Diplomarbeit, 2004
74 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
1.1. Die Internationalisierung der Rechnungslegung und damit verbundene Auswirkungen auf die Bedeutung des Konzernabschlusses
1.2. Der Begriff der Kapitalkonsolidierung
1.3. Gang der Untersuchung
2. Wesentliche Grundlagen des Konzernabschlusses nach IFRS
2.1. Aufstellungspflicht
2.2. Konsolidierungskreis
2.3. Einbeziehungswahlrechte und -verbote
2.4. Aufbau der Standards und wechselseitige Beziehungen
2.5. Bewertung zum beizulegenden Zeitwert
2.6. Geschäftswert bzw. negativer Unterschiedsbetrag
3. Einzubeziehende Unternehmen und Methoden der Kapitalkonsolidierung
3.1. Einbeziehung von Tochterunternehmen in den Konzernabschluss
3.1.1. Vollkonsolidierung nach der Erwerbsmethode bei einem Anteilsbesitz von 100%
3.1.1.1. Erstkonsolidierung
3.1.1.2. Folge- und Entkonsolidierung
3.1.2. Vollkonsolidierung nach der Erwerbsmethode bei einem Anteilsbesitz von weniger als 100%
3.1.2.1. Beteiligungsproportionale Neubewertung
3.1.2.2. Vollständige Neubewertung
3.1.3. Vollkonsolidierung nach der Interessenzusammenführungsmethode
3.1.3.1. Erstkonsolidierung
3.1.3.2. Folge- und Entkonsolidierung
3.1.4. Bilanzpolitische Spielräume im Rahmen der Einbeziehung von Tochterunternehmen
3.1.5. Geplante Änderungen des IAS 22 und daraus resultierende Auswirkungen auf die Einbeziehung von Tochterunternehmen
3.1.5.1. Business Combinations Phase I
3.1.5.2. Business Combinations Phase II
3.2. Einbeziehung von Gemeinschafts- und Assoziierten Unternehmen in den Konzernabschluss
3.2.1. Quotenkonsolidierung
3.2.1.1. Erstkonsolidierung
3.2.1.2. Folge- und Entkonsolidierung
3.2.2. Equity-Methode
3.2.2.1. Erstkonsolidierung
3.2.2.2. Folge- und Entkonsolidierung
3.2.3. Bilanzpolitische Spielräume im Rahmen der Einbeziehung von Gemeinschafts- und Assoziierten Unternehmen
3.2.4. Geplante Änderungen des IAS 22 und daraus resultierende Auswirkungen auf die Einbeziehung von Gemeinschafts- und Assoziierten Unternehmen
3.2.4.1. Business Combinations Phase I
3.2.4.2. Business Combinations Phase II
4. Fazit und Ausblick
Diese Arbeit zielt darauf ab, die Methoden der Kapitalkonsolidierung nach IFRS vor dem Hintergrund der zunehmenden Internationalisierung der Rechnungslegung zu analysieren und deren bilanzpolitische Spielräume zu beleuchten. Dabei wird insbesondere untersucht, wie sich aktuelle Änderungen der Rechnungslegungsstandards auf die Konzernrechnungslegung auswirken.
3.1.2.1. Beteiligungsproportionale Neubewertung
Die beteiligungsproportionale Neubewertung ist die vom IASB empfohlene Methode oder auch Benchmark-Methode, der der Gedanke zugrunde liegt, dass „der den Minderheitsgesellschaftern zuzuordnende Anteil nicht in den Unternehmenserwerb bewirkenden Tauschvorgang einbezogen war.“
Die in der Handelsbilanz I des erworbenen Unternehmens angesetzten Buchwerte der Vermögenswerte und Schulden werden wie bereits beschrieben nach konzerneinheitlichen Bilanzierung- und Bewertungsmethoden ausgerichtet (HB II) und daraufhin zum beizulegenden Zeitwert neubewertet. Die hierbei aufgedeckten stillen Reserven und Lasten sind in der Höhe des erworbenen Anteils an den Buchwerten aus der HB II zuzurechnen. Gleichzeitig werden diese, den Anteil des erwerbenden Unternehmens betreffenden, stillen Reserven und Lasten in den Passiv-Posten Gewinnrücklage oder Gewinnrücklage aus Neubewertung eingestellt. Nach Durchführung dieser Korrekturbuchungen ergibt sich die HB III, die die Basis für die Erstkonsolidierung darstellt.
1. Einleitung: Analyse der Internationalisierung der Rechnungslegung und der wachsenden Bedeutung des Konzernabschlusses für den Kapitalmarkt.
2. Wesentliche Grundlagen des Konzernabschlusses nach IFRS: Erläuterung der Aufstellungspflicht, des Konsolidierungskreises und der Bewertungsregeln nach IAS/IFRS.
3. Einzubeziehende Unternehmen und Methoden der Kapitalkonsolidierung: Detaillierte Untersuchung der verschiedenen Konsolidierungsmethoden für Tochter-, Gemeinschafts- und assoziierte Unternehmen.
4. Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der Entwicklung der Rechnungslegungsstandards mit einem Ausblick auf die Auswirkungen der Standardharmonisierung.
Kapitalkonsolidierung, IFRS, Erwerbsmethode, Interessenzusammenführungsmethode, Equity-Methode, Quotenkonsolidierung, Geschäftswert, Business Combinations, IAS 22, IAS 27, Konzernabschluss, Minderheitenanteile, Neubewertung, Bilanzpolitik.
Die Arbeit behandelt die Systematik und die Methoden der Kapitalkonsolidierung bei der Erstellung eines Konzernabschlusses nach International Financial Reporting Standards (IFRS).
Im Mittelpunkt stehen die verschiedenen Konsolidierungsmethoden für Tochter-, Gemeinschafts- und assoziierte Unternehmen, die Behandlung von Geschäftswerten sowie die Auswirkungen geplanter Standardänderungen durch das IASB.
Das Ziel ist es, die aktuell zulässigen Methoden der Kapitalkonsolidierung sowie deren bilanzpolitische Spielräume zu analysieren und die Konsequenzen der geplanten Änderungen am IAS 22 "Business Combinations" für die Konzernrechnungslegung aufzuzeigen.
Es handelt sich um eine theoretisch-analytische Arbeit, die auf einer umfassenden Auswertung der geltenden IFRS/IAS-Standards, der entsprechenden Literatur sowie der Diskussionspapiere (Exposure Drafts) des IASB und Stellungnahmen des DRSC basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die methodischen Grundlagen des Konzernabschlusses und eine detaillierte Analyse der Einbeziehung von Tochter-, Gemeinschafts- und assoziierten Unternehmen unter Anwendung verschiedener Konsolidierungsmethoden.
Zentrale Begriffe sind Kapitalkonsolidierung, IFRS, Erwerbsmethode, Interessenzusammenführungsmethode, Equity-Methode, Geschäftswert und Business Combinations.
Der Hauptunterschied liegt im Ausmaß der Aufdeckung stiller Reserven und Lasten: Bei der beteiligungsproportionalen Neubewertung werden diese nur anteilig für den erworbenen Teil des Tochterunternehmens berücksichtigt, während bei der vollständigen Neubewertung die Reserven und Lasten in ihrer Gesamtheit, inklusive der auf Minderheiten entfallenden Anteile, aufgedeckt werden.
Die Fresh-Start-Methode wird als mögliche Alternative zur Interessenzusammenführungsmethode diskutiert, wenn bei einem Zusammenschluss eine komplett neue wirtschaftliche Einheit entsteht, bei der alle Vermögenswerte und Schulden zum beizulegenden Zeitwert neu bewertet werden.
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