Bachelorarbeit, 2014
53 Seiten, Note: 1,2
1 Einleitung
2 Forschungsstand und Begriffsdefinition zum Thema Bibliothekstourismus
3 Chancen und Risiken von Bibliothekstourismus
3.1 Chancen
3.2 Risiken
3.3 Zwischenfazit
4 Vorschläge zur Steigerung der touristischen Attraktivität von Bibliotheken
4.1 Vor-Ort-Maßnahmen
4.2 Management und Einbindung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
4.3 Öffentlichkeitsarbeit und Bibliotheksmarketing
6 Fazit
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die Potenziale und Risiken einer touristischen Öffnung von Bibliotheken, um daraus konkrete Handlungsempfehlungen für ein systematisches Management zu entwickeln. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich mit der Sinnhaftigkeit dieser Entwicklung und der Frage, wie Bibliotheken als kulturelle Bildungsinstitutionen auf die Erwartungen von Touristen reagieren können, ohne dabei ihren primären Bildungsauftrag zu vernachlässigen.
3.1 Chancen
Fast das ganze 20. Jahrhundert hindurch wurden Tourismus und Kultur, so Richards, als tendenziell diametrale Aspekte des täglichen Lebens betrachtet – Kulturressourcen wurden als Teil des kulturellen Erbes einer Region oder Nation angesehen, die es wert seien, bewahrt zu werden und die einen Beitrag zur lokalen und nationalen Identität leisteten (Richards/OECD 2009, 19). Tourismus hingegen wurde häufig als eine weniger anspruchsvolle Freizeitaktivität verstanden, die kaum über eine Schnittmenge mit dem Alltagsleben und der Kultur einer bestimmten Zielregion verfüge, sondern vornehmlich dem Bedürfnis nach Erholung diene (vgl. ebd.).9
Seit den 1980er Jahren erreichten diese beiden Bereiche schließlich eine neuartige Symbiose. Dadurch, dass nun breitere Bevölkerungsschichten einen relativen Wohlstand und höhere Bildungsgrade erreichten, wuchs auch die Nachfrage an kulturellen Reiseangeboten. Kultur und Tourismus wuchsen auch in der öffentlichen Wahrnehmung zum Konzept des Kulturtourismus zusammen. Weitere Gründe hierfür waren und sind ein in breiten Bevölkerungsschichten beobachtbares Interesse an Kultur als Alleinstellungsmerkmal einer Region in Zeiten des globalisierten Marktes sowie der sich immer stärker ausdifferenzierende Anspruch von Touristen verschiedener Bevölkerungsgruppen, auch im Urlaub etwas Individuelles erfahren und erleben zu wollen (vgl. Gatterer/Kisig 2011). Auch wächst das Bedürfnis der Reisenden danach, die immaterielle bzw. ideelle Kultur ihres Reiselandes kennenzulernen – in diesem Zusammenhang werden auch Fragen nach dem Image und der Atmosphäre eines Reisezieles immer wichtiger (vgl. Richards/OECD 2009, 20). Diesen Entwicklungen und sogenannten Megatrends entspräche es durchaus, auch Bibliotheken als Orte einer solchen Kulturerfahrung zu nutzen.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik ein, dass Bibliotheken touristisch noch kaum erschlossen sind, obwohl sie als Orte der Wissenschaft und Begegnung ein hohes Potenzial bieten.
2 Forschungsstand und Begriffsdefinition zum Thema Bibliothekstourismus: In diesem Kapitel wird der Begriff Bibliothekstourismus erstmals theoretisch definiert, wobei der Fokus auf Leitbildanalysen großer wissenschaftlicher Bibliotheken und der Analogie zum allgemeinen Kulturtourismus liegt.
3 Chancen und Risiken von Bibliothekstourismus: Hier werden die Potenziale einer touristischen Öffnung den Risiken gegenübergestellt, insbesondere im Hinblick auf das Spannungsfeld zwischen dem Bildungsauftrag der Bibliothek und den Bedürfnissen von Touristen.
4 Vorschläge zur Steigerung der touristischen Attraktivität von Bibliotheken: Dieses Kapitel liefert konkrete, umsetzbare Strategien – von der physischen Gestaltung vor Ort über technologische Hilfsmittel bis hin zu Marketing und Personalmanagement.
6 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass eine touristische Öffnung sinnvoll ist, sofern sie durch ein professionelles, auf die jeweilige Bibliothek zugeschnittenes Management unterstützt und von der Belegschaft mitgetragen wird.
Bibliothekstourismus, Kulturtourismus, Bildungsauftrag, Museumsmanagement, Bibliotheksmarketing, Zielgruppenorientierung, Besucherservice, Showcasing, Innovationsmanagement, Personalqualifizierung, Web 2.0, Standortvorteil, Kultureinrichtung, Öffentlichkeitsarbeit, Kundenzufriedenheit.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, wie Bibliotheken touristisch geöffnet werden können, um ihr kulturelles Erbe einem breiteren Publikum zugänglich zu machen, ohne ihre Kernaufgaben der Wissenschafts- und Bildungsförderung zu vernachlässigen.
Die zentralen Themen sind der theoretische Rahmen des Kulturtourismus, die Analyse von Chancen und Risiken, die Entwicklung von Vor-Ort-Maßnahmen sowie Strategien für Marketing und Personalmanagement.
Das Ziel ist es, ein systematisches Verständnis für den "Bibliothekstourismus" zu schaffen und Bibliotheken konkrete Optionen und Handlungsanweisungen für eine erfolgreiche touristische Ausrichtung zu geben.
Die Arbeit nutzt eine interdisziplinäre Herangehensweise, indem sie Erkenntnisse aus der Tourismusforschung, dem Kulturmanagement und der Bibliothekswissenschaft verbindet und in einer Analogiebildung auf Bibliotheken überträgt.
Der Hauptteil analysiert den theoretischen Status quo, diskutiert Chancen wie Imagegewinn und Risiken wie "Betriebsblindheit" und stellt praktische Instrumente wie Audioguides, Shops und modernisierte Kommunikationsstrategien vor.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Bibliothekstourismus, Kulturtourismus, Bildungsauftrag, Bibliotheksmarketing und Besucherservice geprägt.
Die Betriebsblindheit wird als eines der Hauptrisiken identifiziert, da Bibliothekare oft Schwierigkeiten haben, ihre alltägliche Arbeitsumgebung aus der objektiven Außenperspektive eines Touristen zu bewerten.
Die Arbeit betont, dass Mitarbeiter das wichtigste Bindeglied im Kontakt mit Touristen sind. Ohne ihre Motivation, Qualifizierung und Einbindung in neue Prozesse können keine nachhaltigen touristischen Angebote realisiert werden.
Marketing dient nicht nur der Gewinnung neuer Besucher, sondern auch der Markenbildung der Bibliothek. Die Arbeit empfiehlt einen "New-Media-Mix", um auch jüngere, digital vernetzte Zielgruppen zu erreichen.
Das Fazit lautet, dass es keine pauschale Lösung für alle Bibliotheken gibt. Jede Einrichtung muss ihr individuelles Potenzial prüfen und eine touristische Öffnung als strategische Erweiterung, nicht als Ersatz für Kernaufgaben, betrachten.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

