Diplomarbeit, 2003
123 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Anforderungen an ein Modell zur Krisenfrüherkennung
2.1. Vorbemerkung zur Statistischen Jahresabschlussanalyse
2.2. Ableitung von Beurteilungskriterien eines Modells zur Krisenfrüherkennung
2.2.1. Überblick
2.2.2. Krisenfrüherkennung und Erkennung von Krisenursachen
2.2.2. Anforderungen an die Datenbasis
2.2.2.1. Qualität der Datenbasis
2.2.2.2. Repräsentativität der Datenbasis
2.2.3. Anforderungen an die Verfahren
2.2.3.1. Kennzahlenbildung und Kennzahlenauswahl
2.2.3.1.1. Grundlegende Anforderungen an die Kennzahlen
2.2.3.1.2. Anforderungen bei der Kennzahlenauswahl
2.2.3.2. Anforderungen an die analytische Vorgehensweise der Verfahren
2.2.3.2.1. Verständlichkeit
2.2.3.2.2. Empirische Validierung
2.2.3.2.3. Leistungsfähigkeit
2.2.3.2.3.1. Bestimmungsfaktoren der Leistungsfähigkeit
2.2.3.2.3.2. Ermittlung der Klassifikationsleistung
2.2.4. Prüfungsmöglichkeiten der Beurteilungskriterien
3. Beurteilung der Datenbasis
3.1. Der Jahresabschluss
3.1.1. Wesen des Jahresabschlusses
3.1.2. Aufgabe und Rechtssätze des Jahresabschlusses
3.2. Mängel des Jahresabschlusses
3.2.1. Überblick
3.2.2. Eingeschränkte Möglichkeit der Erkennung von latenten Krisen
3.2.3. Vergangenheitsbezogenheit und geringer Detaillierungsgrad
3.2.4. Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
3.2.5. Unvollständigkeit
3.2.5. Zielkonflikte
3.2.7. Bilanzpolitisch motivierte Maßnahmen
3.3. Bilanzpolitik
3.3.1. Begriff und Ziele
3.3.2. Konservative und progressive Bilanzpolitik
3.3.3. Instrumente der Bilanzpolitik
3.3.3.1. Überblick
3.3.3.2. Bilanzierungswahlrechte
3.3.3.3.1. Aktivierungswahlrechte
3.3.3.3.1.1. Derivativer Geschäfts- oder Firmenwert
3.3.3.3.1.2. Ingangsetzungs- und Erweiterungsaufwendungen
3.3.3.3.2. Passivierungswahlrechte
3.3.3.3.2.1. Rückstellungen
3.3.3.3.2.2. Sonderposten mit Rücklagenanteil
3.3.3.3. Bewertungswahlrechte
3.3.3.3.1. Abschreibungsmethoden und Änderung der Methoden
3.3.3.3.2. Definition und Änderung der Herstellungskostenbestandteile
3.3.3.4. Bilanzpolitsch motivierte Sachverhaltsgestaltungen
3.3.3.4.1. Sale and lease back Maßnahmen
3.3.3.4.2. Window-dressing-Maßnahmen
3.3.3.4.3. Umgehung des Ansatzverbots § 248 Abs.2
3.3.4. Quantifizierung und Grenzen der Bilanzpolitik
4. Ausgewählte Verfahren und Modelle zur Krisenfrüherkennung
4.1. Ausgewählte Verfahren der Jahresabschlussanalyse
4.1.1. Vorbemerkung
4.1.2. Die Lineare Multivariate Diskriminanzanalyse
4.1.2.1. Vorbemerkung
4.1.2.2. Formulierung der Diskriminanzfunktion
4.1.2.3. Schätzung der Diskriminanzkoeffizienten
4.1.2.4. Prüfung der Merkmalsvariablen
4.1.2.5. Prüfung der Modellgüte
4.1.2.6. Ergebnisse und Prognose mit Linearen Multivariaten Diskriminanzanalysen
4.1.3. Künstliche Neuronale Netzanalyse
4.1.3.1. Vorbemerkung
4.1.3.2. Konstruktionsprinzip und Bestimmung der Netztopologie
