Diplomarbeit, 2009
94 Seiten, Note: 1,0
Vorwort
1 VISION, MISSION UND LEITLINIEN
1.1 Innovation und Weiterentwicklung
1.2 Kommunikation und Bildung
1.3 Erfahrung, Bildung und Reflektion
1.4 Anpassung und Flexibilität der Lebensgewohnheiten
1.5 Zusammenfassung
2 DEFINITION, BEGRÜNDUNG, QUALITÄTEN UND SCHWERPUNKTE
2.1 Textil- und Membranarchitektur
2.2 Gebäudetypologien, deren Konstruktionssysteme und architektonischen Elemente
2.3 Technologische Gründe
2.4 Umgebungsbedingungen
2.5 Ästhetische Gründe
2.6 Soziale und ökonomische Gründe
2.7 Thematische Zusammenführung und methodisches Vorgehen
3 DER QUALITATIVE, INTERAKTIVE UND ANPASSUNGSFÄHIGE RAUM
3.1 Terminologien und Dimensionen
3.2 Funktionsweise
3.3 Geometrische programmierbare Trag- und Versorgungsstruktur
3.4 Adaptive und funktionale Oberfläche
3.5 Sensibler und intelligenter Raum
4 FORMFINDUNGSPROZESS UND ÜBERPRÜFUNG
4.1 Parametrisches Computermodell
4.2 Parameter und die Beeinflussung durch den Kontext
4.3 Physische Modelle
4.4 Mock-up
5 SZENARIEN
5.1 Singuläre Einheiten
5.2 Einzelne Raumzelle
5.3 Vernetzte Zellstrukturen
5.4 Netzwerke
6 VERTIEFENDE TECHNOLOGISCHE UND GESELLSCHAFTLICHE STUDIEN
6.1 Kunstinstallation in der Tate Modern (London) und/oder dem MoMA (New York)
6.2 Erweiterung der Polarstation 'Neumeyer III' oder der Internationalen Raumstation [IRS]
7 ABKÜRZUNGEN UND WORTDEFINITIONEN
7.1 Abkürzungen
7.2 Wortdefinitionen
Die Arbeit untersucht das Potenzial "intelligenter Membranarchitektur" als Antwort auf die technologischen, ökologischen und gesellschaftlichen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Ziel ist die Entwicklung eines geometrisch und funktional adaptiven Raumkonzepts, das flexibel auf wechselnde Nutzerbedürfnisse und Umgebungsbedingungen reagiert.
3.5 Sensibler und intelligenter Raum
Der Aufbau einer anpassungsfähigen und funktionalen Oberfläche durch verschiedene Schichten gewährleistet die stufenweise Erweiterung der Funktionalität und Leistungsfähigkeit. Die einzelne Faser stellt dabei die Ausgangsebene für funktionale Anwendungen dar. Die einzelnen Fasern können dabei mit verschiedenen Schichten und Beschichtungen versehen oder als individuelle Hohlfaser mit Einbettungen ausgebildet werden. Die zweite Ebene entsteht durch das Verweben der Fasern und die daraus generierten Geometrien von Geweben. Unterschiedliche Beschichtungen und Einbettungen ermöglichen auch auf dieser Ebene die Anpassung an unterschiedliche funktionale Anforderungen. Die vielfältigste Erweiterungsebene folgt durch die Kombination unterschiedlicher Gewebeschichten, die durch die zahlreichen Knotenpunkten verbunden werden können. Einzelne Schichten fungieren dabei als Versorgungsplattform, die innen- und außenseitig aufgebrachte spezifisch funktionale Schichten zu dem Gesamtsystem vernetzen. Als mögliche Anwendungen sind hier Displays bestehend aus organischen Leuchtdioden, taktile Bedienungsschnittstellen aus oberflächenveränderbaren und sensitiven Touchpads oder intuitive Bedienungsführung durch sensorgesteuerte Erkennungssysteme denkbar. Damit wird das raumbildende und funktionale Gewebe zu einem sensiblen, intelligenten System mit intuitiver Bedienoberfläche.
