ob nur ein Teil einer bestehenden Firmware aktualisiert werden soll. Um das Gebot der geringsten möglichen Komplexität zu verfolgen, ist es sinnvoll bei der Aktualisierung von Teilen einer Firmware die Teile auf Segmente des Flash-Speichers anzupassen, so dass der Bootloader nur ein komplettes Datensegment an eine bestimmte Adresse im Flash-Speicher schreiben muss. Dies hat sowohl Auswirkungen auf die Organisation der Aktualisierungsdaten im EEPROM (siehe Unterabschnitt 4.9.1) als auch auf die Verteilung der Aufgaben für die Anwendung und des Host-PCs.
1 Einleitung: Die Einleitung stellt die Bedeutung von drahtlosen Sensornetzen dar und begründet die Notwendigkeit eines Bootloaders für effiziente Software-Aktualisierungen.
2 Allgemeine Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert die Funktionsweise von Sensornetzen, Bootloadern und Dateiformaten wie TI TXT und Intel HEX.
3 Sensorknoten Plattform: Hier werden die Hardware-Komponenten wie der MSP430-Mikrocontroller sowie die Software-Struktur inklusive des MuTa-Betriebssystems detailliert beschrieben.
4 Konzeption: Das Kapitel beschreibt das entwickelte Bootloader-Konzept, inklusive Sicherheitsanforderungen, Rollenverteilung und Sicherungsmechanismen.
5 Implementierung: Dieser Abschnitt stellt die praktische Umsetzung des Bootloaders (KOMBooter) und der zugehörigen Treiber sowie der PC-basierten Tool-Suite vor.
6 Test: Die Testphase wird beschrieben, wobei Probleme bei der Fehlerdiagnose und die durchgeführten Tests mit verschiedenen Aufbauten im Sensornetz erläutert werden.
7 Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer Bewertung der Ergebnisse und einem Ausblick auf zukünftige Erweiterungen ab.
Bootloader, Sensorknoten, Firmware-Update, MSP430, Sensornetz, EEPROM, Flash-Speicher, Ausfallsicherheit, MuTa Betriebssystem, JTAG, KOMBooter, Software-Aktualisierung, Interrupt Weiterleitung.
Die Arbeit befasst sich mit dem Entwurf und der Implementierung eines Bootloader-Konzepts für Sensorknoten, um eine sichere Software-Aktualisierung in drahtlosen Sensornetzen zu ermöglichen.
Zentrale Themen sind Embedded Systems, die Programmierung des Texas Instruments MSP430 Mikrocontrollers, drahtlose Kommunikationsprotokolle in Sensornetzen sowie Bootloader-Architekturen.
Das primäre Ziel ist es, ein Bootloader-Konzept zu entwickeln, das eine hohe Ausfallsicherheit bei der Übertragung und Installation neuer Firmware-Images gewährleistet, ohne dass ein physischer Zugriff auf den Knoten (via Kabel) notwendig ist.
Es wurde ein systematischer Ansatz gewählt: Zunächst erfolgte die Analyse bestehender Systeme (AVR, Deluge), darauf basierend die Erstellung eines eigenen Konzepts und schließlich die prototypische Implementierung inklusive praktischer Testszenarien.
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Plattform, die theoretische Konzeption der Aktualisierungsabläufe und Sicherungsmechanismen sowie die konkrete Implementierung von Treibern und dem Bootloader-Programmcode.
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Bootloader, Sensorknoten, Ausfallsicherheit, Firmware-Update, Flash-Speicher-Verwaltung und die spezifische Architektur des MSP430.
Diese Variante wurde als sicherste Lösung implementiert, da der Bootloader hierbei eine permanente, geschützte Rückversicherung bietet, wodurch der Knoten auch im Fehlerfall stets in einen lauffähigen Zustand versetzt werden kann.
Der Host-PC fungiert als zentrale Steuereinheit, die Firmware-Images vorbereitet, in ein sendefähiges Format konvertiert und über den Master-Knoten in das Sensornetz injiziert.
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