Examensarbeit, 2014
69 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1 Forschungsstand
1.2 Ziele und Aufbau der Arbeit
2. Die Christdemokratie in Westeuropa
2.1 Entstehungsgeschichte
2.2 Ideologie
2.3 Programmatik
2.3.1 Familienpolitik
2.3.2 Wirtschaftspolitik
2.3.3 Sozialpolitik
2.4 Organisationsstruktur und Wählerspektrum
2.5 Zwischenfazit
3. Die Christdemokratie in Italien
3.1 Die erste christdemokratische Partei PPI
3.2 Die Entstehung der Democrazia Cristiana (DC)
3.3 Struktur und Programmatik der DC
3.4 Auflösung
4. Die Forza Italia
4.1 Die Entstehung der Forza Italia
4.2 Ideologie
4.3 Programmatik
4.3.1 Familienpolitik
4.3.2 Wirtschaftspolitik
4.3.3 Sozialpolitik
4.4 Organisationsstruktur und Wählerspektrum
5. Konklusion
Die vorliegende Arbeit untersucht die Frage, ob Silvio Berlusconis Partei "Forza Italia" als christdemokratische Partei im traditionellen Sinne eingeordnet werden kann, indem sie die ideologischen, strukturellen und programmatischen Kernelemente der Christdemokratie als Vergleichsmaßstab heranzieht.
4.1 Die Entstehung der Forza Italia
„Wir sind im Begriff, eine Nicht-Partei zu konstruieren, eine Bewegung im amerikanischen Stil, die weithin Zweige ausbilden soll. Weder Parteisektionen noch ein Parteiapparat noch innerparteiliche Strömungen werden existieren. Zusammengehalten wir die Partei von den Individuen, von den einzelnen Persönlichkeiten, die in jedem Bezirk den liberaldemokratischen Ideen Gesicht und Stimme verleihen werden. Wir haben bereits Dutzende von Umfragen durchgeführt und sind dabei, diese zu analysieren“. (Fix 1994 : 201)
Dieses Zitat von Gianni Pilo, dem damaligen Hauptverantwortlichen für die Strategie und Organisation der Forza Italia macht bereits deutlich aus welchen Kernelementen ihre Politik bestehen wird und wieso sie den sprunghaften Aufstieg in die Politik geschafft hat. Eine Alternative zum alten politischen System darstellen, keine Partei im eigentlichen Sinne sein, dem Individuum den Vorrang gegenüber der Gemeinschaft zu geben und die Nutzung von marketingtechnischen Strategien, wie Umfragen, sind die Elemente die Pilo hier bereits anspricht und welche für eine grobe Zusammenfassung der FI sehr zutreffend sind.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Geschichte der Christdemokratie ein und erläutert die Zielsetzung der Arbeit, die Forza Italia auf ihre christdemokratischen Merkmale hin zu untersuchen.
2. Die Christdemokratie in Westeuropa: Dieses Kapitel definiert die ideologischen und strukturellen Grundlagen der Christdemokratie anhand der Themen Geschichte, Ideologie, Programmatik sowie Organisationsstruktur.
3. Die Christdemokratie in Italien: Hier wird die historische Entwicklung der italienischen Christdemokratie von der PPI bis zur DC beleuchtet, inklusive der Gründe für den Aufstieg und Untergang der Partei.
4. Die Forza Italia: Dieses zentrale Kapitel analysiert die Forza Italia auf Basis der im zweiten Kapitel definierten Kategorien und untersucht deren Entstehung, Ideologie, Programmatik und Struktur.
5. Konklusion: Die Konklusion führt die Ergebnisse der Analysen zusammen und beantwortet die Forschungsfrage, ob die Forza Italia tatsächlich als christdemokratische Partei eingestuft werden kann.
Christdemokratie, Forza Italia, Democrazia Cristiana, Silvio Berlusconi, Parteienforschung, Westeuropa, Italien, Ideologie, Programmatik, Struktur, Volkspartei, Politische Systeme, Sozialpolitik, Familienpolitik, Wirtschaftspolitik.
Die Hausarbeit analysiert, inwieweit die Forza Italia unter der Führung von Silvio Berlusconi als christdemokratische Partei klassifiziert werden kann.
Die Schwerpunkte liegen auf den Kernelementen der christdemokratischen Ideologie und Programmatik im Vergleich zu den politischen Ausprägungen der Forza Italia.
Das Ziel ist es, festzustellen, ob Berlusconis politische Formation trotz ihrer Abgrenzung von traditionellen Parteistrukturen als Teil der christdemokratischen Parteienfamilie betrachtet werden kann.
Es wird eine vergleichende Analyse angewandt, indem ein Analyseraster aus der Theorie der Christdemokratie auf die spezifische historische und politische Entwicklung der Forza Italia übertragen wird.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Christdemokratie, eine historische Einordnung der italienischen DC sowie eine detaillierte Untersuchung von Ideologie, Programmatik und Struktur der Forza Italia.
Die Arbeit fokussiert sich maßgeblich auf Begriffe wie Christdemokratie, Forza Italia, politische Transformation in Italien sowie die spezifische Rolle Silvio Berlusconis.
Der Autor führt aus, dass die Forza Italia zwar christliche Werte propagiert, dies jedoch primär kalkuliert erfolgt, um die katholische Wählerschaft und den Vatikan als politische Faktoren nicht zu verlieren.
Die Struktur wird als entscheidendes Unterscheidungsmerkmal hervorgehoben, da die Forza Italia als "Anti-Partei" bzw. "Bewegung" konzipiert wurde und im Gegensatz zur DC kaum innerparteiliche Demokratie oder Strömungen (Correnti) zulässt.
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