Examensarbeit, 2009
84 Seiten, Note: 2,0
Einleitung
1. Manifeste Angst
1.1 Der Begriff Angst
1.1.1 Verschiedene Definitionen von Angst
1.1.2 Unterscheidung zwischen Angst und Furcht
1.1.3 Definition von Ängstlichkeit
1.2 Aufbau von Angst – Verschiedene Komponenten von Angst
1.3 Angst in Bezug auf Prüfungsangst
2. Prüfungsangst
2.1 Begriffsklärung
2.2 Synonyme Begrifflichkeiten
2.2.1 Bewertungsangst
2.2.2 Leistungsangst
2.3 Formen von Prüfungsangst
2.4 Normale und neurotische Prüfungsangst
3. Theoretische Modelle zur Prüfungsangst
3.1 Angst als sekundärer Trieb mit leistungsfördernder und leistungsvermindern- der Wirkung
3.2 Angst als Motiv, Versagen zu vermeiden
4. Prüfungsangst und ihre Ursachen
4.1 Enstehung von Prüfungsangst
4.1.1 ABC-Theorie nach Ellis
4.1.2 Bedeutung von Prüfungen
4.1.3 Faktoren, die das Ausmaß von Prüfungsangst bedingen
4.2 Gründe für Prüfungsangst
4.2.1 Mangelndes Selbstbewusstsein
4.2.2 Schlechte Erfahrungen
4.2.3 Bewertung der Kinder durch Eltern und Lehrer
4.2.4 Angstfantasien
4.2.5 Der Prüfer als Angstfaktor
4.3 Umstände, die Prüfungsangst verstärken
5. Prüfungsangst und ihre Symptomatik
5.1 Erscheinungsformen von Prüfungsangst
5.1.1 Typische Angstsymptome
5.1.2 Ausmaß von Prüfungsangst
5.1.3 Blackout als wesentlicher Faktor von Prüfungsangst
5.2 Auswirkungen von Prüfungsangst auf Prüfungen
6. Vorstellung der Forschungsmethode
6.1 Forschungsablauf
6.2 Überlegung und Ziel
6.3 Die Forschungsmethode: Fragebogen
6.3.1 Vorstellung des Angstfragebogens für Schüler (AFS)
6.3.2 Kriterien eines Fragebogens am Beispiel des AFS
6.3.2.1 Allgemeines zur schriftlichen Befragung
6.3.2.2 Formen der Befragung
6.3.2.3 Skalenniveau der Frage
6.3.2.4 Gütekriterien
6.3.2.5 Vorteile der Fragebogenmethode
6.4 Messbarkeit von Prüfungsangst
6.4.1 Messung von Angst auf drei Ebenen
6.4.2 Messung von Prüfungsangst anhand von Skalen
7. Durchführung der Forschung
7.1 Datenerhebung
7.2 Auswertung und Interpretation der Ergebnisse
7.2.1 Ergebnisse und Interpretationen der Korrelationen zwischen Prüfungsangst und manifester Angst
7.2.2 Ergebnisse und Interpretationen der Prüfung von gruppenspezifischen Unterschieden
7.2.2.1 Faktor: Geschlecht der Schüler
7.2.2.2 Faktor: Klassenstufe bzw. Alter der Schüler
8. Präventionsmöglichkeiten
8.1 Strategien zur Bewältigung von Prüfungsangst aufseiten der Schüler
8.1.1 Kognitive Bewältigungsstrategien
8.1.2 Verhaltensänderung
8.1.3 Entspannungsübungen
8.1.4 Richtig lernen – Tipps für Arbeitsorganisation
8.2 Präventionsmöglichkeiten vonseiten der Lehrer
9. Fazit
Die Arbeit untersucht das Phänomen der Prüfungsangst bei Schülern und vergleicht exemplarisch Grundschüler der vierten Klasse mit Hauptschülern der neunten Klasse. Das Ziel besteht darin, Ursachen und Symptome der Angst zu beleuchten und mittels einer quantitativen Studie zu überprüfen, inwieweit manifeste Angst mit Prüfungsangst korreliert sowie welche geschlechts- und altersabhängigen Unterschiede bestehen.
1.1.2 Unterscheidung zwischen Angst und Furcht
Angst beinhaltet verschiedene Begriffe, wie beispielsweise Elend, Schrecken, Not, Entsetzen, Furcht etc. Nach Meinung der Fachliteratur muss der Angstbegriff differenzierter betrachtet werden, indem eine klare Unterscheidung bzw. Trennung zwischen den Begriffen Angst und Furcht vorgenommen wird.
Bei der Furcht handelt es sich um Situationen, in denen die Gefahr eindeutig erkennbar ist, während die Angst bedrohliche Reize beinhaltet, die unbestimmt und unkonkret vorherrschen. Furcht wird also als die Angst vor einem bestimmten Gefahrenmoment bezeichnet. Die Angst an sich kann hingegen keinem Gefahrenmoment zugeordnet werden. Es gibt also die ‚Angst vor etwas‘ und die ‚Angst an sich‘. Jaspers Definition aus seinem Werk „Allgemeine Psychopathologie“ lautet: „Ein häufiges und qualvolles Gefühl ist die Angst. Furcht ist auf etwas gerichtet, Angst ist gegenstandslos […]“ (Lazarus-Mainka & Siebeneick, 2000, S. 14).
