Examensarbeit, 2014
69 Seiten, Note: 1,5
1 Einleitung
2 Biographischer Einstieg (1869 – 1893)
3 Südafrika – Ursprung von Satyagraha (1893 – 1915)
4 Aufstieg in Indien (1915 - 1919)
4.1 Ausgangslage in Indien nach Gandhis Rückkehr
4.2 Der Satyagraha-Ashram als Bewährungsprobe
4.3 Ende des Beobachtungsjahres – Einsatz für Bauern und Arbeiter
5 Aufbruch zum Widerstand (1919 – 1922)
5.1 Ziviler Ungehorsam als Reaktion auf die Rowlett Acts
5.2 Kampagne der Nichtzusammenarbeit
6 Die Botschaft des Spinnrades (1922 – 1928)
7 Im Einsatz für die symbolische Revolution (1928 – 1933)
7.1 Steuerverweigerungskampagne in Bardoli
7.2 Der Salzmarsch
7.3 Der Pakt mit dem Vizekönig
8 Im Dorf liegt die Kraft (1934 – 1939)
9 Die letzten Etappen bis zur Unabhängigkeit (1939 -1947)
9.1 Kampagne des Individuellen Satyagraha
9.2 „Quit India!“
9.3 Freude und Leid – Mit „geteilter“ Meinung in die Freiheit
10 Fazit und Ausblick
Die Arbeit analysiert Gandhis Leben und sein Wirken als Schlüsselfigur der indischen Unabhängigkeitsbewegung von 1915 bis 1947. Dabei wird untersucht, inwiefern seine Methoden der Gewaltlosigkeit und sein Konzept des Satyagraha den britischen Kolonialismus erschütterten und welche sozialen Reformansätze er in Indien verfolgte.
4.2 Der Satyagraha-Ashram als Bewährungsprobe
Während des politischen Stillstands in der Anfangszeit, galt es erst einmal eine Unterbringung für Gandhis Familie und Gefolgsleute der Phönix-Farm zu finden. Dort blieb von Gandhis Familie lediglich sein zweiter Sohn Manilal Gandhi zurück und gab weiterhin die Zeitung Indian Opinion heraus. Um die nach Indien eingekehrte Gefolgschaft kümmerte sich zunächst Gandhis Schüler und Vertrauter aus Südafrika Charles Freer Andrews, da Gandhi derweil selbst aufgrund des Kriegseinbruches in England festsaß und keinen geeigneten Ashram in Indien kannte. Andrews brachte den Phönix-Trupp in einer von Rabindranath Tagore geleiteten ländlichen Modelluniversität in Shantiniketan unter, die ihnen ein vergleichbares Zusammenleben zur Phönix-Farm gewährleisten sollte.
Da die Unterbringung bei Tagore lediglich eine Übergangslösung sein sollte, begründete Gandhi im Mai 1915 als eigenes Zuhause für sich und sein Gefolge in Kochrat den Satyagraha-Ashram. Kochrat lag nahe der Stadt Ahmedabad in Gandhis Heimat Gujarat, wodurch er auf finanzielle Unterstützung ansässiger befreundeter Kaufleute bauen konnte. Nachdem die von Gokhale versprochene finanzielle Unterstützung für den Ashram nach dessen Tod hinfällig wurde, war dies auch von Nöten. Der auf satyagraha beruhende Name, sollte gleichzeitig das Ziel der Bewohner zum Ausdruck bringen und Indien auf das Verfahren Aufmerksam machen. Gandhi sah den Satyagraha-Ashram als heiligen Ort der Gemeinschaft an und wollte so auch in Indien umsetzen, was er bereits auf der Phönix-Farm praktiziert hatte.
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Person Gandhi ein, definiert zentrale Begriffe seines Wirkens und stellt die Forschungsfrage nach seinem Anteil an der indischen Unabhängigkeit.
2 Biographischer Einstieg (1869 – 1893): Dieses Kapitel beleuchtet Gandhis Herkunft, seine religiösen Prägungen durch den Vaishnavismus und Janismus sowie seine prägenden Studienjahre in London.
