Bachelorarbeit, 2014
68 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1. 1 Themenbeschreibung
1. 2 Forschungsstand
1. 3 Forschungsfrage und Hypothesen
1. 4 Methodik
1. 5 Gliederung sowie verwendete Quellen und Literatur
2 Japans demografischer Wandel als gesellschaftliches und politisches Thema
2. 1 Derzeitige Situation, Probleme und Ursachen des Wandels
2. 2 Problembewusstsein und familienpolitische Gegenmaßnahmen von 1990 bis 2012
2. 3 Familienpolitische Gegenmaßnahmen unter Abe Shinzō
3 Die Berichterstattung zu Maßnahmen gegen den demografischen Wandel
3. 1 Yomiuri Shinbun
3. 1. 1 Unterstützung bei der Kindererziehung
3. 1. 2 Vereinbarkeit von Berufs- und (Familien-)Leben
3. 1. 3 Sonstige Themen
3. 2 Asahi Shinbun
3. 2. 1 Unterstützung bei der Kindererziehung
3. 2. 2 Vereinbarkeit von Berufs- und Familienleben
3. 2. 3 Sonstige Themen
4 Auswertung
4. 1 Quantitative Auswertung
4. 2 Qualitative Auswertung
4. 2. 1 Erste Hochphase: Das „Frauennotizbuch“
4. 2. 2 Zweite Hochphase: Die Erweiterung des Erziehungsurlaubs
4. 2. 3 Dritte Hochphase: Die Mehrwertsteuererhöhung
4. 2. 4 Vierte Hochphase: Die Zwischenrufe im Stadtrat von Tokio
4. 3 Zusammenfassung und Gründe für die Themenwahl der Hochphasen
5 Fazit
Die Arbeit untersucht, wie in den Online-Ausgaben der japanischen Tageszeitungen Asahi Shinbun und Yomiuri Shinbun über die familienpolitischen Maßnahmen der Regierung Abe zur Bekämpfung der sinkenden Geburtenrate berichtet wird, um die mediale Sichtweise und eine mögliche Bewertung der Wirksamkeit dieser Maßnahmen zu analysieren.
1. 1 Themenbeschreibung
Der demografische Wandel ist für fast alle modernen Industrienationen ein nach wie vor aktuelles Thema. Japan nimmt hierbei eine Sonderstellung ein, denn es hat die weltweit höchste Lebenserwartung bei einer der niedrigsten Geburtenraten und ist das Land, in dem der demografische Wandel am weitesten fortgeschritten und am schnellsten verlaufen ist (Rockmann 2011:44).
Kinder unter 15 Jahren nehmen im Jahr 2014 nur noch 15 Prozent der japanischen Gesellschaft ein (Kingston 2014:189), während 25 Prozent der Japaner über 65 Jahre alt sind (National Institute of Population and Social Security Research 2014:1). Da seit 2007 die Anzahl der Geburten jedes Jahr niedriger als die der Toten ist (MHLW 2013:89), wird die japanische Bevölkerung langfristig immer weiter schrumpfen, was erhebliche Probleme für Wirtschaft und Sozialversicherungssystem zur Folge hat (Rockmann 2011:19-20). Japan gehört seit 1990 zu den sogenannten very low fertility countries (Atō 2011:151), das heißt, dass seit diesem Jahr konstant weniger als 1,5 Kinder pro Frau geboren werden und sich das Land stärker und schneller als andere Länder mit daraus resultierenden ökonomischen und sozialen Problemen konfrontiert sieht (Atō 2011:151).
Zwar gab es immer schon Bevölkerungsveränderungen, doch waren dafür besondere Ereignisse wie Hungersnöte oder Kriege verantwortlich. Japans Geburtenrate sinkt heute trotz eines sehr hohen Lebensstandards (Rockmann 2011:21-22). Im Allgemeinen gilt eine offene Migrationspolitik als Lösungsansatz, da sie wirtschaftliche Probleme einfach und schnell abfedern kann (Rockmann 2011:30). Doch Zuwanderer müssten jung und hochqualifiziert sein, um den Fachkräftemangel sinnvoll ausgleichen zu können, was bei der benötigten Zuwandereranzahl kaum umsetzbar ist (Rockmann 2011:33). Oft fehlt zudem die Akzeptanz von Einwanderung, weil eine gescheiterte Integration das Sozialversicherungssystem zusätzlich belasten kann, wofür Deutschland in Japan als Mahnbeispiel gilt (Rockmann 2011:33-34).
