Bachelorarbeit, 2014
89 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.1 Relevanz des Themas
1.2 Zielsetzung
1.3 Aufbau der Arbeit
2. Erfolgsfaktoren(-forschung): Begriff und Abgrenzung
2.1 Begriffsursprung
2.2 Definitionsansätze
2.3 Abgrenzung
2.3.1 Erfolgspotenzial
2.3.2 Erfolgsindikatoren
3. Unternehmenskultur: Begriff und Abgrenzung
3.1 Begriffsursprung
3.2 Definitionsansätze
3.3 Abgrenzung
3.3.1 Unternehmensphilosophie
3.3.2 Corporate Identity
3.3.3 Organisationsklima
4. Mergers & Acquisitions
4.1 Begriffsursprung
4.2 Definitionsansätze
4.3 Abgrenzung
5. Historie der Bedeutung der Unternehmenskultur
5.1 Erkenntnisse nach Terrence E. Deal und Allen A. Kennedy
5.2 Erkenntnisse nach Thomas J. Peters und Robert H. Waterman
5.3 Ebenen der Unternehmenskultur nach Edgar H. Schein
6. Historie der Bedeutung von Mergers & Acquisitions
6.1 Entwicklung des M&A-Marktes
6.1.1 Historische Entwicklung
6.1.2 Aktuelle Situation
6.2 Mergers & Acquisitions: Geschichte der Misserfolge
7. Bedeutung der Unternehmenskultur bei Mergers & Acquisitions
7.1 Der Integrationsprozess
7.1.1 Premerger-Phase
7.1.2 Merger-Phase
7.1.3 Postmerger-Phase
7.2 Erfolgsfaktoren bei Mergers & Acquisitions
7.2.1 Einteilung nach Raphael Kübler
7.2.2 Einteilung nach Torsten J. Gerpott
7.2.3 Einteilung nach Reinhard Meckl, Nicole Sodeik und Lars-J. Fischer
7.3 Kulturelle Einflussfaktoren auf den Integrationsprozess
7.3.1 Kulturkompatibilität
7.3.1.1 Modell der Kulturkompatibilität nach Sue Cartwright und Cary L. Cooper
7.3.1.2 Cultural Due Diligence
7.3.2 Akkulturation
7.3.3 Integrationsgeschwindigkeit
7.3.4 Landeskulturelle Einflüsse
7.3.4.1 Landesspezifische Kultureigenschaften nach Geert Hofstede
7.3.4.2 Landesspezifische Kultureigenschaften nach Alfons Trompenaars
7.3.5 Merger-Syndrom
7.3.6 Merger of Equals
8. Portrait der DaimlerChrysler AG
8.1 Unternehmensgeschichte der Chrysler Corporation
8.2 Unternehmensgeschichte der Daimler-Benz AG
8.3 Zusammenschluss zur DaimlerChrysler AG
9. Kulturelle Integration in der DaimlerChrysler AG
9.1 Phasen der kulturellen Integration in der DaimlerChrysler AG
9.1.1 Koexistenz
9.1.2 Kompatibilität
9.1.3 Harmonisierung
9.1.4 Integration
9.2 Gestaltung kultureller Einflussfaktoren im Integrationsprozess der DaimlerChrysler AG
9.2.1 Premerger-Phase
9.2.1.1 Rechtliche Rahmenbedingungen
9.2.1.1.1 Wahl der Rechtsform
9.2.1.1.2 Hauptsitz
9.2.1.2 Konzernsprache
9.2.1.3 Integrationsgeschwindigkeit
9.2.1.4 Akkulturation
9.2.1.5 Kulturkompatibilität
9.2.2 Merger-Phase
9.2.2.1 Merger of Equals
9.2.2.2 Führungsstruktur
9.2.3 Postmerger-Phase
9.2.3.1 Steuerung der kulturellen Integration
9.2.3.2 Vorgelebte Unternehmenskultur der Führungsspitze
9.2.3.3 Gehaltsstrukturen
9.2.3.4 Corporate University
9.2.3.5 Business-TV als Homebase
9.2.3.6 Interkulturelle Trainingsprogramme
10. Identifikation kultureller Erfolgsfaktoren
10.1 Erfolgsfaktoren in der Premerger-Phase
10.1.1 Rechtliche Rahmenbedingungen
10.1.2 Konzernsprache
10.1.3 Wahl der Integrationsgeschwindigkeit
10.1.4 Akkulturation
10.1.5 Kulturkompatibilität
10.2 Erfolgsfaktoren in der Merger-Phase
10.2.1 Bezeichnung der Fusion
10.2.2 Führungsstruktur
10.3 Erfolgsfaktoren in der Postmerger-Phase
10.3.1 Steuerung der kulturellen Integration
10.3.2 Vorgelebte Unternehmenskultur der Führungsspitze
10.3.3 Gehaltsstrukturen
10.3.4 Unterstützende Maßnahmen
10.4 Zusammenfassende Darstellung der kulturellen Erfolgsfaktoren
11. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung von Unternehmenskulturen als kritischen Erfolgsfaktor bei Mergers & Acquisitions. Ziel ist es, kulturelle Erfolgsfaktoren während der verschiedenen Phasen des Transaktionsprozesses zu identifizieren und Handlungsempfehlungen für ein effektives Management dieser "weichen" Faktoren abzuleiten, wobei die Fusion der Daimler-Benz AG und der Chrysler Corporation zur DaimlerChrysler AG als praktisches Fallbeispiel dient.