3 Südafrika – Ursprung von Satyagraha (1893 – 1915): Es beschreibt die Entstehung von Satyagraha als Widerstandsmethode gegen Rassendiskriminierung in Südafrika und die dortigen ersten Erfahrungen als politischer Kämpfer.
4 Aufstieg in Indien (1915 - 1919): Dieses Kapitel widmet sich der Rückkehr Gandhis nach Indien, seiner Orientierungsphase und der Gründung des Satyagraha-Ashrams als spirituelles und politisches Zentrum.
5 Aufbruch zum Widerstand (1919 – 1922): Es analysiert die Reaktion auf die Rowlatt Acts und den Start der Kampagne der Nichtzusammenarbeit als landesweite Protestbewegung.
6 Die Botschaft des Spinnrades (1922 – 1928): Hier steht Gandhis Zeit nach der Haft, seine Hinwendung zum Spinnrad als Symbol der Autarkie und sein Engagement für soziale Reformen im Vordergrund.
7 Im Einsatz für die symbolische Revolution (1928 – 1933): Dieses Kapitel befasst sich mit der Steuerverweigerung in Bardoli und dem legendären Salzmarsch als Höhepunkt der symbolischen Konfrontation mit der Kolonialmacht.
8 Im Dorf liegt die Kraft (1934 – 1939): Es beleuchtet Gandhis Rückzug aus der aktiven Politik, seine Konzentration auf die ländliche Entwicklung und die Gründung der All India Village Industries Association.
9 Die letzten Etappen bis zur Unabhängigkeit (1939 -1947): Dieses abschließende Kapitel beschreibt den Weg durch den Zweiten Weltkrieg, die „Quit India“-Resolution und die tragischen Umstände der Teilung Indiens bis zur Ermordung Gandhis.
10 Fazit und Ausblick: Das Fazit bewertet Gandhis Anteil an der Unabhängigkeit und reflektiert über das Erbe seiner Ideale von Gewaltlosigkeit in einer politisch gespaltenen Nation.
Mahatma Gandhi, Satyagraha, Gewaltlosigkeit, Indische Unabhängigkeit, Nichtzusammenarbeit, Salzmarsch, Ashram, Britische Kolonialherrschaft, Swaraj, Hindu-Muslim-Einheit, Unberührbarkeit, Widerstand, Sozialreform, Politik, Indischer Nationalkongress.
Die Arbeit bietet eine historische Analyse des Wirkens von Mohandas Karamchand Gandhi zwischen 1915 und 1947 und untersucht seine Rolle bei der Befreiung Indiens von der britischen Kolonialherrschaft.
Zentrale Themen sind die theoretische Fundierung des Satyagraha, die verschiedenen politischen Kampagnen des gewaltlosen Widerstands, soziale Reformbewegungen und die Bemühungen um nationale Einheit.
Das Ziel ist zu klären, welchen tatsächlichen Anteil Gandhi an der Loslösung Indiens vom Britischen Weltreich hatte und wie er seine Ideale in politisches Handeln umsetzte.
Die Arbeit nutzt einen biographisch-analytischen Ansatz unter Auswertung zeitgenössischer Quellen, Schriften Gandhis sowie relevanter Sekundärliteratur.
Der Hauptteil gliedert sich in chronologische Etappen, von Gandhis Rückkehr nach Indien über seine großen Kampagnen bis hin zur Teilung Indiens und seinem Lebensende.
Gewaltlosigkeit, Satyagraha, ziviler Ungehorsam, nationale Befreiung, Indien, Kolonialismus und soziale Gerechtigkeit sind die prägenden Begriffe.
Gandhi sah in den Notstandsgesetzen einen Vertrauensbruch der Briten und organisierte als Reaktion die erste landesweite Satyagraha-Kampagne mit hartals.
Das Spinnrad war für Gandhi mehr als ein Werkzeug; es symbolisierte die ökonomische Selbstständigkeit Indiens (Swadeshi) und die Solidarität mit der armen Landbevölkerung.
Er sah in der Teilung eine „Vivisektion Indiens“ und einen Verrat an seinem Ideal eines geeinten Indiens, in dem alle ethnischen und religiösen Gruppen zusammenleben.
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