Bachelorarbeit, 2013
86 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Aufbau der Arbeit
2 Überblick über den deutschen Lebensversicherungsmarkt
2.1 Beschreibung der Versicherungsbranche und -unternehmen
2.2 Auswirkungen des demografischen Wandels
3 Darstellung der Lebensversicherungsprodukte
3.1 Allgemeine Produktmerkmale
3.2 Beschreibung der gängigsten Lebensversicherungsformen
3.2.1 Risikolebensversicherung
3.2.2 Leibrentenversicherung
3.2.3 Gemischte Kapitallebensversicherung
3.3 Struktur der Überschussbeteiligung
4 Herausforderungen im Niedrigzinsumfeld
4.1 Anlagevorschriften für Lebensversicherer
4.2 Entwicklung ausgewählter Renditeparameter im Zeitablauf
4.2.1 Umlaufrendite von Anleihen der öffentlichen Hand
4.2.2 Höchstrechnungszins für Lebensversicherungen
4.2.3 Laufende Verzinsung von Lebensversicherungen
4.3 Aktuelle Problematik der Beteiligung an den Bewertungsreserven
5 Neuausrichtung von Produkten und Branche
5.1 Bereits eingeleitete Maßnahmen
5.1.1 Schaffung der Protektor Lebensversicherungs-AG und Run off
5.1.2 Solvency II
5.2 Weitere mittelfristige Ansatzpunkte
5.2.1 Modifizierung der Kapitalanlagestruktur
5.2.2 Transparente Darstellung von Rendite und Kapitalanlage
5.2.3 Wachstumschancen durch neu gestaltete Produkte
5.2.4 Schaffung beständiger politisch-rechtlicher Rahmenbedingungen
5.2.5 Internationalisierungsstrategie in neue Märkte
6 Schlussbetrachtung
6.1 Zusammenfassung
6.2 Fazit
6.3 Ausblick
Die Arbeit analysiert die Herausforderungen, mit denen sich die deutsche Versicherungswirtschaft in Hinblick auf das Niedrigzinsniveau beim Produkt Lebensversicherung konfrontiert sieht, und untersucht dabei Auswirkungen auf garantierte Leistungen sowie mögliche Anpassungsmaßnahmen der Branche.
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
„In Wahrheit ist [mit der Lebensversicherung] ein Geschäftsmodell gescheitert.“ So kommentierte der Publizist Fromme in der Süddeutschen Zeitung die Lage der deutschen Versicherungswirtschaft beim Produkt Lebensversicherung nach einer weiteren Leitzinssenkung der Europäischen Zentralbank (EZB) auf das Rekordtief von 0,5 % im Mai 2013.
Auch wenn man diese scharfe Einschätzung nicht teilt, so sollten die Herausforderungen für die Lebensversicherungsbranche doch im Kontext des aktuellen Zeitgeschehens näher beleuchtet werden. Denn offenkundig stehen die Lebensversicherer heute vor der komplexen Aufgabe, mit einer konservativen Kapitalanlage langfristige Zinsgarantien von bis zu 4 % auf die Sparbeiträge ihrer Kunden in einem durch niedrige Zinsen geprägten Umfeld zu erwirtschaften.
Vor diesem Hintergrund zweifeln Artikel in der Tagespresse immer wieder die Zukunftsfähigkeit der privaten Vorsorgeprodukte an und nähren so Ängste bei den Versicherten, ob die Versicherungswirtschaft zweifelsfrei in der Lage ist, die abgegebenen Leistungsversprechen uneingeschränkt zu erfüllen. In der Tat wandte sich Nikolaus von Bomhard als Vorstand der Munich Re Rückversicherung und als Präsident der Geneva Association bereits 2011 kritisch in einem offenen Brief an die Finanzminister und Gouverneure der Zentralbanken der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer. Die extrem lockere Geldpolitik der Zentralbanken hätte zur Folge, dass mit den abnehmenden Erträgen aus den Kapitalanlagen eine tragende Säule der Versicherer zunehmend erodieren würde.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die aktuelle Problematik der Lebensversicherung in einem Niedrigzinsumfeld und definiert das Ziel der Arbeit, die Herausforderungen und möglichen Lösungsansätze zu untersuchen.
2 Überblick über den deutschen Lebensversicherungsmarkt: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die Versicherungsbranche und die Auswirkungen des demografischen Wandels auf den Markt.
3 Darstellung der Lebensversicherungsprodukte: Es erfolgt eine Systematisierung gängiger Lebensversicherungsprodukte sowie eine Erklärung der Struktur der Überschussbeteiligung.
4 Herausforderungen im Niedrigzinsumfeld: Das Kapitel analysiert die Auswirkungen des Niedrigzinsniveaus auf die Kapitalanlage, die Renditeparameter und die Problematik der Beteiligung an Bewertungsreserven.
5 Neuausrichtung von Produkten und Branche: Hier werden bereits eingeleitete sowie zukünftige Maßnahmen zur Neuausrichtung, inklusive Solvency II und neuer Produktkonzepte, diskutiert.
6 Schlussbetrachtung: Das letzte Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen, gibt ein persönliches Fazit des Autors und einen Ausblick auf künftige Entwicklungen.
Lebensversicherung, Niedrigzinsumfeld, Kapitalanlage, Überschussbeteiligung, Demografischer Wandel, Rentabilitätsrisiko, Bewertungsreserven, Zinszusatzreserve, Solvency II, Anlageverordnung, Produktinnovationen, Versicherungsmathematik, Garantiezins, Rendite, Versicherungsaufsicht.
Die Arbeit befasst sich mit den ökonomischen Herausforderungen der deutschen Lebensversicherungsbranche in einem anhaltenden Niedrigzinsumfeld.
Zu den Kernpunkten gehören die Kapitalanlagestrategien, die Überschussbeteiligung, die Auswirkungen demografischer Veränderungen und der Einfluss regulatorischer Anforderungen.
Das Ziel ist es zu klären, wie Versicherungsunternehmen durch das aktuelle Niedrigzinsniveau beeinträchtigt werden und welche Maßnahmen sie zur Zukunftsfähigkeit treffen können.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Analyse des Marktes, der Produktstrukturen und der regulatorischen Rahmenbedingungen auf Basis von Fachliteratur, Statistiken und aktuellen Marktdaten.
Der Hauptteil gliedert sich in die Marktanalyse, die Darstellung der Produkte, die Analyse der Niedrigzinsproblematik sowie eine Diskussion über Strategien zur Neuausrichtung.
Wesentliche Begriffe sind unter anderem Lebensversicherung, Niedrigzinsumfeld, Kapitalanlage, Bewertungsreserven und Solvency II.
Durch die niedrigen Renditen am Kapitalmarkt sinken die Kapitalanlageerträge, was wiederum den Spielraum für die laufende Verzinsung und die Beteiligung der Versicherten an den Überschüssen reduziert.
Die Beteiligung fälliger Verträge an stillen Reserven in Niedrigzinszeiten zwingt Versicherer zum Verkauf hochverzinslicher Anleihen, was das verbleibende Kollektiv belastet und ökonomisch kontraproduktiv wirken kann.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

