Bachelorarbeit, 2010
80 Seiten, Note: 2,3
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Vorgehensweise
2. Grundlagen der Unternehmensfinanzierung
2.1. Möglichkeiten der Kapitalbeschaffung
2.2 Corporate Bond als Instrument der Kapitalbeschaffung
3. Risiken von Corporate Bonds
3.1 Entscheidungsverhalten unter Risiko
3.2 Risikokompensation durch Credit Spreads
3.3 Überblick über Risiken von Unternehmensanleihen
3.4 Spreadrisiko bei Unternehmensanleihen
3.4.1 Charakterisierung und Bedeutung des Spreadrisikos
3.4.2 Credit-Spread-Ausweitung im Zuge der Subprime-Krise
3.4.3 Quantifizierung des Spreadrisikos
3.5 Liquiditätsrisiko bei Unternehmensanleihen
3.5.1 Charakterisierung und Bedeutung des Liquiditätsrisikos
3.5.2 Quantifizierung des Liquiditätsrisikos
3.5.3 Markt für Unternehmensanleihen in Deutschland
3.6 Kreditrisiko bei Unternehmensanleihen
3.6.1. Systematisierung und Bedeutung des Kreditrisikos
3.6.2 Charaktersierung und Bedeutung des Ausfallrisikos
3.6.3 Quantifizierung des Ausfallrisikos über LGD, EAD und PD
3.6.3.1 Recovery Rate
3.6.3.2 Bestimmung des EAD
3.6.3.3 Bestimmung der Ausfallwahrscheinlichkeit
3.6.4 Charakterisierung und Bedeutung des Migrationsrisikos
3.6.5 Quantifizierung des Migrationsrisikos
4. Modelle zur Bewertung des Ausfallrisikos
4.1. Structural Models zur Ausfallrisikobewertung
4.2 Sensitivität des Credit Spreads
4.2.1 Unternehmenswert
4.2.2 Volatilität des Unternehmenswertes
4.2.3 Rückzahlungsbetrag
4.2.4 Risikoloser Zinssatz
4.2.5 Restlaufzeit
5. Berechnung des Credit Spreads
5.1 Übersicht der Methoden zur Berechnung des Credit Spreads
5.2 Berechnung des Credit Spreads über den Einzeltitelvergleich
5.2.1 Vergleich laufzeitkongruenter Bonds
5.2.2 Vergleich durationskongruenter Bonds
5.2.3 Verwendung einer Benchmark zur Bestimmung des Credit Spreads
5.3 Berechnung des Credit Spreads über den Strukturkurvenansatz
5.3.1 Ermittlung der Spot-Rate-Kurve über das Bootstrapping-Verfahren
5.3.2 Bestimmung von Credit Spreads beliebiger Restlaufzeit
5.4 Vergleich der Methoden zur Credit-Spread-Bestimmung
6. empirische Analysen zum Zusammenhang zwischen Ausfallrisiko und Credit Spread
6.1 Darstellung des Zusammenhangs zwischen Ausfallrisiko und Credit Spread an Hand einer Stichprobe
6.2 Empirische Untersuchung von Altman/Kishore zum Zusammenhang zwischen EL und Credit Spread
6.3 Untersuchung zur Komposition des Credit Spreads auf Grundlage von Elton et. al
7. Zusammenfassung, Fazit und Ausblick
Diese Bachelorarbeit untersucht den Zusammenhang zwischen dem Ausfallrisiko von Corporate Bonds und dem daraus resultierenden Credit Spread, um zu prüfen, inwieweit das Ausfallrisiko als Haupttreiber des Risikoaufschlags fungiert und welche weiteren Faktoren diesen beeinflussen.
4.1. Structural Models zur Ausfallrisikobewertung
Structural Models, die auch als optionspreistheoretischer Ansatz bezeichnet werden, basieren auf Veröffentlichungen von Black/Scholes (1973) und Merton (1974).
