Bachelorarbeit, 2014
107 Seiten, Note: 1,8
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Gang der Untersuchung
2. Wissenschaftstheoretische Grundlagen des Risikomanagements
2.1 Etymologie des Risikoausdrucks und die Risikoarten
2.1.1 Darstellung und Abgrenzung der Risikobezeichnungen
2.1.2 Systematisierung von Risiken durch Risikomerkmale
2.2 Risikotheoretische Grundlagen und Verfahren
2.2.1 Statistische Grundsätze in der Risikotheorie
2.2.2 Spezifizierung von Finanzderivaten und deren Funktion
2.3 Gesetzliche Grundlagen des Risikomanagements
2.3.1 Die allgemeinen gesetzlichen Rahmenbedingungen für das Risikomanagement in Unternehmen
2.3.2 Versicherungsspezifische Regelungen des Risikomanagements
3. Das Marktrisiko im Rahmen des Risikomanagements
3.1 Grundlegende Eigenschaften des Marktrisikos
3.1.1 Die verschiedenen Einzelrisiken des Marktrisikos
3.1.2 Abgrenzung des Marktrisikos zum Kreditrisiko
3.2 Das Marktrisiko im Solvency II System
3.2.1 Auswirkungen von Solvency II auf das Marktrisiko
3.2.2 Berechnungsmethoden der Marktrisiken
3.3 Quantifizierung und Management von Marktrisiken
3.3.1 Arten der Risikomessung als Methode der Quantifizierung des Marktrisikos
3.3.2 Ausgewählte Möglichkeiten des Managements von Kapitalanlagerisiken
4. Das Risikomanagement in Versicherungsunternehmen
4.1 Asset-Liability-Management als Faktor des Risikomanagements
4.1.1 Das Asset-Liability-Management und dessen Notwendigkeit
4.1.2 Rahmenbedingungen und Prozess des Asset-Liability-Managements
4.2 Risikomodelle und Finanzrisikomanagement in der Versicherungswirtschaft
4.2.1 Die verschiedenen Arten der Finanzrisiken und das Management ausgewählter Finanzrisiken
4.2.2 Die grundlegenden Aspekte und Anforderungen an Risikomodelle innerhalb der Versicherungswirtschaft
4.3 Strategien, Ziele und Mittel des Risikomanagements in Versicherungsunternehmen
4.3.1 Der Risikomanagementprozess, seine Strategien und Ziele in Versicherungsunternehmen
4.3.2 Kritische Analyse des Risikomanagements in Versicherungsunternehmen
5. Ergebnisse
Diese Arbeit analysiert das Risikomanagement in Versicherungsunternehmen kritisch, unter besonderer Berücksichtigung des Marktrisikos. Das Ziel ist es, die theoretischen Grundlagen des Risikomanagements darzustellen und aufzuzeigen, welche Potenziale und Grenzen durch die Implementierung moderner Risikomanagement-Systeme für Versicherer entstehen.
2.1.2 Systematisierung von Risiken durch Risikomerkmale
Um diese Ziele für das Risikomanagement konkret darstellen zu können, müssen die Risiken jedoch nach verschiedenen Kriterien systematisiert werden, um die Risikoart feststellen zu können. Die einzelnen Systematisierungsansätze überschneiden sich teilweise.
Je nach Symmetrie des Risikoprofils werden zunächst symmetrische und asymmetrische Risiken unterschieden. Bei symmetrischen Risiken steht der Gefahr eines Verlusts eine Chance gegenüber, wohingegen bei asymmetrische Risiken nur einseitige Abweichungen vom Plan enthalten sind: Entweder positive oder negative Abweichungen. Aus diesem Grund werden asymmetrische Risiken auch als „reine Risiken“ und symmetrische Risiken als „spekulative Risiken“ bezeichnet. Das Risiko am Aktienmarkt kann als symmetrisches Risiko betrachtet werden, da sowohl die Gefahr von Verlusten, als auch die Chancen auf Gewinne vorhanden sind. Das Ausbrennen der unternehmenseigenen Serverfarm ist hingegen ein asymmetrisches Risiko.