10.1 Erfolgsfaktoren in der Premerger-Phase
Die Premerger-Phase ist in Bezug auf den Erfolg oder Misserfolg des kulturellen Integrationsprozesses von erheblicher Bedeutung, da hier der erste Informationsfluss stattfindet. Die Haltung der Mitarbeiter und Führungskräfte gegenüber der anstehenden Transaktion wird durch die getroffenen Entscheidungen maßgeblich beeinflusst. Daher ist, wie unter Abschnitt 9.2.1 geschildert, die Geheimhaltung über den Zusammenschluss über mehrere Monate positiv zu bewerten. Des Weiteren werden folgend relevante Kriterien für den Erfolg der kulturellen Integration am Beispiel der DaimlerChrysler AG ausgewiesen.
Die Wahl der rechtlichen Rahmenbedingungen hat, vor allem in der Premerger-Phase, eine bedeutende Wirkung, da Mitarbeiter beider Fusionspartner somit eine erste Wertung des Unternehmenszusammenschlusses vornehmen. Hinzu kommt in dem vorliegenden Beispiel der DaimlerChrysler AG, dass durch die Bezeichnung eines Merger of Equals der Fokus auf der Ausgewogenheit in allen Aktionen der Führungsspitze liegt und somit auch auf der Wahl der rechtlichen Rahmenbedingungen.
Diese Gegebenheit ist, wie in Abschnitt 9.2.1.1.1 erläutert, nicht in der Premerger-Phase des Integrationsprozesses berücksichtigt worden. Wenngleich sich die deutsche Rechtsform als vorteilhafter herausstellt, da bei einer amerikanischen die Aktionäre die stillen Reserven hätten versteuern müssen (Waller, 2000, S. 233), standen die Absichten von Jürgen Schrempp im Vordergrund. Im Geschäftsbericht der Daimler-Benz AG aus dem Jahr 1998 wird dennoch der zuverlässige Interessenausgleich zwischen der Unternehmensführung und den Arbeitnehmern als auschlaggebendes Kriterium für die Entscheidung für eine deutsche Rechtsform in Form einer Aktiengesellschaft angeführt.
Verstärkend kommt die Wahl des juristischen Sitzes in Deutschland hinzu. Positiv hervorzuheben ist die Schaffung von zwei operativen Verwaltungszentralen, jeweils in Stuttgart und in Auburn Hills. Die damit an den beiden Orten abwechselnd stattfindenden Vorstandsitzungen spiegeln zumindest in der Anfangsphase des Mergers die Gleichberechtigung in Bezug auf die Bedeutung der Standorte und damit der beiden fusionierten Unternehmen eine Ausgeglichenheit wider. Zusätzlich drückt sich diese Gleichberechtigung auch in der Namensgebung zur DaimlerChrysler AG aus.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz des Themas ein, stellt die Zielsetzung der Arbeit dar und erläutert den Aufbau der Untersuchung.
2. Erfolgsfaktoren(-forschung): Begriff und Abgrenzung: Das Kapitel beleuchtet den Ursprung und die methodische Kritik der Erfolgsfaktorenforschung und grenzt die Begriffe Erfolgspotenzial und Erfolgsindikatoren voneinander ab.
3. Unternehmenskultur: Begriff und Abgrenzung: Hier werden die historischen Ursprünge des Begriffs der Unternehmenskultur dargelegt, verschiedene Ansätze zur Definition diskutiert und eine Abgrenzung zu verwandten Konzepten wie Corporate Identity und Organisationsklima vorgenommen.