Von Baeyer und von Baeyer-Katte vertreten die folgende Unterscheidung der Begriffe Angst und Furcht: „Angst sei die unbestimmte, gegenstandslose, anonyme, unmotivierte Emotion, Furcht die bestimmte, auf einen bedrohlichen Gegenstand oder eine gefährliche Situation gerichtete, benennbare, entsprechend motivierte Gefühlslage, eben Furcht, ‚vor etwas‘“ (ebd., S. 14). Es treten jedoch bei beiden Darstellungen dieselben physiologischen Begleiterscheinungen auf, wie beispielsweise Gänsehaut, erhöhter Puls, Stottern, Schweißausbrüche etc.
1. Manifeste Angst: Dieses Kapitel definiert den Angstbegriff, grenzt Angst von Furcht ab und erläutert verschiedene psychologische Erklärungsmodelle sowie die Rolle von Ängstlichkeit.
2. Prüfungsangst: Hier wird der spezifische Begriff der Prüfungsangst geklärt, synonyme Begriffe wie Leistungs- und Bewertungsangst vorgestellt und verschiedene Formen sowie normale versus neurotische Prüfungsangst unterschieden.
3. Theoretische Modelle zur Prüfungsangst: Das Kapitel behandelt wissenschaftliche Ansätze, insbesondere das Habit-Interferenz-Modell und Atkinson's Konzept der Angst als Motiv, um Versagen zu vermeiden.
4. Prüfungsangst und ihre Ursachen: Es werden Ursachen wie die ABC-Theorie nach Ellis, mangelndes Selbstbewusstsein, schlechte Erfahrungen und die Rolle von Eltern und Lehrern als Angstfaktoren analysiert.
5. Prüfungsangst und ihre Symptomatik: Dieser Abschnitt beschreibt die vielfältigen Symptome auf körperlicher, seelischer und geistiger Ebene sowie das Phänomen des Blackouts und die Auswirkungen auf die schulische Leistung.
6. Vorstellung der Forschungsmethode: Die Autorin erläutert den Ablauf ihrer empirischen Studie, begründet die Wahl des Angstfragebogens für Schüler (AFS) und legt die Kriterien der quantitativen Befragung dar.
7. Durchführung der Forschung: Hier erfolgt die konkrete Datenerhebung an verschiedenen Schulen sowie die statistische Auswertung und Interpretation der Ergebnisse hinsichtlich Korrelationen und Gruppenunterschieden.
8. Präventionsmöglichkeiten: Das letzte Kapitel bietet praxisorientierte Strategien zur Bewältigung von Prüfungsangst für Schüler sowie Handlungsempfehlungen für Lehrer zur Gestaltung einer angstfreieren Prüfungssituation.
Prüfungsangst, Leistungsangst, Bewertungsangst, Schule, Schüler, Fragebogen, AFS, empirische Forschung, Versagensangst, Angstbewältigung, Prävention, manifeste Angst, Schulleistung, Selbstbewusstsein, Psychologie.
Die Arbeit befasst sich mit dem psychologischen Phänomen der Prüfungsangst bei Schülern, ihren Ursachen, Symptomen sowie Möglichkeiten zur Prävention im schulischen Kontext.
Zentrale Themen sind die theoretische Abgrenzung von Angstbegriffen, die psychologischen Ursachen für Leistungs- und Versagensängste sowie der empirische Vergleich der Ausprägung dieser Ängste bei Grundschülern und Hauptschülern.
Das Ziel ist es, aufzuklären, in welchem Ausmaß Prüfungsangst an untersuchten Schulen auftritt und wie diese mit dem Alter sowie dem Geschlecht der Schüler in Verbindung steht.
Die Autorin führte eine quantitative Untersuchung mittels einer schriftlichen Befragung unter Verwendung des standardisierten "Angstfragebogens für Schüler" (AFS) durch.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil über Ängste und Prüfungsangst sowie einen empirischen Teil, in dem die Ergebnisse der Befragung von drei Grund- und drei Hauptschulklassen ausgewertet und interpretiert werden.
Wichtige Begriffe sind Prüfungsangst, Angstfragebogen (AFS), Schulleistung, Prävention und der Vergleich verschiedener Klassenstufen und Geschlechter hinsichtlich ihrer Angstwerte.
Die Studie zeigt, dass die befragten Hauptschüler im Durchschnitt ein höheres Maß an Prüfungsangst aufweisen als die untersuchten Grundschüler.
In beiden Schultypen neigen Mädchen im Durchschnitt stärker zu Prüfungsangst als Jungen, wobei die Autorin dies als gesellschaftsspezifisches Phänomen interpretiert.
Der Lehrer wird als potenzielle Autoritätsperson gesehen, deren Verhalten (z.B. Strenge, Druck) bei Schülern Ängste auslösen oder durch entspannte Kommunikation und klare Vorgaben vermindern kann.
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