Forschungsarbeit, 2014
88 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. US-Umweltpolitik im Wandel der Zeit
2.1 Umweltpolitik per Definition
2.2 Historischer Abriss
3. Die Umweltpolitik im föderalen System der USA
3.1 Die Grundlagen des US-amerikanischen Föderalismus
3.2 Die Stellung des Bundes in Bezug auf Umweltpolitik
3.2.1 Der Präsident
3.2.2 Der Kongress
3.2.3 Die Gerichtsbarkeit
3.3 Die Stellung der Bundesstaaten in Bezug auf Umweltpolitik
3.3.1 Die bundesstaatliche Struktur
3.3.2 Die Entwicklung der bundesstaatlichen Kompetenzen
3.3.3 Der Prozess bundesstaatlicher Umweltpolitik
3.3.4 Die finanziellen Regelungen
3.4 Das umweltpolitische Regierungshandeln
3.5 Die Bürokratie in der Umweltpolitik
3.6 Die Rolle der Parteien
3.7 Der Einfluss von Interessengruppen
4. Methodisches Vorgehen
4.1 Rahmen der Untersuchung: Untersuchungseinheiten und Grundgesamtheit
4.2 Auswahl eines statistischen Berechnungsverfahrens zur Datenanalyse
4.3 Operationalisierung der abhängigen Variablen
4.3.1 Definition von Umweltperformanz
4.3.2 Forschungsstand und Datenlage der abhängigen Variablen
5. Hypothesengenerierung und Operationalisierung der unabhängigen Variablen
5.1 Theoretische Basis
5.2 Analyse der unabhängigen Variable Wirtschaftskraft
5.2.1 Die Umwelt- und Wirtschaftsbeziehung aus empirischer Sicht
5.2.2 Die Umwelt- und Wirtschaftsbeziehung aus wissenschaftlicher Sicht
5.2.3 Hypothesenbildung und Operationalisierung
5.3 Analyse der unabhängigen Variable Bildung
5.4 Analyse der unabhängigen Variable Ausgaben
5.5 Analyse der unabhängigen Variable Politische Ausrichtung
6. Einflussfaktorenprüfung und Ergebnisinterpretation
6.1 Durchführung der Regressionsanalyse
6.2 Prüfung der Modellprämissen
6.3 Modellmodifizierung und Ergebnisinterpretation
7. Fazit und Ausblick
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist es, die Faktoren zu identifizieren, die das umweltpolitische Engagement oder den ökologischen Zustand der verschiedenen US-Bundesstaaten maßgeblich beeinflussen. Die Arbeit geht der Forschungsfrage nach, welche ökonomischen, bildungsbezogenen und politischen Variablen für die massiven Unterschiede in der Umweltperformanz zwischen den US-Staaten verantwortlich sind.
3.1 Die Grundlagen des US-amerikanischen Föderalismus
Grundsätzlich sieht wohl jede staatliche Bevölkerung, auch die der USA, ihre Regierung für die Belange der politischen Regelsetzung und –einhaltung verantwortlich. So auch im Bereich der Umweltpolitik. Die Besonderheit des politischen Systems der USA besteht dabei in seinem föderalen Aufbau. Den wesentlichen Grundsatz beschreibt Riker folgendermaßen:
“Federalism is a political organization in which the activities of government are divided between regional governments and a central government in such a way that each kind of government has some activities on which it makes final decisions“ (Riker 1975: 101).
Ein wichtiger Aspekt zur Gewährleistung des föderalen Gleichgewichtes im politischen System der USA besteht somit in der Kompetenzaufteilung zwischen dem Bund und den Bundesstaaten. Diese erfolgt nach dem Prinzip des Zuständigkeitskatalogs (enumerated powers), welcher die einzelnen Zuständigkeitsbereiche den föderalen Ebenen zuweist bzw. der Gliedstaatenebene verschiedene Kompetenzen ausdrücklich vorenthält (Welz 2007: 72 f.). Für Zuständigkeitsbereiche, welche den Bundesstaaten nicht verfassungsrechtlich vorenthalten oder der Bundesebene zugeschrieben werden, liegt nach dem zehnten Zusatzartikel der US-Verfassung die Kompetenz bei den Bundesstaaten. So ist auch die Umweltpolitik prinzipiell eine Angelegenheit der Einzelstaaten. Überlappen sich Kompetenzbereiche, räumt Artikel VI, Sektion 2 der Verfassung, welcher auch als national supremacy clause bekannt ist, Bundesgesetzen Vorrangstellung gegenüber bundesstaatlichen Gesetzen ein. Dies gewinnt beispielsweise in umweltpolitischen Fragen an Bedeutung, wenn im US-Kongress verabschiedete Umweltgesetze und die darauf folgenden Implementierungen durch die Bundesregierung bestehende bundesstaatliche Regelungen aufheben. Zusammenfassend ist im föderalen Sinn also die entscheidende Einheit die Verfassung, indem sie ein politisches System bedingt, in welchem Machtbefugnisse zwischen beiden Regierungsebenen aufgeteilt und gleichzeitig gesamtstaatliche Souveränität aufrechterhalten werden.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische Entwicklung und die gesellschaftliche Bedeutung des Umweltschutzes in den USA unter Berücksichtigung des föderalen Systems.
