Bachelorarbeit, 2013
34 Seiten, Note: 1,0
1. EINLEITUNG
2. BEGRIFFSDEFINITION
2.1 WAS IST DER ÖFFENTLICHE RAUM?
2.1.1 Der Wandel des öffentlichen Raums
2.2 WAS IST STREET ART?
3. UNTERSUCHUNG
3.1 RAUMANEIGNUNG UND –UMDEUTUNG
3.2 ERSCHEINUNGSFORMEN DER STREET ART
3.2.1 Cut Outs
3.2.2 Guerilla Gardening
3.2.3 Urban Knitting
3.3 INHALT
3.4 ALTERNATIVE MITTEILUNGSKANÄLE
4. PARALLELEN VON STREET ART ZU POLITISCHEN AKTIVISTEN
4.1 SITUATIONISTISCHE INTERNATIONALE
4.2 KOMMUNIKATIONSGUERILLA
5. AKZEPTANZ DER STREET ART ALS ZEICHEN GESELLSCHAFTLICHEN WANDELS
6. FAZIT
Die vorliegende Arbeit untersucht Street Art als Form der urbanen Intervention und kritische Reflexion der gegenwärtigen Gesellschaft, wobei insbesondere das Spannungsfeld zwischen öffentlichem Raum, politischem Aktivismus und rechtlicher Regulierung analysiert wird.
3.1 Raumaneignung und –umdeutung
Um den politischen Aspekt der Street Art in Bezug auf die Raumaneignung und-umdeutung zu verstehen, muss dies im Kontext der gegenwärtigen Stadtpolitik und dem Wandel des öffentlichen Raums betrachtet werden. Dieser wurde als allgemein zugänglich und ohne Nutzungsbestimmung definiert. Die Veränderungen des öffentlichen Raums deuten allerdings auf eine zunehmende Privatisierung und Kontrolle hin. Street Art wirkt in diesem Sinne als urbane Intervention. Die Ausübenden revoltieren gegen die Disziplinierung und Kontrolle indem sie, entgegen der vorgeschriebenen Sinnstruktur des Ortes, die als Sachbeschädigung deklarierte Street Art trotzdem rechtswidrig durchführen. Ebenso stellen die Künstler die Sicherheit der Videoüberwachung infrage, da sie teilweise Wege finden dieser zu entkommen. Durch die symbolische Aneignung des öffentlichen Raums wird das Besitzrecht angefochten und die ökonomisch ausgerichtete Verwertung kritisiert.
Die Vereinnahmung des öffentlichen Raums durch Außenwerbung zeigt die Ungleichheit der Nutzung, da die kostengebundene Gestaltung nicht von jedem bezahlbar ist. Street Art Künstler sehen es als ihr Recht an, „als BewohnerInnen der Stadt diese auch ästhetisch mitzugestalten und dafür nicht, um eine offizielle Erlaubnis zu fragen.“
Die Raumaneignung ist darüber hinaus eine Ablehnung der Gentrifizierung, da der Eingriff mittlerweile nicht nur in den Ärmeren- bzw. in den Künstlervierteln der Stadt auftaucht. Durch die Aneignung wird die ganze Stadt wieder zusammen gefügt. Street Art dringt in jedes Viertel ein und versucht die Rationalität der Stadt aufzuheben. Ferner wird auf eine Kontingenz hin gedeutet, dass alles anders sein könnte als das, was wir täglich hinnehmen und akzeptieren.
1. EINLEITUNG: Die Einleitung führt in die Problematik der kommerzialisierten Stadt ein und definiert die zentralen Forschungsfragen sowie die methodische Vorgehensweise der Arbeit.
2. BEGRIFFSDEFINITION: Dieses Kapitel erläutert den Begriff des öffentlichen Raums im Wandel sowie die verschiedenen Ausprägungen und Definitionen von Street Art.
3. UNTERSUCHUNG: Im Hauptteil werden vier Ebenen der Street Art – Raumaneignung, Erscheinungsformen, Inhalt und alternative Mitteilungskanäle – detailliert analysiert.
4. PARALLELEN VON STREET ART ZU POLITISCHEN AKTIVISTEN: Das Kapitel stellt Street Art in den Kontext historischer und zeitgenössischer politischer Bewegungen, insbesondere der Situationistischen Internationale und der Kommunikationsguerilla.
5. AKZEPTANZ DER STREET ART ALS ZEICHEN GESELLSCHAFTLICHEN WANDELS: Hier wird das Spannungsfeld zwischen Kunst, Vandalismus und der zunehmenden Institutionalisierung bzw. Kommerzialisierung von Street Art thematisiert.
6. FAZIT: Das Fazit fasst die Rolle der Street Art als politisches Instrument zur Rückeroberung des öffentlichen Raums zusammen und gibt einen Ausblick auf zukünftige Entwicklungen.
Street Art, Öffentlicher Raum, Urbane Intervention, Gesellschaftskritik, Raumaneignung, Situationistische Internationale, Kommunikationsguerilla, Gentrifizierung, Politische Aussage, Stencil, Guerilla Gardening, Urban Knitting, Adbusting, Machtstrukturen, Diskursraum.
Die Arbeit befasst sich mit der Rolle von Street Art als politisches Medium und kritische Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Strukturen sowie dem öffentlichen Raum.
Die Schwerpunkte liegen auf der Transformation des öffentlichen Raums, der Analyse verschiedener Street-Art-Techniken und dem Vergleich zu historischen Aktivistengruppen.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, inwiefern Street Art durch symbolische Raumaneignung und kritische Inhalte als Gegengewicht zu kommerzieller Werbung und staatlicher Disziplinierung fungieren kann.
Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Analyse sowie den Vergleich von Street Art mit raumtheoretischen und medienkritischen Ansätzen (u.a. Foucault, Baudrillard).
Im Hauptteil werden vier Ebenen der politischen Wirksamkeit untersucht: Raumaneignung, Erscheinungsformen (wie Cut Outs oder Urban Knitting), inhaltliche Aussagen und die Nutzung alternativer Mitteilungskanäle.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Urbane Intervention, Raumaneignung, politische Kommunikation und Widerstand im öffentlichen Raum beschreiben.
Die Kommunikationsguerilla beeinflusst Street Art vor allem durch Taktiken wie Verfremdung und Überidentifizierung, welche die bestehende kulturelle Grammatik von Machtstrukturen und Werbung untergraben.
Während Street Art früher primär als Vandalismus verfolgt wurde, führt der heutige Wandel dazu, dass sie teils als Kulturerbe anerkannt, restauriert oder im kommerziellen Kontext vermarktet wird.
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