Examensarbeit, 2013
116 Seiten, Note: 14 Punkte/ 1,0
1. Einleitung
2. Die Sitcom und ihre Merkmale in der Fernsehserie Gilmore Girls
2.1. Das ‚Quality TV‘ und US-amerikanische Fernsehserien
2.2. Das Genre Sitcom
2.3. Charakterisierung der Fernsehserie Gilmore Girls
3. Der Einfluss von Sitcoms auf Jugendliche
4. Die Fernsehserie Gilmore Girls und ihr Einfluss auf Jugendliche
4.1. Die Rezeption der Gilmore Girls
4.2. Die Lebenswelt der Gilmore Girls und ihr Einfluss auf Heranwachsende
4.3. Das Konsumverhalten der Gilmore Girls als stereotypisch amerikanische Einflusskomponente auf Jugendliche
4.4. Generationenübergreifende Aspekte der Serie als Spannungsfeld
4.5. Beziehungsarbeit als inhaltlicher Schwerpunkt der zugrunde liegenden Fernsehserie
4.6. Konstituierte Frauenbilder und ihre Wirkung auf Jugendliche
4.7. Der Umgang mit Vaterfiguren in der Serie Gilmore Girls
5. Schlussbetrachtungen
Diese Arbeit untersucht den Einfluss von Sitcoms auf Jugendliche am Beispiel der US-amerikanischen Fernsehserie Gilmore Girls. Das primäre Ziel ist es zu analysieren, wie spezifische Darstellungen, wie etwa Familien- und Geschlechterrollen sowie das Konsumverhalten, auf jugendliche Rezipienten wirken und welche Rolle diese als Identifikationsangebote im Identitätsbildungsprozess spielen.
Charakterisierung der Fernsehserie Gilmore Girls
Die Gilmore Girls, eine US-amerikanische Drama- und Comedy-Fernsehserie der Produzentin Amy Sherman-Palladino, welche aufgrund ihrer äußerst schnellen, charakteristisch humorvollen und zugleich intellektuell hochwertigen Dialoge bekannt und populär wurde, wurde von 2000 bis 2007 in sieben Staffeln in Los Angeles produziert. Die Erstausstrahlung erfolgte am 5. Oktober 2000 auf dem Sender The WB in den Vereinigten Staaten von Amerika (vgl. Parfuss 2008: 76). „Die Serie ist seit April 2004 im deutschen Fernsehen zu sehen und wurde noch im August 2010 zwei Mal täglich im Vormittags- und Nachmittagsprogramm auf VOX gezeigt“ (Knoll 2011a: 35). Es lässt sich vermuten, dass die guten Einschaltquoten in den ersten vier Staffeln dazu führten, dass sie ab der fünften Staffel in der ‚Prime Time‘, somit in der Hauptsendezeit, ausgestrahlt wurde.
Die Fernsehserie handelt von den „namensgebenden Gilmore Girls: Mutter und Tochter, die beide Lorelai Gilmore heißen, der besseren Unterscheidung wegen wird die ältere Lorelai, die jüngere Rory genannt“ (Kreienbaum 2011: 14). Die beiden Protagonistinnen haben ein ausgesprochen gutes Verhältnis zueinander und bezeichnen sich gegenseitig als beste „Freundinnen“ (ebd.). Sie leben in einer fiktiven Kleinstadt namens Stars Hollow in Connecticut in Nordamerika. Ihr Leben in Stars Hollow, welches sogleich das Kleinstadtleben versinnbildlicht, wird anhand alltäglicher zwischenmenschlicher Begegnungen und Ereignisse präsentiert. Das private, aber auch das berufliche Leben und insbesondere das Liebesleben von Lorelai und Rory stehen zudem oftmals im Fokus der dargestellten Geschehnisse.
1. Einleitung: Einführung in die Relevanz des Mediums Fernsehen für Kinder und Jugendliche sowie Darlegung der Motivation und Forschungsfrage der Arbeit.
2. Die Sitcom und ihre Merkmale in der Fernsehserie Gilmore Girls: Theoretische Einordnung der Serie in die Genres ‚Quality TV‘ und Sitcom sowie Beschreibung der strukturellen Merkmale.
3. Der Einfluss von Sitcoms auf Jugendliche: Erörterung der medienpsychologischen Grundlagen, wie Jugendliche Fernsehen rezipieren und als Identifikationsmaterial nutzen.
4. Die Fernsehserie Gilmore Girls und ihr Einfluss auf Jugendliche: Detaillierte Analyse der Serie in Bezug auf Rezeption, Konsumverhalten, Generationenkonflikte, Frauenbilder und Vaterfiguren.
5. Schlussbetrachtungen: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage und Ausblick auf zukünftige Entwicklungen im Bereich der Mediennutzung durch Jugendliche.
Gilmore Girls, Sitcom, Quality TV, Jugendliche, Mediensozialisation, Identitätsbildung, Fernsehanalyse, Rezeption, Familienkonflikte, Frauenbilder, Konsumverhalten, Identifikation, Generationenkonflikt, Medienkompetenz, Stars Hollow.
Die Arbeit untersucht den Einfluss des Genres Sitcom, insbesondere der Serie Gilmore Girls, auf Jugendliche und deren Identitätsentwicklung.
Zentral sind die Medienrezeption, die Bedeutung von Familien- und Geschlechterrollen in Fernsehserien, das Konsumverhalten sowie das Identifikationspotenzial von Serienfiguren.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Jugendliche die Inhalte der Serie Gilmore Girls rezipieren und für ihre eigene Lebenswelt, ihre Identitätsfindung und die Aushandlung von Rollenbildern nutzen.
Es handelt sich um eine medienwissenschaftliche Analyse, die Literaturarbeit mit der inhaltlichen Untersuchung der Serie Gilmore Girls sowie Beobachtungen zur Rezeption verknüpft.
Der Hauptteil analysiert die Merkmale der Serie, das Medienverhalten Jugendlicher sowie spezifische Aspekte wie Generationenkonflikte, Frauenrollen und das Bild von Vaterfiguren in der Serie.
Zu den Schlüsselwörtern gehören vor allem Gilmore Girls, Sitcom, Jugendliche, Identitätsbildung, Medienrezeption und soziale Identität.
Die Serie präsentiert eine ungewöhnlich freundschaftliche Beziehung, die als Modell dient, um Konflikte zwischen den Generationen zu reflektieren und Ansätze für ein harmonischeres Zusammenleben im eigenen Alltag zu finden.
Die Serie zeigt einen stereotypen amerikanischen Lebensstil mit hohem Fastfood- und Kaffeekonsum, was Jugendliche zwar fasziniert, aber laut Arbeit kritisch hinterfragt werden muss, da es ein unrealistisches Bild der gesundheitlichen Konsequenzen vermittelt.
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