Diplomarbeit, 2014
191 Seiten, Note: 2,7
1 Der Single
1.1 Historische Einordnung des Single-Begriffes
1.2 Auf der Suche nach einer passenden Single-Definition
1.3 Single-Typisierungen
1.4 Das Phänomen der Partnerlosigkeit
1.4.1 Stigmatisierungen des Begriffes Single in Verbindung mit Partnerlosigkeit
1.4.2 Die Angst sich binden zu wollen
1.4.3 Betonung von Freiwilligkeit und Selbstverwirklichung
1.5 Das Single-Dasein als Lebensform und Lebensphase
2 Soziale Beziehungen und Freizeitaktivitäten als Anker des Seins
2.1 Bedeutungsgehalt der Freizeit
2.1.1 Stellenwert der Freizeit – allgemein und für den Single
2.1.2 Erleben und Stellenwert des Wochenendes
2.2 Bedeutungsgehalt von sozialen Beziehungen
3 Soziale Netzwerke aus der Sicht von Singles
3.1 Das emotionale Netzwerk
3.2 Das egozentrierte Netzwerk
4 Methodik
4.1 Forschungsdesign
4.1.1 Grundlegendes
4.1.2 Wahl des Interviewverfahrens
4.2 Sampling
4.3 Einhaltung von Gütekriterien
4.4 Wahl eines passenden Auswertungsverfahrens
5 Durchführung der Interviews und Vorstellung der Interviewten
6 Empirische Ergebnisse
6.1 Single Wahrnehmung
6.2 Netzwerke
6.3 Leistungen sozialer Beziehungen
6.4 Selbstverwirklichung
7 Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht das soziale Leben von Singles in der Lebensphase des Studiums. Ziel ist es zu ergründen, ob diese Personen ein Bedürfnis nach Nähe kompensatorisch über ihre sozialen Beziehungen stillen und wie sie ihr Single-Dasein unter Berücksichtigung gesellschaftlicher Erwartungen gestalten.
1.4.1 Stigmatisierungen des Begriffes Single in Verbindung mit Partnerlosigkeit
An dieser Stelle muss man sich zwangsläufig mit dem Punkt auseinandersetzen, was eine jeweilige Gesellschaft zusammenhält, wie ihre Normen- und Wertvorstellungen im Detail aussehen, um sich erst einmal im Klaren darüber werden zu können, wie bestimmte Stigmata den Singles gegenüber aussehen könnten, oder diese auch entwickelt werden. Da sich durch die Pluralisierung, die Gesellschaft permanent verändert und sich weiterentwickelt, findet der Single als Solcher auch mehr Platz für Zuspruch und Akzeptanz in einem auf Normen basierenden System. Je nach Lebensphase wird hierbei das Single-Dasein, ob nun freiwillig oder unfreiwillig, von den Singles unterschiedlich erfahren, als auch von den Ihnen umgebenden gesellschaftlichen Mitgliedern positiv- oder auch negativ konnotiert. Bezüglich des Familienalters bestätigte sich auf empirische Art und Weise, die von Bachmann vorangegangene Vermutung, dass es in unserer Gesellschaft weiterhin einen normabweichenden Charakter inne hat, wenn Singles sich im Familienalter nicht fest binden, geschweigedenn eine Ehe eingehen, was wiederum zu negativen Stereotypisierungen führt.
„Über zwei Drittel aller Befragten berichteten, daß sie sich in ihrer Eigenschaft als Singles `oft und wiederholt` mit negativen Stereotypisierungen aus ihrer Umwelt konfrontiert fühlten“
Dem Single werden Merkmale zugeschrieben wie allein und partnerlos zu sein, als auch auf soziale Beziehungen zu verzichten, was wiederum zur Erstellung von sozialen Identitäten durch die soziale Umwelt führt.
1 Der Single: Historische Einordnung und theoretische Definition des Single-Begriffs sowie Einteilung in verschiedene Typologien.
2 Soziale Beziehungen und Freizeitaktivitäten als Anker des Seins: Analyse der Bedeutung von Freizeitgestaltung und sozialen Beziehungen als zentraler Lebensanker.
3 Soziale Netzwerke aus der Sicht von Singles: Betrachtung der Bedeutung emotionaler Netzwerke und egozentrierter Strukturen für Singles.
4 Methodik: Beschreibung des qualitativen Forschungsdesigns, des Samplings, der Gütekriterien und des Auswertungsverfahrens.
5 Durchführung der Interviews und Vorstellung der Interviewten: Darstellung der Interview-Subcodes und Vorstellung der ausgewählten Fallbeispiele.
6 Empirische Ergebnisse: Präsentation und Analyse der Forschungsergebnisse bezüglich Wahrnehmung, Netzwerken, Leistungen sozialer Beziehungen und Selbstverwirklichung.
7 Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage und Ausblick auf zukünftige Forschungsmöglichkeiten.
Single, Partnerlosigkeit, soziale Netzwerke, Freizeitgestaltung, Studium, Selbstverwirklichung, Lebensphase, soziale Beziehungen, qualitative Forschung, Bindungsangst, Stigmatisierung, Lebensform, emotionale Unterstützung, Egozentriertes Netzwerk, Individualisierung.
Die Arbeit befasst sich mit der Lebenswelt von Singles in der Phase des Studiums und untersucht, wie diese ihre sozialen Beziehungen und Freizeitaktivitäten gestalten.
Die zentralen Themen sind das soziale Netzwerk (Familie, Freunde, Bekannte), die Freizeitgestaltung, die Definition des Single-Daseins sowie die Frage der Kompensation von Nähe.
Das Hauptziel besteht in der Beantwortung der Frage: „Kompensieren Singles in der Phase des Studiums ein Bedürfnis nach Nähe über ihre sozialen Beziehungen?“
Es wurde ein qualitatives Forschungsdesign gewählt, basierend auf narrativen Interviews, die mittels objektiver Hermeneutik ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, die methodische Vorgehensweise, die Durchführung der Interviews und die detaillierte Präsentation der empirischen Ergebnisse.
Zu den zentralen Begriffen gehören Single, soziale Netzwerke, Partnerlosigkeit, Lebensphase Studium und Selbstverwirklichung.
Die Untersuchung ergab, dass die Wahrnehmung als Single nicht primär geschlechtsspezifisch ist, sondern stark von der Dauer der Partnerlosigkeit und individuellen Lebensentwürfen abhängt.
Der Wunsch nach Nähe wird primär durch emotionale Unterstützung innerhalb der vorhandenen Netzwerke aus Freunden und Familie gestillt, ohne dass ein fester Partner zwangsläufig als einzige Quelle für Stabilität dient.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

