Bachelorarbeit, 2013
68 Seiten, Note: 2,0
Jura - Zivilrecht / Handelsrecht, Gesellschaftsrecht, Kartellrecht, Wirtschaftsrecht
1. Einleitung
2. Fragestellung
3. Zielsetzung
4. Der Insolvenzverwalter
4.1 Historische Entwicklung
4.1.1 Die Concursordnung
4.1.2 Die Kaiserliche Verordnung
4.1.3 Die Reformen
4.2 Rechtliche Grundlagen
4.3 Aufgabenbereich
4.3.1 Person
4.3.2 Aufgaben
4.3.3 Entlohnung
4.3.4 Ablehnung und Ende des Amtes
4.4 Masseverwalter
4.5 Sanierungsverwalter
5. Tätigkeit in Wirtschaft und Recht
5.1 Abgrenzung Wirtschaft und Recht
5.2 Wirtschaftliche Rechtsbetrachtung
5.3 Rechtliche Wirtschaftsbetrachtung
5.4 Iudex non calculat
6. Die Rolle des Insolvenzverwalters
6.1 Bestellung
6.2 Konkurs oder Sanierung
6.2.1 Akteure
6.2.2 Prüfphase
6.2.3 Berichtstagsatzung
6.2.4 Entscheidungsgrundlagen
6.3 Abwicklung
6.3.1 Unternehmensfortführung
6.3.2 Sanierungsverfahren
6.3.3 Masse
6.3.4 Ende
6.4 Kontrolle und Haftung
6.5 Praxis
7. Konklusion
Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle und den Aufgabenbereich des Insolvenzverwalters im Spannungsfeld zwischen rechtlichen Anforderungen und wirtschaftlichen Notwendigkeiten. Dabei wird der Fokus auf die Bedeutung betriebswirtschaftlicher Kenntnisse bei der Entscheidung über die Unternehmensfortführung oder -schließung gelegt.
6.2.1 Akteure
Der Insolvenzverwalter hat mit einer großen Anzahl an verschiedenen Akteuren zu tun. Folgende Abbildung soll einen Überblick darüber geben.
Alle Gläubiger bilden die Gläubigerversammlung gem § 91 ff IO. Sie wird vom Insolvenzgericht einberufen und geleitet und fasst Beschlüsse über die weitere Vorgangsweise wie Fortführung oder Schließung des Unternehmens und Sanierungsplan.176
Der Insolvenzverwalter erhält die erforderlichen Unterlagen vom bisherigen Eigentümer oder Geschäftsführer bzw Geschäftsführung, die zwar die am besten informierte Interessensgruppe bildet, jedoch aufgrund einer Fehleinschätzung von Erfolgschancen und Risiken als Informationsquelle gleichzeitig problematisch anzusehen ist. Ebenfalls fraglich sind bisherige Berater als Unterstützung, ist doch auch deren bisherige Rolle zu hinterfragen.177
Die besten Informationen erhält der Insolvenzverwalter von der Belegschaft, „vor allem was die zweite Führungsebene sagt, ist ganz wesentlich.“178
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Motivation der Autorin sowie die Forschungsfrage, inwiefern sich die Insolvenzabwicklung nach dem IRÄG wirtschaftlich und rechtlich verändert hat.
2. Fragestellung: Das Kapitel präzisiert die Forschungsfragen hinsichtlich der Rolle des Insolvenzverwalters und der Bedeutung betriebswirtschaftlichen Wissens.
3. Zielsetzung: Hier wird der theoretische Rahmen abgesteckt, um den Wandel des Insolvenzverwalters vom Konkurs- und Ausgleichsverwalter hin zum modernen Sanierer zu analysieren.
4. Der Insolvenzverwalter: Dieses Kapitel behandelt die historische Genese, rechtliche Grundlagen, Aufgabenbereiche sowie die spezifischen Rollen als Masse- oder Sanierungsverwalter.
5. Tätigkeit in Wirtschaft und Recht: Die Analyse konzentriert sich auf die Wechselwirkungen zwischen Rechts- und Wirtschaftswissenschaften im Insolvenzkontext.
6. Die Rolle des Insolvenzverwalters: Ein praxisorientierter Teil, der Bestellung, Abwicklung von Konkursen und Sanierungen, sowie die Kontrolle und Haftung detailliert darlegt.
7. Konklusion: Das Fazit fasst zusammen, dass die Komplexität des Insolvenzrechts zunehmend betriebswirtschaftliches Know-how fordert und die Transparenz der Verfahren weiter verbessert werden sollte.
Insolvenzverwalter, Insolvenzrecht, Konkursverfahren, Sanierungsverfahren, Unternehmensfortführung, Insolvenzmasse, Wirtschaft, Recht, Gläubigerschutz, Sanierungsplan, Insolvenzordnung, betriebswirtschaftliche Kenntnisse, Transparenz, Liquidation, Rechtsprechung.
Die Arbeit analysiert die Rolle des Insolvenzverwalters im österreichischen Insolvenzrecht und untersucht, wie sich diese durch gesetzliche Reformen und wirtschaftliche Anforderungen gewandelt hat.
Die Themen umfassen die historische Entwicklung des Insolvenzrechts, die rechtlichen Grundlagen der Verwaltertätigkeit, die Abgrenzung von Wirtschafts- und Rechtsbetrachtung sowie die praktische Abwicklung von Insolvenzverfahren.
Ziel ist es zu erörtern, ob an Insolvenzverwalter neue betriebswirtschaftliche Anforderungen gestellt werden und wie diese in der Praxis bewältigt werden können.
Die Arbeit basiert auf der Analyse von Fachliteratur, aktueller Judikatur sowie der Auswertung öffentlich verfügbarer Unterlagen und Statistiken zum Insolvenzgeschehen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Verwalterrolle (Masse- vs. Sanierungsverwalter), die Abgrenzung von ökonomischen und juristischen Aspekten sowie die prozessualen Schritte von der Bestellung bis zur Beendigung des Verfahrens.
Kernbegriffe sind Insolvenzverwalter, Sanierungsverfahren, Unternehmensfortführung und das Spannungsfeld zwischen Recht und Wirtschaft.
Während der Masseverwalter primär mit der Verwertung betraut ist, liegt beim Sanierungsverwalter der Fokus auf der Begleitung des Schuldners zur Unternehmenssanierung im Rahmen einer Eigenverwaltung.
Die Autorin kritisiert die mangelnde Transparenz bei der Auswahl von Insolvenzverwaltern durch Richter und fordert eine Offenlegung der Entscheidungsgrundlagen statt nur der Pflichteintragungen in der Liste.
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