Bachelorarbeit, 2014
60 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Struktur der Arbeit
2. Grundlagen
2.1 Entwicklung der Nachhaltigkeit
2.1.1 Geschichtlicher Hintergrund
2.1.2 Dimensionen der Nachhaltigkeit
2.2 Definition des Begriffs Supply Chain
2.3 Gesellschaftlicher Wertewandel und LOHAS
2.4 Trend Öko Fashion
2.5 Beschreibung der bekanntesten Siegel und Initiativen
3. Analyse der Akteure in der Supply Chain in Bezug auf Nachhaltigkeit
3.1 Produzent
3.2 Händler
3.3 Endverbraucher
4. Handlungsoptionen zur Sicherung der Nachhaltigkeit in der Supply Chain
4.1 Herausforderungen des Produzenten
4.2 Herausforderungen des Händlers
4.3 Herausforderungen des Endverbrauchers
5. Schlussbetrachtung
5.1 Zusammenfassung
5.2 Fazit und Ausblick
Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist es zu analysieren, in welchem Umfang der Nachhaltigkeitsgedanke in der Bekleidungsbranche bereits etabliert ist und welche Möglichkeiten bestehen, langfristig die Supply Chain nachhaltiger zu gestalten, wobei kritisch hinterfragt wird, ob Unternehmen tatsächliche ökologische und soziale Verantwortung übernehmen oder lediglich "Greenwashing" betreiben.
3.2 Händler
Der Händler übernimmt im Markt als zentrale Schnittstelle zwischen Industrie und Endverbraucher die Rolle des Warenverteilers einerseits, und sorgt als sog. Gatekeeper andererseits, für die Aufnahme bzw. Nichtaufnahme von Innovationen in sein Angebotsportfolio. Durch die Bündelung der Produkte von unterschiedlichen Herstellern erstellt der Händler sein (individuelles) Sortiment. Es werden nur die Produkte ins Sortiment genommen, die in der richtigen Menge und Qualität rechtzeitig und preisgünstig beschafft werden können, bzw. dem Händler attraktiv genug erscheinen. Dadurch trägt er entscheidend zur Verfügbarkeit für den Endverbraucher und letztlich zur Durchsetzung bestimmter Produkte am Markt bei. Die Ware kann von einem Markenhersteller oder aus dem Eigenmarkengeschäft des Händlers stammen. Im Laufe der letzten Jahre hat das Eigenmarkengeschäft zugenommen, um die Handelsspannen zu erhöhen, sich zu differenzieren und seine Abhängigkeiten gegenüber diversen Lieferanten zu verringern. Da in diesem Geschäft die Aufgaben der vorgelagerten Markenherstellerstufe intern übernommen werden, nennt man diesen Trend auch Rückwärtsvertikalisierung. In ähnlicher Weise praktizieren die sog. vertikalen Händler, wie z.B. ZARA, ebenso dieses Prinzip und bedrängen dadurch die klassischen Handelsbetriebstypen, wie z.B. die mittelständischen Firmen SinnLeffers und P&C sowie die kleineren Fachgeschäfte.
1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die wachsende Bedeutung der Nachhaltigkeit in der Bekleidungsbranche dar, skizziert die Problematik (z.B. Rana Plaza) und definiert die Forschungsfrage sowie den Aufbau der Arbeit.
2. Grundlagen: Hier erfolgt eine theoretische Einbettung durch die Erläuterung der geschichtlichen Entwicklung des Nachhaltigkeitsbegriffs, der Dimensionen (Ökonomie, Ökologie, Soziales), der Definition von Supply Chain Management sowie der Vorstellung aktueller Trends und Siegel in der Öko Fashion.
3. Analyse der Akteure in der Supply Chain in Bezug auf Nachhaltigkeit: Dieses Kapitel analysiert die Rollen und Verhaltensweisen der drei zentralen Akteure (Produzent, Händler, Endverbraucher) sowie deren Einfluss auf die Nachhaltigkeit in der textilen Kette.
4. Handlungsoptionen zur Sicherung der Nachhaltigkeit in der Supply Chain: Hier werden spezifische Herausforderungen und Lösungsansätze für Produzenten, Händler und Endverbraucher diskutiert, um den Nachhaltigkeitsgedanken aktiv in der Praxis umzusetzen.
5. Schlussbetrachtung: Das letzte Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen, zieht ein kritisches Fazit zur Glaubwürdigkeit aktueller CSR-Maßnahmen und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung in der Modebranche.
Nachhaltigkeit, Supply Chain, Öko Fashion, Bekleidungsbranche, LOHAS, Greenwashing, CSR, soziale Standards, ökologische Standards, Textilsiegel, Baumwollanbau, Konsumentenverhalten, Lieferkette, Ethik, Wertewandel.
Die Arbeit untersucht die Möglichkeiten und Herausforderungen zur Sicherung der Nachhaltigkeit entlang der Lieferkette in der modernen Bekleidungsindustrie.
Die Arbeit behandelt unter anderem die drei Dimensionen der Nachhaltigkeit, den Trend zur Öko Fashion, die Rolle von Konsumentengruppen wie den LOHAS sowie die Glaubwürdigkeit von CSR-Strategien und Textilsiegeln.
Das Ziel ist die Analyse, ob der Nachhaltigkeitsgedanke in der Modebranche ernsthaft umgesetzt wird oder ob es sich bei vielen Maßnahmen lediglich um "Greenwashing" handelt.
Die Arbeit basiert primär auf einer Literaturanalyse sowie der detaillierten Betrachtung von Homepages und Nachhaltigkeitsberichten der Unternehmen H&M, Hess Natur und ZARA.
Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Analyse der Akteure (Produzent, Händler, Konsument) und die Aufarbeitung von konkreten Handlungsoptionen zur Verbesserung der Nachhaltigkeitsleistung in der textilen Kette.
Wesentliche Begriffe sind Nachhaltigkeit, Supply Chain, Öko Fashion, CSR, soziale Standards, ökologische Verantwortung und die kritische Auseinandersetzung mit dem "Greenwashing".
Die LOHAS (Lifestyle of Health and Sustainability) werden als eine der am schnellsten wachsenden Konsumentengruppen identifiziert, die durch ihren Fokus auf Gesundheit und Nachhaltigkeit den Druck auf Unternehmen erhöhen, nachhaltigere Sortimente anzubieten.
Die Arbeit steht den freiwilligen CSR-Maßnahmen von Global Playern wie H&M und ZARA kritisch gegenüber und vermutet oft "Greenwashing", während sie bei Unternehmen wie Hess Natur aufgrund deren Einbindung in Multi-Stakeholder-Initiativen wie die FWF ein höheres Maß an Glaubwürdigkeit erkennt.
Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass bisherige politische Ansätze meist nur auf Appelle an die Freiwilligkeit setzen und zu wenig verbindliche Rahmenbedingungen schaffen, um die Arbeits- und Umweltbedingungen nachhaltig zu verbessern.
Die Aufschlüsselung verdeutlicht, dass nur ein verschwindend geringer Anteil des Preises im Produktionsland bleibt, was die Problematik der katastrophalen Arbeitsbedingungen und niedrigen Löhne in den Herstellungsländern unterstreicht.
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