Bachelorarbeit, 2011
90 Seiten, Note: 1,0
1 Einführung
1.1 Hintergrundbetrachtung der gegenwärtigen Diskussion
1.2 Wichtige Definitionen und Einschränkungen
2 Ein geschichtlicher Rückblick über die Jahresabschlussprüfung
2.1 Die Revision in der historischen Betrachtung
2.1.1 Die Anfänge in der Vor- und Frühgeschichte
2.1.2 Die Aufzeichnungsprüfung als Kontrollinstrument
2.2 Die Entwicklung der Jahresabschlussprüfung in Deutschland
2.2.1 Die Bedeutung der Publikumsgesellschaften
2.2.2 Weiterentwicklung zur Kontrollinstitution
2.2.3 Die Anfangsjahre des Berufsstandes im Nationalsozialismus
2.2.4 Die Zeit des wirtschaftlichen Aufschwungs
2.2.5 Die abflauende Konjunktur und die Ölkrisen in den 1970ern
3 Status Quo der Jahresabschlussprüfung in Deutschland
3.1 Rechtlicher Umfang der Prüfung
3.1.1 Die gesetzliche Prüfungspflicht
3.1.2 Auswahl und Bestellung des Abschlussprüfers
3.1.3 Gesetzlicher Prüfungsauftrag
3.1.4 Grenzen der Abschlussprüfung
3.1.5 Berufsrechtliche Regelung der Abschlussprüfer
3.2 Angewandte Prüfungstechnik bei der Abschlussprüfung
3.2.1 Materielle Prüfung
3.2.2 Risikoorientierter Prüfungsansatz
3.3 Qualitätssicherung in der Abschlussprüfung
3.4 Haftung der Abschlussprüfer
4 Erkennbare Trends für eine Novellierung der Abschlussprüfung
4.1 Anhängige Eckpunkte bei der Europäischen Kommission
4.2 Würdigung der der geforderten Ansätze
5 Eigene Stellungnahme und Fazit
Die Arbeit untersucht kritisch die historische Entwicklung und den Status quo der Jahresabschlussprüfung in Deutschland vor dem Hintergrund spektakulärer Bilanzskandale und Finanzkrisen. Ziel ist es, die neuen Anforderungen an den Berufsstand der Wirtschaftsprüfer zu beleuchten und eine Einordnung sowie Bewertung möglicher Reformansätze der Europäischen Kommission vorzunehmen.
3.2.2 Risikoorientierter Prüfungsansatz
Dem vorrangigen Grundsatz der Wirtschaftlichkeit und Wesentlichkeit folgt nun auch der derzeit vorherrschende Prüfungsansatz der risikoorientierten Prüfung. Ziel der risikoorientierten Prüfung ist gemäß des Prüfungsstandards IDW PS 200.9 das Treffen von Prüfungsaussagen mit hinreichender Sicherheit unter Beachtung des Grundsatzes der Wirtschaftlichkeit und Wesentlichkeit.
Dabei schafft der § 317 HGB (Gegenstand und Umfang der Prüfung) die Möglichkeit die Prüfung auf wesentliche Fehlaussagen auszurichten, denn das kodifizierte Prüfungsziel ist die Überprüfung der Abschlüsse, ob diese den geltenden Rechnungslegungsvorschriften entsprechen, wobei sich die Prüfung danach auszurichten hat, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, welche sich auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens wesentlich auswirken, bei gewissenhafter Berufsausübung erkannt werden (§ 317 Abs. 1 S. 3).
Diesem Prüfungsansatz immanent ist die Tatsache, dass ein gewisses Restrisiko einer Falschaussage bewusst hingenommen wird. Dieses Restrisiko bemisst sich in der Prüfungspraxis nach der Haftungsübernahme der Berufshaftpflichtversicherung des Abschlussprüfers und beträgt in etwa einer Auftretenswahrscheinlichkeit einer Falschaussage von 5 bis 10 %. Somit hängt die Urteilssicherheit vom Gesamtrisiko ab, dem sog. Prüfungsrisiko.
1 Einführung: Die Arbeit beleuchtet die Diskussion um die Reform des Prüfungswesens, ausgelöst durch bedeutende Unternehmenspleiten und Finanzkrisen, und definiert den Untersuchungsumfang sowie zentrale Begriffe.
2 Ein geschichtlicher Rückblick über die Jahresabschlussprüfung: Dieses Kapitel zeichnet die historische Entwicklung der Prüfung, von den Anfängen der Buchhaltung bis zur Etablierung des modernen Berufsstandes in Deutschland nach.
3 Status Quo der Jahresabschlussprüfung in Deutschland: Es erfolgt eine detaillierte Darstellung der rechtlichen Prüfungspflichten, der angewandten Technik sowie der Instrumente zur Qualitätssicherung und Haftungsregelung.
4 Erkennbare Trends für eine Novellierung der Abschlussprüfung: Das Kapitel analysiert die aktuellen Forderungen und Eckpunkte der Europäischen Kommission zur Reformierung und Harmonisierung der Abschlussprüfung in der EU.
5 Eigene Stellungnahme und Fazit: Der Autor bewertet kritisch die diskutierten Reformansätze und reflektiert die Rolle des Wirtschaftsprüfers in einem zunehmend komplexen Marktumfeld.
Jahresabschlussprüfung, Wirtschaftsprüfer, Bilanzskandale, Finanzkrise, EU-Grünbuch, risikoorientierter Prüfungsansatz, Qualitätssicherung, Haftung, KonTraG, BilMoG, Kapitalmarktorientierung, Corporate Governance, Abschlussprüferaufsichtskommission, Unabhängigkeit, Wirtschaftsprüferkammer
Die Bachelorarbeit analysiert die Entwicklung und den aktuellen Status der Jahresabschlussprüfung in Deutschland im Kontext zunehmender regulatorischer Anforderungen und globaler Krisen.
Zentrale Themen sind die Historie des Prüfungswesens, die aktuelle Gesetzeslage, Methoden der Abschlussprüfung und die von der Europäischen Kommission angestoßenen Reformbestrebungen.
Das Ziel ist eine kritische Betrachtung der neuen Anforderungen an den Berufsstand der Wirtschaftsprüfer sowie die Würdigung der Forderungen nach einer stärkeren Harmonisierung und Regulierung.
Es handelt sich um eine deskriptive und analytische Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturstudie von Gesetzestexten, Fachpublikationen und aktuellen EU-Diskussionspapieren basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in einen historischen Rückblick, eine Bestandsaufnahme der rechtlichen Rahmenbedingungen und Technik der Prüfung sowie eine kritische Würdigung der aktuellen europäischen Reformtrends.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Jahresabschlussprüfung, Wirtschaftsprüfer, Risikoorientierter Prüfungsansatz, Qualitätssicherung und EU-Regulierung charakterisieren.
Der Autor sieht eine Rückkehr zur Vollprüfung kritisch, da sie den Prüfungsaufwand und die Kosten massiv erhöhen würde, ohne zwingend zu einem proportional höheren Sicherheitsgewinn zu führen.
Der Autor betont, dass spezialisiertes Branchenwissen essenziell ist und warnt davor, dass eine zu starke Restriktion oder Zerschlagung der großen Prüfungsnetzwerke zu einem schädlichen Wissensverlust führen könnte.
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