Dieses sogenannte „Ambient Intelligent Interface“ kann die unterschiedlichsten Sinne ansprechen und auf individuelle Bedürfnisse des Nutzers abgestimmt werden. Dadurch werden die Fähigkeiten der menschlichen Sinne wieder gefordert und weiter ausgebildet. Die Interaktionen mit dem umgebenden adaptiv funktionalen System über die intuitiven Bedienungsschnittstellen, die Reaktionen des Systems auf Umwelt- und Nutzereinflüsse, sowie die Vermittlung von Informationen und Inhalten über die audiovisuellen und taktilen Schnittstellen, führen zu einer umfassenden Integration, erweiterten Auffassungsfähigkeit und einem intuitiveren Umgang mit den virtuellen Bestandteilen des Lebens in der „Vernetzten Gesellschaft“. Dabei wird der Raum zum abstrakten Begleiter, Wegweiser und Beschützer, der uns Informationen vorsortiert und aufbereitet, unsere Sensibilität wieder ausweitet und schult, sowie über kontinuierliche Verwendung von nutzerspezifischen Abneigungen, Vorlieben und Gewohnheiten lernt.
1 VISION, MISSION UND LEITLINIEN: Das Kapitel verortet die Architektur im Kontext globaler ökologischer und gesellschaftlicher Veränderungen und leitet daraus die Notwendigkeit für Anpassungsfähigkeit und technologische Innovation ab.
2 DEFINITION, BEGRÜNDUNG, QUALITÄTEN UND SCHWERPUNKTE: Hier werden die historischen und technologischen Grundlagen textiler Membranarchitektur untersucht und die Notwendigkeit für deren Weiterentwicklung zu intelligenten, adaptiven Systemen begründet.
3 DER QUALITATIVE, INTERAKTIVE UND ANPASSUNGSFÄHIGE RAUM: Dieser Abschnitt beschreibt das spezifische Entwurfsprojekt eines programmierbaren Raumgefüges, das durch dezentrale Steuerung und intelligente Oberflächen auf Umwelteinflüsse reagiert.
4 FORMFINDUNGSPROZESS UND ÜBERPRÜFUNG: Das Kapitel erläutert die methodische Herangehensweise durch parametrische Computermodelle und physische Prototypen zur Validierung der geometrischen Flexibilität.
5 SZENARIEN: Anhand verschiedener Anwendungsbeispiele, von Möbeln bis zu vernetzten Stadtstrukturen, wird die Vielseitigkeit und Skalierbarkeit des entwickelten Systems demonstriert.
6 VERTIEFENDE TECHNOLOGISCHE UND GESELLSCHAFTLICHE STUDIEN: Das Kapitel untersucht anhand konkreter Fallstudien, wie Museen und Forschungsstationen als Reallabore für die Interaktion zwischen Mensch und intelligenter Architektur dienen können.
Membranarchitektur, Intelligente Gebäude, Adaptive Systeme, Parametrisches Entwerfen, Leichtbau, Textile Architektur, Ambient Intelligence, Mensch-Maschine-Schnittstelle, Nachhaltigkeit, Strukturmechanik, Sensorik, Interaktive Räume, Vernetzte Gesellschaft, Gebäudetypologie, Materialforschung
Die Arbeit erforscht, wie textile Membranarchitektur durch technologische Innovationen zu einem geometrisch und funktional adaptiven System weiterentwickelt werden kann, das aktiv auf Nutzerbedürfnisse und Umweltbedingungen reagiert.
Die Arbeit verknüpft Architektur, Leichtbau, Informatik und Materialwissenschaft. Zentrale Themen sind die Entwicklung von sensiblen Oberflächen, dezentrale Steuerungssysteme und die Anpassung von Bauwerken an den Klimawandel.
Ziel ist es, ein programmierbares Raumkonzept zu entwerfen, das sich von statischen, unflexiblen Bausystemen löst und durch intelligente Hüllen eine interaktive Beziehung zwischen Mensch, Raum und Umwelt ermöglicht.
Der Autor nutzt einen interdisziplinären Forschungsansatz. Er verbindet Literaturanalysen und technologische Studien mit der praktischen Entwicklung parametrischer Computermodelle und der Erstellung physischer Prototypen (Mock-ups).
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begründung, die Entwicklung der "Geometric Programmable Structure" (GP3S) und der "Adaptive Functional Surface" (AFS), die computergestützte Formfindung sowie Szenarien zur praktischen Anwendung.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Membranarchitektur, adaptive Systeme, intelligente Oberflächen, Leichtbau und interaktive Raumszenarien charakterisiert.
Es steht für "Geometric Programmable Structure and Supply System". Es handelt sich um ein Grundgerüst aus oktaedrischen Elementen, das als Tragwerk und gleichzeitig als dezentrales Versorgungssystem für Energie und Daten dient.
Durch die Integration von Sensoren, Aktuatoren und funktionalen Schichten (wie organischen Leuchtdioden) in das textile Gewebe, wodurch die Architektur selbst zur Schnittstelle wird, die Stimmung und Umgebung analysiert und anpasst.
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