Masterarbeit, 2014
55 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Basisdaten
3. Geschichtlicher Überblick
3.1 Von der Antike bis zum Ende des Franquismus
3.2 Politische Entwicklung seit der Transición
4. Sprachliche Entwicklung und Situation
4.1 Geschichte des Katalanischen und seiner Koexistenz mit dem Kastilischen
4.2 Kenntnis und Gebrauch des Katalanischen
4.3 Konflikt um das Valencianische und Balearische
5. Identitätskonflikt
5.1 Verbreitung verschiedener Identitäten
5.2 Politische Dimension
5.3 Historische und sprachliche Faktoren im Identitätskonflikt
6. Fazit
Die Arbeit untersucht die komplexen Identitätskonflikte sowie die politische Situation in der Comunidad Valenciana und auf den Balearen unter Berücksichtigung historischer und sprachlicher Faktoren. Dabei wird analysiert, wie das Spannungsfeld zwischen regionaler und spanischer Identität sowie die Rolle der Regionalsprache die politische Ausrichtung und Autonomiebestrebungen dieser Gebiete prägen.
3.1 Von der Antike bis zum Ende des Franquismus
Wie andere Regionen der iberischen Halbinsel prägten verschiedene nicht autochthone Völker Valencia und die Balearen seit der Antike. Den stärksten kulturellen Einfluss übten die Römer aus. Nach der Zugehörigkeit zum Westgotenreich ab dem 5. Jahrhundert übernahmen die Mauren die Herrschaft über die Halbinsel ab dem 8. Jahrhundert, später auch über die Balearen. Noch im selben Jahrhundert eroberten die Franken das südöstlich der Pyrenäen gelegene Gebiet um die Städte Girona (kast. Gerona) und Barcelona zurück, das als “Spanische Mark“ als Schutzzone zum muslimischen Herrschaftsgebiet dienen sollte. Später war es unter Altkatalonien (kat. Catalunya Vella) bekannt.
In den folgenden Jahrhunderten konnten sich die Grafen von Barcelona von den fränkischen Königen emanzipieren; parallel dazu bildete sich eine katalanische Identität heraus. Durch den Zusammenschluss mit Aragón zur Krone Aragón (kat. Corona d’Aragó) (1137) war der Weg Kataloniens zu einer Macht im Mittelmeerraum geebnet. Bis zum Ausgang des Mittelalters konnte die katalanisch-aragonesische Konföderation ihr Herrschaftsgebiet bis in Teile des heutigen Italiens und Griechenlands ausdehnen.
1. Einleitung: Die Einleitung umreißt die kulturelle und sprachliche Vielfalt Spaniens und stellt die Forschungsfrage nach den historischen und sprachlichen Faktoren des Identitätskonflikts in Valencia und auf den Balearen.
2. Basisdaten: Dieses Kapitel liefert geografische, demografische und wirtschaftliche Rahmendaten zur Comunidad Valenciana und den Balearischen Inseln.
3. Geschichtlicher Überblick: Es wird die historische Genese der Regionen von der Antike über die Ära der Krone Aragón bis hin zur politischen Entwicklung nach dem Ende des Franquismus nachgezeichnet.
4. Sprachliche Entwicklung und Situation: Das Kapitel behandelt die Geschichte des Katalanischen, seine statistische Verbreitung und den wissenschaftlichen sowie politischen Streit um den Status des Valencianischen und Balearischen.
5. Identitätskonflikt: Hier werden die Verbreitung verschiedener Identitätsmodelle, deren politische Dimension und die zugrunde liegenden historischen sowie sprachlichen Faktoren analysiert.
6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt, dass die Dominanz der spanischen und dualen Identität die politische Landschaft und die Autonomiebestrebungen in den untersuchten Regionen nachhaltig prägt.
Identitätskonflikt, Spanien, Comunidad Valenciana, Balearen, Katalanisch, Valencianisch, Balearisch, Sprachenpolitik, Autonomie, Regionalismus, Nationalismus, Identität, Kastilisch, Krone Aragón, Demokratisierung.
Die Arbeit analysiert die Identitätskonflikte und die politische Situation in der Comunidad Valenciana und auf den Balearen vor dem Hintergrund historischer und sprachlicher Entwicklungen.
Zentrale Themen sind die Rolle der Regionalsprache, die Konstruktion regionaler versus spanischer Identitäten sowie deren Einfluss auf politische Strukturen und Wahlverhalten.
Ziel ist es zu erörtern, welche historischen und sprachlichen Faktoren den komplexen Identitätskonflikt und die aktuelle politische Situation in den beiden genannten Autonomen Gemeinschaften bestimmen.
Die Arbeit basiert auf einer Analyse historischer Kontexte, aktueller statistischer Erhebungen zur Sprachverwendung sowie der Auswertung soziologischer Identitätsstudien und politischer Wahlergebnisse.
Der Hauptteil beleuchtet die historische Entwicklung, die sprachliche Situation, den Streit um die Eigenständigkeit von Varietäten sowie die politische Dimension der regionalen Identitätsbildung.
Wichtige Begriffe sind Identitätskonflikt, regionale Autonomie, Sprachenpolitik, Katalanisch, Valencianisch, Balearisch und das Verhältnis zum spanischen Nationalstaat.
Dies hat vor allem politische Gründe, da rechte politische Lager die Eigenständigkeit propagieren, um sich von Katalonien und dem Konzept der "katalanischen Länder" abzugrenzen.
Die konservative Partei PP dominiert in beiden Regionen und vertritt eine Politik, die tendenziell die spanische Einheit betont und nationalistische regionale Tendenzen ablehnt.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