Betrachtet man die gefährdeten bzw. relevanten Unternehmensziele lassen sich die Risiken in Erfolgs-, Liquiditäts-, Wert- und Sachrisiken unterteilen. Erfolgsrisiken eines Unternehmens betreffen die finanziellen Ergebnisziele, wie z.B. den Jahresüberschuss. Als Liquiditätsrisiken werden die Risiken bezeichnet die Zahlungsmittel nicht mehr beschaffen zu können, also einen Zustand der Illiquidität zu erreichen. Diese Risiken betreffen zum Beispiel den Cashflow. Wertrisiken beschreiben die Risiken, die zu einer Beeinträchtigung des Werts des Unternehmens führen. Da sich Erfolgs-, Liquiditäts- und Wertrisiken auf den Finanzbereich eines Unternehmens beziehen, werden sie als finanzielle Risiken zusammengefasst. Sachzielrisiken beziehen sich auf nicht-finanzielle Ziele, wie z.B. die Kundenzufriedenheit, die Dienstleistungen oder das Unternehmensimage, und führen oftmals zu Erfolgs-, Liquiditäts- und Wertrisiken.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die aktuelle Bedeutung des Risikomanagements angesichts der Finanzkrise und definiert das Ziel der Arbeit, Risikomanagement theoretisch darzustellen und kritisch zu hinterfragen.
2. Wissenschaftstheoretische Grundlagen des Risikomanagements: Dieses Kapitel behandelt die Begriffsdefinition von Risiko, die Systematisierung nach Risikomerkmalen sowie die statistischen und gesetzlichen Grundlagen, die das Risikomanagement prägen.
3. Das Marktrisiko im Rahmen des Risikomanagements: Der Abschnitt konzentriert sich auf die Definition und Quantifizierung des Marktrisikos, dessen Abgrenzung vom Kreditrisiko sowie dessen spezifische Berücksichtigung innerhalb der Solvency-II-Systematik.
4. Das Risikomanagement in Versicherungsunternehmen: Hier wird das Asset-Liability-Management sowie die Anwendung von Risikomodellen in der Versicherungswirtschaft diskutiert, ergänzt durch eine kritische Analyse der bestehenden Strategien.
5. Ergebnisse: Das abschließende Kapitel fasst die Erkenntnisse zur Relevanz des Risikomanagements zusammen und bewertet die Chancen und Grenzen für Versicherungsunternehmen.
Risikomanagement, Marktrisiko, Solvency II, Versicherungsunternehmen, Asset-Liability-Management, Value at Risk, Finanzderivate, Risikomodelle, Stresstest, Risikokapital, Eigenkapital, Finanzrisiken, Unternehmenssteuerung, Risikotransparenz, Risikoquantifizierung
Die Arbeit untersucht das Risikomanagement in der Versicherungsbranche und analysiert, wie Marktrisiken, insbesondere unter den strengen Anforderungen von Solvency II, effektiv gesteuert werden können.
Zentrale Themen sind die mathematisch-statistischen Grundlagen des Risikos, die gesetzlichen Rahmenbedingungen, die Handhabung von Finanzderivaten sowie das Asset-Liability-Management.
Ziel ist es, das Risikomanagement in Versicherern theoretisch aufzuarbeiten und kritisch zu analysieren, um Potenziale und Grenzen der derzeitigen Risikosteuerungs-Methoden aufzuzeigen.
Es handelt sich um eine theoretische Analyse mit deduktivem Aufbau, die durch die Auswertung von Fachliteratur sowie Expertengespräche mit Branchenvertretern ergänzt wird.
Der Hauptteil gliedert sich in drei Abschnitte: Grundlagen des Risikomanagements, detaillierte Marktrisikoanalyse und die Anwendung von Risikomanagement-Prozessen in der Versicherungswirtschaft.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Risikomanagement, Solvency II, Marktrisiko, Value at Risk und Asset-Liability-Management charakterisiert.
Unter Solvency I war das Marktrisiko für die Solvabilitätsberechnung weitgehend irrelevant. Solvency II führt hingegen eine marktwertbasierte "atmende" Bilanz ein, die das Marktrisiko zu einer bestimmenden Größe macht.
Die Expertengespräche dienen dazu, die theoretischen Konzepte durch die praktische Sichtweise von Risikomanagement-Verantwortlichen und Professoren zu validieren und auf ihre Anwendbarkeit im realen Unternehmenskontext zu prüfen.
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