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des demografischen Wandels in Japan ein, definiert die Forschungsfrage bezüglich der medialen Berichterstattung und erläutert die methodische Vorgehensweise.
2 Japans demografischer Wandel als gesellschaftliches und politisches Thema: Das Kapitel bietet einen Überblick über die Ursachen des demografischen Wandels, die bisherige politische Entwicklung der Familienpolitik seit 1990 und die spezifischen Maßnahmen unter der Regierung Abe.
3 Die Berichterstattung zu Maßnahmen gegen den demografischen Wandel: Hier erfolgt eine detaillierte, themenbasierte Darstellung und Analyse der Artikel aus der Yomiuri Shinbun und der Asahi Shinbun zu verschiedenen Schwerpunkten wie Kindererziehung und Vereinbarkeit von Beruf und Familie.
4 Auswertung: In diesem Kapitel werden die Ergebnisse der quantitativen und qualitativen Untersuchung zusammengeführt, um Unterschiede und Gemeinsamkeiten in der Berichterstattung der beiden Zeitungen sowie Gründe für bestimmte Themen-Hochphasen aufzuzeigen.
5 Fazit: Das Fazit beantwortet die zentrale Forschungsfrage und diskutiert, inwiefern die aufgestellten Hypothesen durch die Analyse der Berichterstattung bestätigt oder widerlegt wurden.
Japan, demografischer Wandel, Familienpolitik, Abe Shinzō, Geburtenrate, Yomiuri Shinbun, Asahi Shinbun, Medienanalyse, Kindererziehung, Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Work-Life Balance, Frauenrolle, Sozialversicherung, Bevölkerungspolitik, shōshika taisaku
Die Arbeit untersucht die mediale Darstellung der japanischen Familienpolitik unter Premierminister Abe Shinzō mit dem Ziel, herauszufinden, wie die beiden führenden Tageszeitungen Asahi Shinbun und Yomiuri Shinbun über Maßnahmen gegen den Geburtenrückgang berichten.
Die Arbeit fokussiert sich primär auf die "Unterstützung bei der Kindererziehung" und die "Vereinbarkeit von Berufs- und Familienleben" als zentrale familienpolitische Aspekte, untersucht aber auch die Einflüsse von Frauenbildern und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.
Das primäre Ziel ist es, zu analysieren, ob und wie japanische Tageszeitungen die staatlichen familienpolitischen Maßnahmen bewerten und ob sich dabei Unterschiede zwischen den unterschiedlichen Ausrichtungen der beiden untersuchten Zeitungen feststellen lassen.
Es wird die medienwissenschaftliche Methode der Aussagenanalyse angewandt, die sowohl quantitative Verfahren zur Ermittlung der Themenintensität als auch qualitative Verfahren zur inhaltlichen Untersuchung der Berichterstattung umfasst.
Im Hauptteil erfolgt eine themenbezogene Analyse der Zeitungsartikel, unterteilt in die beiden Zeitungen und Kategorien wie Unterstützung bei der Kindererziehung und Vereinbarkeit von Beruf und Familie, ergänzt durch eine Auswertung der Berichterstattungshochphasen.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie "shōshika taisaku" (Maßnahmen gegen die sinkende Geburtenrate), "Work-Life Balance", "Familienpolitik" und die Analyse der "öffentlichen Wahrnehmung" charakterisiert.
Beide Zeitungen berichten weitgehend kritisch über das "Frauennotizbuch" (josei techō), wobei die Kritik vor allem darauf abzielt, dass der Vorschlag ein rückschrittliches Familienbild propagiere und die Verantwortung für Kindererziehung einseitig den Frauen zuschreibe.
Überraschenderweise ergab die Analyse, dass sich die Berichterstattung der konservativen Yomiuri Shinbun und der liberalen Asahi Shinbun in quantitativer wie qualitativer Hinsicht sehr ähnlich ist, was der westlichen Forschungsannahme einer homogenen, unkritischen japanischen Medienlandschaft teilweise widerspricht.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

