Bachelorarbeit, 2014
77 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Bilingualer Spracherwerb
2.1 Externe Phänomene
2.1.1 Erwerbsformen
2.1.2 Erwerbsstand
2.2 Interne Phänomene
2.2.1 Transfer und Interferenz
2.2.2 Code-switching
2.3 Theorien
2.3.1 Sprachsystem
2.3.2 Spracherwerb durch Sprachgebrauch
3 Sprachdominanz
3.1 Charakterisierung
3.1.1 Starke Sprache
3.1.2 Schwache Sprache
3.2 Einflussfaktoren
3.2.1 Familie
3.2.2 Kindergarten
3.2.3 Spezifische Kultur
3.3 Interne Phänomene
3.4 Kriterien zur Messung von Sprachdominanz
3.4.1 Quantitative Kriterien
3.4.2 Qualitative Kriterien
4 Methode
4.1 Hypothesen und Zielsetzungen
4.2 Design der Studie
4.3 Auswahl der Stimuli
4.4 Fragebogen an die Eltern
4.5 Vorstudie
4.6 Durchführung der Studie
5 Ergebnisse
5.1 Quantitative Analyse
5.2 Qualitative Analyse
5.2.1 Deutsch-dominante Kinder
5.2.2 Spanische-dominante Kinder
5.2.3 Balanciert-bilinguale Kinder
5.3 Diskussion
6 Schluss
Diese Arbeit untersucht die Sprachdominanz bei bilingualen Kindern im Kindergartenalter, die mit Deutsch und Spanisch aufwachsen, um zu erforschen, ob Erfahrungen im Kontakt mit den verschiedenen Kulturen das Lexikon beeinflussen und eine Sprachdominanz konstituieren können.
1 Einleitung
Interkulturalität wird heutzutage in ganz Europa groß geschrieben. Insbesondere Deutschland ist aufgrund seiner erfolgreichen Wirtschaft zu einer der größten Einwanderergesellschaften dieses Kontinents geworden (vgl. Wisdorff 2014). Neben der Mischung verschiedener Kulturen kommt es automatisch zur Mischung verschiedener Sprachen. Kinder aus Familien mit Migrationshintergrund haben dadurch die Chance, (mindestens) zweisprachig und im Kontakt zu zwei oder mehreren Kulturen aufzuwachsen.
Zweisprachigkeit wurde jedoch nicht immer als Chance betrachtet. Vielmehr gab es bis in die 1950er Jahre hinein Autoren, die davor warnten, Kinder mit mehr als nur einer Sprache aufwachsen zu lassen. Argumente, Kinder seien mit einer zweiten Muttersprache überfordert, würden öfter stottern oder seien weniger intelligent, wurden schon lange entkräftet (vgl. Kielhöfer/Jonekeit 1993: 9). Heute wird das Phänomen der Mehrsprachigkeit vor allem als Chance betrachtet, sich in unserer interkulturellen Gesellschaft leichter zurechtzufinden. Auch der gemeinsame europäische Referenzrahmen (Europarat 2001: 17) sieht zwischen Kultur und Mehrsprachigkeit einen signifikanten Zusammenhang:
Mehrsprachigkeit [...] betont die Tatsache, dass sich die Spracherfahrung eines Menschen in seinen kulturellen Kontexten erweitert [...]. Diese Sprachen und Kulturen werden aber nicht in strikt voneinander getrennten mentalen Bereichen gespeichert, sondern bilden vielmehr gemeinsam eine kommunikative Kompetenz, zu der alle Sprachkenntnisse und Spracherfahrungen beitragen und in der die Sprachen miteinander in Beziehung stehen und interagieren. (Europarat 2001: 17)
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Bedeutung der Mehrsprachigkeit in der modernen Gesellschaft und leitet die Forschungsfrage zur Untersuchung der Sprachdominanz bei bilingualen Kindern ein.
2 Bilingualer Spracherwerb: Dieses Kapitel stellt theoretische Grundlagen vor, darunter externe Phänomene wie Erwerbsformen, interne Aspekte wie Transfer und Interferenz sowie Ansätze zur Sprachentwicklung.
3 Sprachdominanz: Hier werden die Konzepte der starken und schwachen Sprache charakterisiert, Einflussfaktoren wie Familie und Kindergarten diskutiert sowie Kriterien zur Messung der Sprachdominanz vorgestellt.
4 Methode: Dieses Kapitel dokumentiert die Datenerhebung der Studie, inklusive der Hypothesenbildung, der Auswahl der Stimuli, der Vorstudie und der praktischen Durchführung in den Kindergärten.
5 Ergebnisse: Die Ergebnisse präsentieren die quantitative und qualitative Analyse der erhobenen Daten, unterteilt in verschiedene Dominanzkategorien, sowie eine anschließende Diskussion der Befunde.
6 Schluss: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und betont die Chancen bilingualer Erziehung vor dem Hintergrund interkultureller gesellschaftlicher Entwicklungen.
Bilingualer Spracherwerb, Sprachdominanz, Sprachmischung, Code-switching, Interferenz, Transfer, Bilingualer Kindergarten, Erstsprache, Zweisprachigkeit, Sprachentwicklung, Lexikonerwerb, Soziolinguistik, Psycholinguistik, Sprachentrennung, Sprachperformanz
Die Arbeit befasst sich mit der Untersuchung der Sprachdominanz bei bilingualen Kindern, die Deutsch und Spanisch als Erstsprachen erwerben.
Die Arbeit behandelt den bilingualen Spracherwerb, die verschiedenen Phänomene wie Interferenz und Code-switching sowie die Faktoren, die zur Ausprägung einer dominanten Sprache beitragen.
Das Ziel ist zu erforschen, ob kulturelle Erfahrungen der Kinder im Kontakt mit ihren verschiedenen Sprachumgebungen dazu führen, dass sich eine Sprachdominanz im Lexikon ausbildet.
Die Autorin kombiniert eine quantitative Analyse der korrekten Benennungen von Stimuli mit einer qualitativen Analyse von Audioaufnahmen und Informationen aus Elternfragebögen.
Im Hauptteil werden zunächst theoretische Grundlagen (Theorien zum Spracherwerb) dargelegt, gefolgt von der methodischen Vorgehensweise und schließlich der detaillierten Analyse der Ergebnisse einzelner Kinder.
Zu den zentralen Begriffen gehören Sprachdominanz, Code-switching, Bilinguismus und die Einflussfaktoren Familie sowie der Besuch eines bilingualen Kindergartens.
Der Kindergarten wird als wichtiger Einflussfaktor der Umgebungssprache betrachtet; die Studie untersucht dabei Unterschiede zwischen Kindern aus bilingualen und monolingualen Einrichtungen.
Die Kinder werden nach ihrer Sprachleistung und den Ergebnissen der Analyse in die Kategorien „deutsch-dominant“, „spanisch-dominant“ oder „balanciert-bilingual“ eingeteilt.
Die Autorin argumentiert, dass „Code-mixing“ bei Kindern oft eine negative Konnotation mangelnder Sprachkompetenz trägt, während „Code-switching“ als gezielte kommunikative Fähigkeit akzeptiert ist.
Diese Stimuli wurden eingesetzt, um zu prüfen, ob bestimmte Begriffe, die eng mit einer Kultur verknüpft sind, als Auslöser für Sprachwechsel dienen können.
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