4.1.3.3. Bestimmung der Verbindungsgewichte
4.1.3.4. Prüfung der Merkmalsvariablen
4.1.3.5. Prüfung der Modellgüte
4.1.3.6. Ergebnisse und Prognose mit Künstlichen Neuronalen Netzen
4.1.4. Die Logistische Regressionsanalyse
4.1.4.1. Vorbemerkung
4.1.4.2. Rechenansatz der Logistischen Regression
4.1.4.3. Schätzung der Koeffizienten
4.1.4.4. Prüfung der Merkmalsvariablen
4.1.4.5. Prüfung der Modellgüte
4.1.4.6. Ergebnisse und Prognose mit Logistischen Regressionsmodellen
4.1.5. Zwischenergebnisse
4.2. Ausgewählte Empirische Modelle
4.2.1. Vorbemerkung
4.2.2. Baetge Bilanz Rating
4.2.2.1. Datenbasis
4.2.2.2. Modellierung mit einer Künstlichen Neuronalen Netzanalyse
4.2.2.3. Die Kennzahlen des Modells
4.2.2.3.1. Objektivierungs- und Ganzheitlichkeitsprinzip
4.2.2.3.2. Neutralisierungsprinzip und Bildung der Kennzahlen
4.2.2.3.2.1. Überblick
4.2.2.3.2.2. Die Kennzahlen der Vermögenslage
4.2.2.3.2.3. Die Kennzahlen der Finanzlage
4.2.2.3.2.4 Die Kennzahlen der Ertragslage
4.2.2.4. Modellergebnisse des BBR
4.2.3. RiskCalc Germany
4.2.3.1. Datenbasis
4.2.3.2. Modellierung mit Logistischer Regressionsanalyse
4.2.3.3. Die Kennzahlen des Modells
4.2.3.3.1. Objektivierungs- und Ganzheitlichkeitsprinzip
4.2.3.3.2. Neutralisierungsprinzip und Bildung der Kennzahlen
4.2.3.3.2.1. Überblick
4.2.3.3.2.2. Die Kennzahlen der Vermögenslage
4.2.3.3.2.3. Die Kennzahlen der Finanzlage
4.2.3.3.2.4. Die Kennzahlen der Ertragslage
4.2.3.4. Modellergebnisse des RiskCalc Germany
4.2.4. Zwischenergebnisse
4.3. Theoretische Grenzen der Verfahren und Modelle
4.3.1. Rückschlüsse von der Vergangenheit auf die Zukunft
4.3.2. Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge
5. Gesamtzusammenfassung und Ausblick
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, die Aussagekraft jahresabschlussbasierter Verfahren zur Krisenfrüherkennung kritisch zu analysieren. Dabei wird der Frage nachgegangen, inwieweit solche Verfahren in der Lage sind, eine latente Unternehmenskrise frühzeitig zu identifizieren und die Ursachen hierfür aufzuzeigen, anstatt lediglich eine Insolvenz zu prognostizieren.
3.3.2. Konservative und progressive Bilanzpolitik
Generell ist die Unternehmensführung darum bemüht, derartige Bilanzmaßnahmen verdeckt vorzunehmen und diese damit vor den externen Jahresabschlussadressaten, zu verbergen. Denn mit der Ausnutzung der Maßnahmen der Bilanzpolitik, ist die Annahme verbunden, dass ein Unternehmen in einer guten wirtschaftlichen Lage die Bilanzpolitik vermehrt einsetzen wird, um Reserven zu bilden und damit ein negativeres Bild im Jahresabschluss zeigen wird. Eine solche Bilanzierungsstrategie wird als konservative Bilanzpolitik bezeichnet und resultiert in einem geringeren Gewinn- und Vermögensausweises und einem hohen Schuldenausweis um damit ein negativeres Bild der wirtschaftlichen Lage i.S. einer Minimierung des Jahresergebnisses, darzustellen.
