Diplomarbeit, 2014
92 Seiten, Note: 1,7
Jura - Zivilrecht / Handelsrecht, Gesellschaftsrecht, Kartellrecht, Wirtschaftsrecht
A. GEGENSTAND DER ARBEIT
B. FINANZMARKTREGULIERUNG
C. DAS INVESTMENTGESCHÄFT
I INVESTMENTFONDS
II ALTERNATIVE INVESTMENTFONDS
1. GESCHLOSSENE FONDS
2. PRIVATE EQUITY FONDS
3. HEDGE FONDS
III BISHERIGE REGULIERUNG
D. DIE REGULIERUNG ALTERNATIVER INVESTMENTS
I VORGEHEN AUF EUROPÄISCHER EBENE
II EINFÜHRUNG IN DIE AIFM-RICHTLINIE
1. DIE RICHTLINIE 2011/61/EU VOM 8. JUNI 2011
2. ESMA ALS AUFSICHTSBEHÖRDE FÜR AIFM
III ALTERNATIVE INVESTMENTFONDS AUF DEUTSCHER EBENE
1. BISHERIGE GESETZGEBUNG
2. DAS NEUE KAPITALANLAGEGESETZBUCH
3. NEUORDNUNG DER FONDSBRANCHE IN DEUTSCHLAND
4. AIFM-STEUER-ANPASSUNGSGESETZ
IV ANWENDUNGSBEREICH DER AIFM-RICHTLINIE
1. ABGRENZUNG ZUR OGAW-RICHTLINIE
2. REGELUNGSANSATZ: MANAGER ALTERNATIVER INVESTMENTFONDS
3. INTERNATIONALER ANWENDUNGSBEREICH
V REGULIERUNGSANSATZ DES KAGB
1. BEGRIFF DES INVESTMENTVERMÖGENS
2. FONDSTYPEN IM KAGB
a. OGAW Fonds
b. AIF
i Offene und geschlossene AIF
ii Publikums- und Spezial-AIF
c. Besonders geregelte AIF
i Offene Publikums-AIF
ii Geschlossene Publikumsfonds
iii Spezial-AIF
01. Allgemeine offene Spezial-AIF
02. Offener Spezial-AIF mit festen Anlagebedingungen
03. Geschlossener Spezial-AIF
04. Private Equity Fonds
3. ABGRENZUNG DER FREMDVERWALTUNG VON DER SELBSTVERWALTUNG BEI AIF
4. VERWALTUNGSGESELLSCHAFTEN
VI REGELUNGEN ÜBER DIE ZULASSUNG VON AIF-MANAGERN
1. ANFANGSKAPITAL UND EIGENMITTEL
2. GESCHÄFTSFÜHRUNG
a. Zuverlässigkeit
b. Erfahrung
c. Eignung der Inhaber qualifizierter Beteiligungen
3. AUSNAHMEN
a. Bereichsausnahmen
b. Kleine oder risikoarme Investmentfonds
i EUR 100 Mio. - Schwelle bei Hebelung
ii EUR 500 Mio. - Schwelle ohne Hebelung
iii Verhältnis zwischen den Schwellenwerten
iv Berechnung der Schwellenwerte
c. Konzernprivileg
4. REGULIERUNGSFREIRÄUME DER MITGLIEDSTAATEN
VII BEDINGUNGEN FÜR DIE AUSÜBUNG DER TÄTIGKEIT DER AIF-MANAGER
1. ALLGEMEINE ANFORDERUNGEN
a. Verhaltensanforderungen
b. Anlegerinteressen
c. Faire Behandlung der Anleger
2. VERGÜTUNG
3. INTERESSENKONFLIKTE
4. RISIKOMANAGEMENT
a. Risiken bei AIF
b. Funktionale und hierarchische Trennung
c. Organisation des Risikomanagements
d. Verhältnismäßigkeit
e. Angemessenheit des Risikomanagementsystems
f. Due Diligence
5. LIQUIDITÄTSMANAGEMENT
a. Angemessenes Liquiditätsmanagement
b. Überwachung und Steuerung
c. Stresstest
6. ALLGEMEINE ORGANISATIONSPFLICHTEN
a. Proportionalitätsprinzip
b. Personelle und technische Ressourcen
c. Ordnungsgemäße Verwaltung und Buchhaltung
d. Angemessene interne Kontrollverfahren
e. Mitarbeitergeschäfte
f. Aufzeichnungspflicht