2. US-Umweltpolitik im Wandel der Zeit: Dieses Kapitel definiert Umweltpolitik und zeichnet einen historischen Abriss, von der Professionalisierung der Umweltbewegung in den 60er-Jahren bis zum Wandel unter verschiedenen Präsidentschaften.
3. Die Umweltpolitik im föderalen System der USA: Hier werden die Zuständigkeiten und Machtverhältnisse zwischen Bundesebene, Bundesstaaten, Bürokratie, Parteien und Interessengruppen im US-Föderalismus detailliert analysiert.
4. Methodisches Vorgehen: Dieses Kapitel erläutert den quantitativen Forschungsansatz, die Auswahl der Untersuchungseinheiten (Bundesstaaten) und die Operationalisierung der abhängigen Variable "Umweltperformanz".
5. Hypothesengenerierung und Operationalisierung der unabhängigen Variablen: Das Kapitel entwickelt Hypothesen zu Wirtschaftskraft, Bildung, Ausgaben und politischer Ausrichtung und spezifiziert deren Messbarkeit für die Regressionsanalyse.
6. Einflussfaktorenprüfung und Ergebnisinterpretation: Hier erfolgt die Durchführung der Regressionsanalyse, die Prüfung der Modellprämissen und die Interpretation der statistischen Ergebnisse in Bezug auf die untersuchten Einflussfaktoren.
7. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen, diskutiert die Validität der Ergebnisse und identifiziert offene Fragen für künftige politikwissenschaftliche Forschungen.
US-Föderalismus, Umweltpolitik, Umweltperformanz, PSPI, Regressionsanalyse, Wirtschaftskraft, Bildungsniveau, Politische Ideologie, Bürgerideologie, Interessengruppen, Umweltschutz, Zuständigkeitskrisen, Politikwissenschaft, Environmental Protection Agency, Gouverneurswahlen
Die Arbeit untersucht die Ursachen für die unterschiedliche Umweltperformanz der 50 US-Bundesstaaten und analysiert, welche Faktoren das umweltpolitische Engagement der Gliedstaaten maßgeblich bestimmen.
Zu den Kernbereichen gehören der US-amerikanische Föderalismus, die Zuständigkeitsverteilung in der Umweltpolitik, der Einfluss von Parteien und Lobbygruppen sowie die ökonomische und bildungspolitische Situation in den Staaten.
Das Ziel ist es, durch eine multiple Regressionsanalyse wissenschaftlich fundierte Aussagen darüber zu treffen, warum einige Staaten eine höhere Umweltperformanz aufweisen als andere.
Die Verfasser nutzen einen quantitativen politikwissenschaftlichen Ansatz, speziell eine multiple Regressionsanalyse, um den Einfluss unabhängiger Variablen auf die Umweltperformanz zu prüfen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Föderalismus, die methodische Einordnung, die Hypothesenbildung zu sozioökonomischen Faktoren und die anschließende statistische Auswertung und Interpretation.
Zentrale Begriffe sind Umweltperformanz, Bürgerideologie, Föderalismus, Regressionsanalyse und die politische Ausrichtung von US-Bundesstaaten.
Die Analyse zeigt, dass im Vergleich zu anderen Faktoren wie Wirtschaftskraft oder Bildungsniveau vor allem die ideologische Ausrichtung der Bürgerschaft einen signifikanten statistischen Einfluss auf die Umweltperformanz der Staaten hat.
Der Power Supply Performance Index (PSPI) dient als Messgrundlage für die abhängige Variable "Umweltperformanz", da er vergleichbare Daten über verschiedene Umweltindikatoren für die einzelnen Bundesstaaten bereitstellt.
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