Fachbuch, 2013
102 Seiten
EINLEITUNG
AUFSÄTZE ZUR METHODIK DER PSYCHOLOGIE
Erkenntnisgewinn: Auf der Suche nach der richtigen Methode
Fragen – Spielräume
Die Skater vom Kölner Dom: Fehlerbewältigung am praktischen Beispiel
AUFSÄTZE ZUR KREATIVITÄT
Psychologische Grundlagen der Kreativität
Der kreative Impuls: Umgang mit Blockaden
Visionsarbeit: Techniken der Versprachlichung
Kreative Verstörungen: Wie Kreativität auf die Gesellschaft wirkt
AUFSÄTZE ZU PSYCHOLOGIE UND RELIGION
Kreativität und Gottglaube
Rituale heute
AUFSÄTZE ZUR ARCHITEKTURPSYCHOLOGIE
Der getaktete Mensch: Über die Rolle der Psychologie in der Architektur
Vom Mythos des unfertigen Raumes
Das Modell: Gullivers Reise in die Welt der Architektur
Auf der Suche nach dem vollkommenen Maß
Der soziale Raum
Über die Versuchung des mathematischen und ästhetischen Raumes
Planungsprozesse von Mehrgenerationenhäusern
Patensysteme in Mehrgenerationenhäusern
Räume für Kinder: Wichtige architekturpsychologische Qualitäten
AUFSÄTZE ZU GESELLSCHAFTLICHEN FRAGEN
Das Konzept Golf: Eine Zivilisationskritik
Silent Talk: Zuhören als kommunikative Ressource
Transgenerationelle Traumata – transgenerationelle Ressourcen
Soziales Kapital: Ressourcen in Wirtschaftskrisen
Gärten für Gerontologie
Die vorliegende Sammlung psychologischer Aufsätze zielt darauf ab, die Schnittstellen zwischen angewandter Psychologie und verschiedenen Lebensbereichen wie Architektur, Kreativität, Religion und gesellschaftlichen Strukturen zu beleuchten, um Erkenntnisräume für eine praxisorientierte Lebensgestaltung zu öffnen.
DIE SKATER VOM KÖLNER DOM: FEHLERBEWÄLTIGUNG AM PRAKTISCHEN BEISPIEL
Fehlerbewältigung, der produktive Umgang damit ist ein hässliches Dauerthema. Es ist schwierig, über den Splitter im Auge des Nachbarn zu debattieren, während man selbst schwer an seinem Balken trägt. Wie kann produktive Fehlerbewältigung aussehen?
Vertuschte Fehler
Es gibt so viele, dumme Fehler. Fehler passieren uns ständig, jeden Tag, und sie zu verschleiern, führt manchmal zu Katastrophen. Vertuschte Fehler vertuschen Lernmöglichkeiten. Vertuschte Fehler vertuschen Ängste und machen Angst. Vertuschte Fehler führen zu weiteren vertuschten Fehlern. Vertuschte Fehler verhindern, Fehler zu überwinden.
Vielleicht kommt eines Tages der Tag, an dem wir perfekt werden, ohne unsere Fehler zu überwinden. Ich glaube nicht, dass das so passieren wird, auch wenn ich mich danach sehne, in einer Welt zu leben, wo ich und andere weniger Fehler machen.
EINLEITUNG: Die Einleitung skizziert die psychologischen Essays der letzten 15 Jahre und erläutert den konzeptionellen Ansatz der Autorin, durch einen "Street-Ball-Index" den Schwierigkeitsgrad der Aufsätze zu kennzeichnen.
AUFSÄTZE ZUR METHODIK DER PSYCHOLOGIE: Diese Kapitel befassen sich mit den Grundstrategien des Erkenntnisgewinns, der Rolle von Fragen als Freiheitsraum und der produktiven Fehlerbewältigung am Beispiel von Skatern auf der Kölner Domplatte.
AUFSÄTZE ZUR KREATIVITÄT: Hier werden psychologische Grundlagen der Kreativität, der Umgang mit Blockaden sowie Techniken der Visionsarbeit und die gesellschaftlichen Auswirkungen kreativer Prozesse untersucht.
AUFSÄTZE ZU PSYCHOLOGIE UND RELIGION: Diese Aufsätze beleuchten die Impulse, die ein Gottglaube für das kreative Schaffen bieten kann, und diskutieren die heutige Bedeutung von Ritualen in der Postmoderne.
AUFSÄTZE ZUR ARCHITEKTURPSYCHOLOGIE: Der Fokus liegt auf der Rolle der Psychologie bei der Gestaltung von Räumen, der Kritik an starren Maßkonzepten und der Bedeutung von Partizipationsmodellen für eine vitale Architektur.
AUFSÄTZE ZU GESELLSCHAFTLICHEN FRAGEN: Die letzten Kapitel behandeln kritisch-psychologische Analysen von gesellschaftlichen Phänomenen wie Golf als Symbol, die Bedeutung des Zuhörens, transgenerationelle Traumata und soziales Kapital in Zeiten von Wirtschaftskrisen sowie Konzepte für die Gerontologie.
Angewandte Psychologie, Architekturpsychologie, Kreativität, Fehlerbewältigung, Erkenntnisstrategien, Soziales Kapital, Transgenerationelle Traumata, Lebenswelten, Raumwahrnehmung, Partizipation, Resilienz, Gerontologie, Ritual, Kommunikation, Methodenportfolio.
Es handelt sich um eine Sammlung von Aufsätzen zur angewandten Psychologie, die über einen Zeitraum von 15 Jahren entstanden sind und unterschiedliche Lebensbereiche miteinander verknüpfen.
Die Arbeit deckt Themen wie Architekturpsychologie, Kreativitätsforschung, Religion, gesellschaftliche Dynamiken und methodische Grundlagen psychologischen Arbeitens ab.
Ziel ist es, psychologische Erkenntnisse aus verschiedenen Nischen zusammenzuführen, um neue Perspektiven für die Praxis und das Aushalten von Ambivalenzen in einer unfertigen Welt zu schaffen.
Die Autorin plädiert für ein Methodenportfolio, das neben rational-analytischen Ansätzen insbesondere subjektive Theorien, qualitative Fallbeispiele und den interdisziplinären Diskurs einbezieht.
Der Hauptteil gliedert sich in verschiedene Aufsatzgruppen, die von spezifischen psychologischen Methoden über die Bedeutung von Kreativität und Architektur bis hin zu soziokulturellen Analysen reichen.
Zentrale Begriffe sind neben der Architekturpsychologie vor allem "Spielräume", "Fehlerbewältigung", "Transgenerationelle Ressourcen" und die "Verknüpfung von Materie und Transzendenz".
Der "Street-Ball-Index" fungiert als unscharfe Kategorisierung, die den Lesern helfen soll, den Schwierigkeitsgrad und die analytische Tiefe der jeweiligen Aufsätze schnell einzuschätzen.
Sie dient als Anwendungsfeld, um zu zeigen, wie psychologische Erkenntnisse über den Menschen als Ganzes dazu beitragen können, soziale Räume menschlicher, funktionaler und lebendiger zu gestalten.
Die Autorin argumentiert, dass neben transgenerationalen Traumata auch "transgenerationelle Ressourcen" existieren, die bei bewusster Aktivierung eine enorme therapeutische und persönliche Chance bieten.
Hier wird aufgezeigt, wie durch kleine gärtnerische Aufgaben und Patenschaften in Pflegeheimen älteren Menschen Sinn, Verantwortung und Lebensqualität zurückgegeben werden kann.
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