7. BEWERTUNG
8. AUSLAGERUNG VON FUNKTIONEN DES AIFM
a. Zweck der Auslagerung
b. Auslagerung von Portfolio- oder Risikomanagements
c. Auslagerung in Drittstaaten
9. VERWAHRSTELLE
a. Zulässige Institutionen
b. Aufgaben
c. Beauftragung
d. Unterverwahrung
e. Haftung
10. TRANSPARENZANFORDERUNGEN
a. Jahresbericht
b. Informationspflicht gegenüber Anlegern
c. Informationspflicht gegenüber zuständigen Behörden
VIII SONDERREGELUNGEN
1. BESONDERHEITEN BEI ALTERNATIVEN INVESTMENTFONDS MIT HEBEL
2. SONDERVORSCHRIFTEN FÜR PRIVATE EQUITY
a. Mitteilungs- und Informationspflicht
b. Jahresbericht
c. Asset-Stripping
IX VERTRIEB UND VERWALTUNG VON ALTERNATIVEN INVESTMENTFONDS
1. EU-AIF
a. Vertrieb im Herkunftsmitgliedstaat des AIFM
b. Vertrieb in anderen Mitgliedstaaten als dem Herkunftsmitgliedstaat des AIFM
c. Verwaltung von EU-AIF aus anderen Mitgliedstaaten als dem Herkunftsmitgliedstaat des AIFM
2. REGELUNGEN MIT BEZUG ZU DRITTSTAATEN
a. Referenzmitgliedstaat
b. Bestimmung des Referenzmitgliedstaates
c. Änderung des Referenzmitgliedstaates
3. ZULASSUNG BEI DRITTLANDBEZUG
a. Verwaltung von Nicht-EU AIF durch AIFM
b. Vertrieb von Nicht-EU AIF durch AIFM
c. Verwaltung von AIF durch Nicht-EU AIFM
d. Vertrieb von AIF durch Nicht-EU-AIFM
4. DER VERTRIEB ALTERNATIVER INVESTMENTFONDS IN DEUTSCHLAND
X ÜBERGANGSBESTIMMUNGEN IN DEUTSCHLAND
E. SCHLUSS
I ZUSAMMENFASSUNG
II FAZIT
Die vorliegende wissenschaftliche Arbeit analysiert das neue europäische und deutsche Recht der Alternativen Investmentfonds, insbesondere die Regulierung durch die AIFM-Richtlinie und das deutsche Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB). Die Arbeit untersucht, ob diese neuen regulatorischen Anforderungen ihr Ziel erreichen, systemische Risiken auf den Finanzmärkten zu reduzieren und den Anlegerschutz zu verbessern, ohne dabei den fairen Wettbewerb oder die Effizienz der Branche zu gefährden.
C. Das Investmentgeschäft
Unter dem Investmentgeschäft im Allgemeinen versteht man eine Vermögensverwaltung nach den Prinzipien der Risikodiversifizierung, der Fremdverwaltung und der kollektiven Kapitalanlage. Ursprünglich entstand das Investmentgeschäft als ein Anlageinstrument für Kleinanleger. Durch eine erhebliche Verbreiterung des Angebots, eine stärkere Spezialisierung und Individualisierung sowie Einführung neuer Produkte zählen jedoch heute nicht mehr nur eher risikoscheue Kleinanleger zu den Anlegern, sondern auch erfahrenere, risikofreudigere Anlegerschichten und institutionelle Investoren. Seit 1997 übertreffen die für institutionelle Investoren reservierten Spezialfonds das in Publikumsfonds angelegte Volumen erheblich.