Die Ergebnisse von Black/Scholes und die darauf aufbauenden Untersuchungen von Merton haben, auf Grundlage der Theorie zur präferenzfreien Optionsbewertung, erstmals das sogenannte Contingent Claim Model als Einfaktormodell zur Bewertung von ausfallrisikobehafteten Fremdkapitaltiteln eingeführt. Die zentrale Aussage dieses Modells beruht auf dem Zusammenhang zwischen Unternehmenswert, also dem Wert der gesamten Unternehmensaktiva, und dem Wert der Unternehmensverbindlichkeiten. Dabei ist es der Unternehmenswert, der den Treiber des Ausfallrisikos darstellt.
Das Ausfallrisiko wird nach diesem Ansatz über folgende Grundüberlegung begründet:
Unternehmenswert < ausstehende Verbindlichkeiten = Default
1. Einleitung: Definiert die Problemstellung des Credit Spreads als Risikokompensation und skizziert die Vorgehensweise der Arbeit.
2. Grundlagen der Unternehmensfinanzierung: Beleuchtet die Kapitalbeschaffung und die Rolle von Anleihen als Instrument der Fremdfinanzierung.
3. Risiken von Corporate Bonds: Identifiziert und systematisiert die verschiedenen Risikoklassen, insbesondere Markt-, Liquiditäts- und Kreditrisiken.
4. Modelle zur Bewertung des Ausfallrisikos: Führt in Structural Models zur Quantifizierung des Ausfallrisikos mittels optionspreistheoretischer Ansätze ein.
5. Berechnung des Credit Spreads: Vergleicht verschiedene methodische Ansätze zur Bestimmung von Credit Spreads, darunter Einzeltitelvergleiche und Strukturkurvenansätze.
6. empirische Analysen zum Zusammenhang zwischen Ausfallrisiko und Credit Spread: Überprüft den theoretischen Zusammenhang zwischen Ausfallrisiko und Credit Spread anhand von Fallbeispielen sowie etablierten empirischen Studien wie denen von Altman/Kishore und Elton et al.
7. Zusammenfassung, Fazit und Ausblick: Resümiert die Studienergebnisse und gibt einen Ausblick auf weiteren Forschungsbedarf im Bereich der Risikokomponenten.
Corporate Bonds, Credit Spread, Ausfallrisiko, Unternehmensfinanzierung, Risikoaufschlag, Liquiditätsrisiko, Spreadrisiko, Rating, Erwarteter Verlust, Expected Loss, Strukturkurvenansatz, Optionspreistheorie, Merton-Modell, Finanzmarktkrise, Kapitalkosten.
Die Arbeit analysiert den Zusammenhang zwischen dem Ausfallrisiko eines Unternehmens und dem Risikoaufschlag (Credit Spread), den Investoren für Unternehmensanleihen fordern.
Zentrale Themen sind die Risikostruktur von Unternehmensanleihen, Modelle zur quantitativen Bewertung des Ausfallrisikos und Methoden zur Berechnung von Credit Spreads.
Das Ziel ist es zu untersuchen, inwieweit das Ausfallrisiko einen entscheidenden Haupttreiber des Credit Spreads darstellt und ob dieses Risiko vollständig durch den Spread kompensiert wird.
Die Arbeit nutzt modelltheoretische Ansätze aus der Optionspreistheorie (Structural Models) sowie eine vergleichende Analyse empirischer Untersuchungsergebnisse zur Credit-Spread-Komposition.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung der Risiken, die Vorstellung mathematischer Bewertungsmodelle und die methodische Diskussion zur Berechnung von Zinsaufschlägen.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Corporate Bonds, Credit Spread, Ausfallrisiko, Rating und optionspreistheoretische Bewertungsansätze.
Dieser Effekt beschreibt, dass bei Anleihen mit kurzer Restlaufzeit steigende Risikoaufschläge die Unsicherheit der Marktteilnehmer bezüglich einer notwendigen Anschlussfinanzierung widerspiegeln.
Dieses Prinzip führt zu einer langfristigen, stabilen Bonitätseinschätzung, die auf neue Marktgegebenheiten oft verzögert reagiert, was als Schwäche gegenüber marktbasierter Kursreaktionen angesehen wird.
Sie deutet darauf hin, dass neben dem Ausfallrisiko und steuerlichen Aspekten weitere Faktoren wie eine Risikoprämie für nicht diversifizierbare Risiken einen erheblichen Teil des Credit Spreads erklären.
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