4. Mergers & Acquisitions: Dieses Kapitel liefert eine grundlegende Definition und Einordnung von Unternehmenszusammenschlüssen sowie eine Abgrenzung zwischen Unternehmensvereinigungen und Kooperationen.
5. Historie der Bedeutung der Unternehmenskultur: Die theoretischen Grundlagen werden durch die Analyse der Erkenntnisse von Deal, Kennedy, Peters, Waterman und Schein zur Bedeutung und Struktur von Unternehmenskulturen vertieft.
6. Historie der Bedeutung von Mergers & Acquisitions: Das Kapitel gibt einen Überblick über die zyklische Entwicklung des M&A-Marktes anhand historischer Wellen und thematisiert das Phänomen der hohen Misserfolgsraten bei Transaktionen.
7. Bedeutung der Unternehmenskultur bei Mergers & Acquisitions: Es werden der Ablauf des Integrationsprozesses, verschiedene Einteilungen von Erfolgsfaktoren sowie kulturelle Einflussfaktoren auf die Integration analysiert.
8. Portrait der DaimlerChrysler AG: Dieses Kapitel gibt einen historischen Abriss der beteiligten Unternehmen, Chrysler Corporation und Daimler-Benz AG, sowie der Entstehung der DaimlerChrysler AG.
9. Kulturelle Integration in der DaimlerChrysler AG: Anhand des Falls DaimlerChrysler werden die Phasen der kulturellen Integration und die praktische Gestaltung kultureller Faktoren im Integrationsprozess untersucht.
10. Identifikation kultureller Erfolgsfaktoren: In diesem Kapitel werden die Ergebnisse der Arbeit zusammengeführt, um die wesentlichen kulturellen Erfolgsfaktoren in den verschiedenen Phasen des Transaktionsprozesses zu identifizieren.
11. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und resümiert die Bedeutung eines langfristigen Managements von Unternehmenskulturen bei M&A-Transaktionen.
Mergers & Acquisitions, Unternehmenskultur, Integrationsprozess, Erfolgsfaktoren, DaimlerChrysler AG, kulturelle Integration, Cultural Due Diligence, Akkulturation, Merger-Syndrom, Merger of Equals, Change Management, Post-Merger-Integration, Unternehmensehre, strategisches Management, Unternehmenskontrolle.
Die Arbeit untersucht, wie Unternehmenskulturen im Rahmen von Mergers & Acquisitions erfolgreich gemanagt werden können, um das Risiko des Scheiterns von Fusionen zu minimieren.
Die zentralen Felder sind die Erfolgsfaktorenforschung, die theoretischen Konzepte von Unternehmenskultur sowie die verschiedenen Phasen und kulturellen Einflussfaktoren bei Unternehmenszusammenschlüssen.
Die Forschungsfrage zielt darauf ab, spezifische kulturelle Erfolgsfaktoren in den verschiedenen Phasen eines Transaktionsprozesses zu identifizieren und Handlungsempfehlungen für eine erfolgreiche Akkulturation zu geben.
Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse zur theoretischen Fundierung und wendet diese Erkenntnisse in einer Fallstudie der Fusion der Daimler-Benz AG und der Chrysler Corporation an.
Der Hauptteil analysiert die historischen und theoretischen Grundlagen von M&A und Unternehmenskulturen, erläutert kulturelle Einflussfaktoren wie Akkulturation oder Due Diligence und verknüpft diese theoretischen Aspekte mit den praktischen Erfahrungen des DaimlerChrysler-Zusammenschlusses.
Die wichtigsten Schlagworte sind Unternehmenskultur, Mergers & Acquisitions, Integrationsmanagement, kulturelle Erfolgsfaktoren sowie die spezifischen Phasen von Premerger bis Postmerger.
Die Fusion dient als prominentes Beispiel für einen "Merger of Equals", bei dem kulturelle Unterschiede und deren Vernachlässigung oder schwierige Integration signifikante Auswirkungen auf den Verlauf und den späteren Erfolg der Transaktion hatten.
Die Arbeit identifiziert die Cultural Due Diligence als einen wesentlichen Erfolgsfaktor, um kulturelle Differenzen bereits frühzeitig zu erkennen und das Risiko von späteren Konflikten durch gezielte Integrationsmaßnahmen zu senken.
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