Bachelorarbeit, 2015
46 Seiten, Note: A
1 Einleitung
2 Methodik
2.1 Forschungsfragen
2.2 Literaturrecherche
3 Ergebnisse
3.1 Pflegerisches Assessment im Rahmen der ambulanten Chemotherapie
3.2 Interventionsmöglichkeiten in Bezug auf bestimmte Symptome
3.2.1 ANE-Syndrom
3.2.2 Fatigue
3.2.3 Mukositis
3.2.4 Angst und Unruhe
3.3 Caring und bedürfnisorientierte Begleitung
3.3.1 Beziehungsebene
3.3.2 Problemebene
3.3.3 Organisationsebene
3.4 Aspekte der Patienten- und Angehörigenedukation
3.4.1 Information und Beratung von Patienten und Angehörigen
3.4.2 Selbstpflegepotential und Empowerment
3.4.3 Die Rolle signifikanter Anderer
3.5 Zusammenfassung der Ergebnisse
4 Diskussion
4.1 Der Patient im Fokus
4.2 Das Setting im Fokus
4.3 Das „Miteinander“ im Fokus
4.4 Schlussfolgerung für die Pflegepraxis
4.5 Limitation und Ausblick
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Klärung pflegerelevanter Besonderheiten in der ambulanten Chemotherapie, um evidenzbasierte Interventionsmöglichkeiten für onkologische Patienten aufzuzeigen und den Bedarf an edukativen Maßnahmen zu definieren.
3.2.1 ANE-Syndrom
Wie Dibble et al. (2007) beschreiben, treten Übelkeit und Erbrechen bei bis zu 75% der Patienten in der ambulanten Chemotherapie auf. In Hinblick auf diese Tatsache konzentrieren sich die Forscher in ihrer Untersuchung auf die Auswirkung bestimmter Maßnahmen der Akupressur auf das Auftreten dieser Nausea und Emesis. Die gezielte Stimulation der Perikard6-Punkte (nei-guan-points) empfiehlt sich dabei als zu untersuchende Methode. Der Nei-Kuan-Punkt befindet sich an der Innenseite des Unterarms, zwei fingerberiet oberhalb der Handgelenksfalte, und zwar zwischen den beiden tastbaren Beugesehnen des Unterarms.
Verglichen wurde die P6-Akupressur bei den Patienten mit Nausea mit einer unwirksamen Akupressur der S13-Punkte in einer Placebogruppe sowie mit einer Kontrollgruppe ohne Interventionen dieser Art. Dibble et al. (2007) zeigen eine Korrelation von Alter und dem Auftreten von Nausea und Emesis. Die sekundäre Übelkeit (delayed nausea) konnte mittels der P6-Stimulation signifikant reduziert werden. In den Studientagen zwei bis elf zeigt die Interventionsgruppe ein vermindertes Vorkommen von Nausea im Vergleich zur Placebogruppe (p=0,002; OR=1,3) und zur Kontrollgruppe (p<0,0001; OR=1,4).
1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die hohe Relevanz onkologischer Pflege dar und beschreibt das Setting der ambulanten Chemotherapie als einen Bereich, der eine spezialisierte und bedürfnisorientierte Betreuung erfordert.
2 Methodik: Der Abschnitt erläutert das systematische Vorgehen der Literaturrecherche in internationalen Datenbanken, um evidenzbasierte Ansätze für die Pflegepraxis zu identifizieren.
3 Ergebnisse: Die Ergebnisse präsentieren eine Synthese aus internationalen Studien zu pflegerischen Interventionen, Patientenbedürfnissen und Edukationskonzepten bei onkologischen Patienten.
4 Diskussion: Das Kapitel reflektiert die Studienergebnisse kritisch und leitet daraus notwendige Konsequenzen für eine ganzheitliche und interprofessionelle Pflegepraxis im ambulanten Setting ab.
ambulante Chemotherapie, onkologische Pflege, Patientenbedürfnisse, Empowerment, Evidence Based Nursing, Symptommanagement, Fatigue, ANE-Syndrom, Mukositis, Patientenedukation, Angehörigenarbeit, Pflegeassessment, Lebensqualität, supportive Maßnahmen, Gesundheitsförderung
Die Arbeit befasst sich mit der pflegerischen Betreuung und Beratung von onkologischen Patienten, die sich einer ambulanten Chemotherapie unterziehen.
Die Arbeit behandelt Themen wie das Symptommanagement (z.B. Übelkeit, Fatigue), die bedürfnisorientierte Begleitung sowie die Bedeutung von Patienten- und Angehörigenedukation.
Das Ziel ist die Darstellung praxisrelevanter pflegerischer Interventionen sowie die Identifikation der Bedürfnislage der Patienten und der Schwerpunkte für eine effektive Beratung.
Es wurde eine systematische Literaturrecherche in medizinischen und pflegewissenschaftlichen Datenbanken durchgeführt, in die 14 ausgewählte wissenschaftliche Arbeiten integriert wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in das pflegerische Assessment, spezifische Interventionsmöglichkeiten bei Symptomen, die Caring-Ebenen und Strategien zur Patienten- und Angehörigenedukation.
Zentrale Begriffe sind ambulante Chemotherapie, onkologische Pflege, Empowerment, Symptommanagement und der ganzheitliche Ansatz in der Patientenbetreuung.
Da Patienten in diesem Setting oft nur kurzzeitig betreut werden, bildet ein fundiertes Assessment die Basis, um Symptome frühzeitig zu erkennen und evidenzbasierte Interventionen einzuleiten.
Signifikante Andere, wie Angehörige oder Partner, tragen wesentlich zur psychischen und sozialen Stabilität der Patienten bei und sind oft die wichtigsten Begleiter im Bewältigungsprozess der Erkrankung.
Empowerment bietet die Möglichkeit, Patienten zu befähigen, eigenverantwortlich mit ihrer Erkrankung und auftretenden Herausforderungen umzugehen und so ihre Lebensqualität zu steigern.
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