Dagegen werden Unternehmen, die sich in einer schlechten wirtschaftlichen Lage, vielleicht sogar in einer Krise befinden, vermehrt die Instrumente der Bilanzpolitik einsetzen, um diese schlechte Lage zu verbergen und ein positives Bild im Jahresabschluss darstellen. Eine solche Strategie wird als progressive Bilanzpolitik bezeichnet und ist gegeben, wenn das Unternehmen mittels der Instrumente der Bilanzpolitik das Unternehmen im Jahresabschluss besser darstellt und zwar i.S. einer Maximierung des Jahresergebnisses durch einen hohen Gewinn- und Vermögensausweis und einen geringen Schuldenausweis.
1. Einleitung: Diese Einleitung thematisiert die Zunahme von Unternehmensinsolvenzen und begründet die Notwendigkeit, geeignete Instrumente zur Krisenfrüherkennung zu entwickeln, die über eine bloße Insolvenzprognose hinausgehen.
2. Anforderungen an ein Modell zur Krisenfrüherkennung: Dieses Kapitel leitet Kriterien für ein Standardmodell zur Krisenfrüherkennung ab und fordert eine objektive, lückenlose Datenbasis sowie statistisch valide und verständliche Verfahren.
3. Beurteilung der Datenbasis: Dieser Abschnitt analysiert die Mängel des Jahresabschlusses, insbesondere im Hinblick auf den Vergangenheitsbezug, Unvollständigkeit und die Verzerrung durch bilanzpolitische Maßnahmen der Unternehmensführung.
4. Ausgewählte Verfahren und Modelle zur Krisenfrüherkennung: Hier werden statistische Verfahren wie die Diskriminanzanalyse, künstliche neuronale Netze und die logistische Regression untersucht, ihre Anwendbarkeit auf die Krisenfrüherkennung geprüft und empirische Modelle anhand ihrer Klassifikationsleistung bewertet.
5. Gesamtzusammenfassung und Ausblick: Das Fazit resümiert, dass die untersuchten Verfahren wertvolle Entscheidungshilfen darstellen, ihre Aussagekraft jedoch durch die Qualität der Datenbasis begrenzt bleibt und weitere theoretische Fundierungen erforderlich sind.
Krisenfrüherkennung, Jahresabschlussanalyse, Bilanzpolitik, Unternehmenskrise, Insolvenzprognose, Diskriminanzanalyse, künstliche neuronale Netze, logistische Regression, Klassifikationsleistung, Datenbasis, latente Krise, Bilanzierungswahlrechte, Erfolgsanalyse, Finanzanalyse.
Die Arbeit untersucht die Eignung statistischer Verfahren zur Analyse von Jahresabschlüssen, um Unternehmenskrisen frühzeitig (im latenten Stadium) zu erkennen.
Die zentralen Felder umfassen die Anforderungen an Krisenfrüherkennungsmodelle, die Schwachstellen der Rechnungslegung als Datenbasis sowie die Funktionsweise statistischer Analyseinstrumente.
Das primäre Ziel ist es zu prüfen, ob statistische Modelle ein objektives, unmanipuliertes Gesamturteil über die wirtschaftliche Lage erlauben und Ursachen für Unternehmenskrisen identifizieren können.
Es werden primär die Lineare Multivariate Diskriminanzanalyse (LMDA), die Künstliche Neuronale Netzanalyse (KNNA) und die Logistische Regressionsanalyse (LRA) behandelt.
Der Hauptteil analysiert die Anforderungen an Daten und Verfahren, die Verzerreffekte der Bilanzpolitik sowie die Funktionsweise und Validierung der gewählten statistischen Prognosemodelle.
Krisenfrüherkennung, Jahresabschlussanalyse, Bilanzpolitik, statistische Modelle, Klassifikationsleistung und latente Unternehmenskrise.
Sie versucht, eine schlechte wirtschaftliche Lage durch Schönrechnen (Maximierung von Gewinn und Vermögen) zu verschleiern, was das Bild im Jahresabschluss verfälscht und das Erkennen latenter Krisen erschwert.
Aufgrund der komplexen Struktur künstlicher neuronaler Netze sind die internen Vorgänge und die Gewichtung einzelner Kennzahlen für den Anwender nicht transparent nachvollziehbar.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