Unter Risikodiversifizierung ist eine Streuung von Gewinnchancen und Verlustrisiken zu verstehen, welche durch eine Diversifikation des Anlagenvermögens in mehrere Vermögenstitel ermöglicht wird. Dabei belässt es eine effiziente Portfolio-Diversifizierung nicht dabei, die Anlagen nach dem Zufallsprinzip in möglichst viele Titel zu streuen, sondern trifft eine Auswahl und Gewichtung von Titeln, die in ihrem Risikoverhalten möglichst niedrig korrelieren. Da besonders Kleinanleger einzeln die Größenordnungen nicht erreichen oder eine individuelle Vermögensverwaltung zu teuer ist, bietet das Investmentgeschäft die Möglichkeit, gemeinsam mit anderen in einen Fonds zu investieren und damit an einer kollektiven Vermögensverwaltung zu partizipieren. Die Gestaltung eines effizienten Portfolios ist höchst komplex und mit hohem Aufwand verbunden, so dass es sich um eine meist fremdverwaltete Anlageform handelt. Dabei erschöpft sich die Dienstleistung nicht in der Erstellung und Verwaltung eines effizienten Portfolios. Das Portfolio-Management setzt eine vorherige Definition des Anlageziels voraus, um der Risikotoleranz eines Anlegers das für ihn optimale Portfolio zu bieten. Ziel ist eine effiziente Vermögensverwaltung, die versucht, unter einem gegebenen Risiko-/Renditeverhältnis ein optimales Resultat zu erwirtschaften.
A. GEGENSTAND DER ARBEIT: Einführung in die aktuelle Bedeutung der Finanzmarktregulierung und Darstellung des Strukturwandels im deutschen und europäischen Investmentrecht.
B. FINANZMARKTREGULIERUNG: Analyse der Ursachen der Finanzkrise, des Begriffs der Regulierung und der Rolle des Staates bei der Gewährleistung der Finanzmarktstabilität.
C. DAS INVESTMENTGESCHÄFT: Erläuterung der Grundlagen der Vermögensverwaltung durch kollektive Kapitalanlagen und der Entwicklung von Spezial- und Publikumsfonds.
D. DIE REGULIERUNG ALTERNATIVER INVESTMENTS: Detaillierte Untersuchung des regulatorischen Rahmens durch die AIFM-Richtlinie und das deutsche KAGB, inklusive Anforderungen an Manager und Fonds.
E. SCHLUSS: Zusammenfassende Bewertung der neuen Regulierung und Fazit zur zukünftigen Entwicklung der Fondsbranche unter den verschärften Aufsichtsbedingungen.
AIFM-Richtlinie, KAGB, Investmentfonds, Finanzmarktregulierung, Anlegerschutz, Risikomanagement, Verwahrstelle, Alternative Investmentfonds, Private Equity, Hedgefonds, Liquiditätsmanagement, Transparenzpflichten, Due Diligence, Systemisches Risiko, Aufsichtsbehörde
Die Arbeit befasst sich mit der Regulierung von Alternativen Investmentfonds (AIF) durch die europäische AIFM-Richtlinie und deren Umsetzung in deutsches Recht durch das neue Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB).
Zentrale Themen sind die Notwendigkeit einer Finanzmarktregulierung, die Anforderungen an AIF-Manager, die Organisation der Verwahrstelle sowie spezifische Regelungen für Private Equity und Hedgefonds.
Ziel ist es zu untersuchen, wie die neuen regulatorischen Vorschriften zur Stabilität der Finanzmärkte und zum Schutz der Anleger beitragen und welche Auswirkungen dies auf die Fondsbranche hat.
Die Arbeit stützt sich auf eine juristische und ökonomische Analyse des regulatorischen Rahmens, basierend auf Gesetzesquellen, Richtlinien und einschlägiger Fachliteratur.
Der Hauptteil analysiert detailliert die Anwendungsbereiche, die Zulassungsvoraussetzungen für Manager, die internen Organisationspflichten, das Risikomanagement und die besonderen Anforderungen an den Vertrieb.
Wesentliche Begriffe sind AIFM-Richtlinie, KAGB, Anlegerschutz, Risikomanagement, alternative Investments und Aufsichtsrecht.
Das KAGB unterscheidet nach der Rückgabemöglichkeit der Anteile: AIF, deren Anleger mindestens einmal pro Jahr das Recht auf Rückgabe ihrer Anteile haben, gelten als offene Fonds, alle anderen als geschlossene.
Die BaFin fungiert als Aufsichtsbehörde, die Erlaubnisse erteilt, Zulassungsanträge prüft und die Einhaltung der strengen Anforderungen an Organisation, Risikomanagement und Transparenz überwacht.
Das Konzernprivileg besagt, dass die AIFM-Richtlinie nicht auf Manager anzuwenden ist, wenn diese lediglich innerhalb ihres eigenen Konzerns (Mutter- oder Tochtergesellschaften) Vermögen verwalten.
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