Magisterarbeit, 2012
140 Seiten, Note: 1,3
Didaktik für das Fach Deutsch - Deutsch als Fremdsprache, DaF
1 Einleitung
2.1 Definition
2.2 Unterschiede zwischen gesprochener und geschriebener Sprache
2.3 Anbahnen von Literalität
2.4 Bedingungen des Literalitätserwerbs
3 Literale Entwicklung bei Kindern im Elementarbereich
3.1 Kognitive und sprachliche Entwicklung von Kindern bis sechs Jahre
3.1.1 Spracherwerb des Kindes
3.1.2 Wortschatzerwerb
3.1.3 Sprachperzeption
3.2 Literale Entwicklung in der Erstsprache
3.2.1 Einfluss der mündlichen Sprache auf die Entwicklung der Schriftsprache
3.2.2 Phasen des Lesenlernens
3.3 Literalität als Teil des Zweitsprachenerwerbs
3.3.1 Einfluss des Erstsprachenerwerbs
3.2.2 Herausforderungen der Biliteralität
3.4 Ausgewählte äußere Einflussfaktoren auf die literale Entwicklung
3.4.1 Geschlecht
3.4.2 Lesesozialisation des Elternhauses
3.4.3 Kultureller Hintergrund
4 Förderung literaler Entwicklung
4.1 Möglichkeiten der Förderung der literalen Entwicklung
4.1.1 Elternhaus
4.1.2 Bildungseinrichtung
4.1.3 Ausgewählte Förderprojekte in Deutschland
4.2 Literaturauswahl
5 Einsatz von Märchen zur Förderung der literalen Entwicklung
5.1 Märchen als Medium zur Förderung von Literalität
5.1.1 Begriffsdefinition Märchen
5.1.2 Zur Pädagogik des Märchens
5.1.3 Eignung
5.2 "Phonologische Bewusstheit"
5.2.1 Voraussetzung für das Lesenlernen
5.2.2 Vorentlastung
5.2.3 Dekontextualisierung: Silben und Laute in Wörtern erkennen
5.2.4 Wort- und Reimspiele
5.3 "Interaktives Vorlesen/ Erzählen"
5.3.1 Konzept für die Wortschatzarbeit
5.3.2 Mögliche Gesprächsanlässe
5.4 Bildliteralität
5.4.1 Die Sprache der Bilder
5.4.2 Übungen zur Bildliteralität
5.5 Interkulturelle Aspekte
5.6 "Die Bremer Stadtmusikanten" – eine interkulturelle Märchenwoche
5.6.1 Zielgruppe
5.6.3 Didaktische und methodische Analyse
6 Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht, wie die literale Entwicklung bei Kindern im Elementarbereich durch den gezielten Einsatz von Märchen didaktisch gefördert werden kann, wobei sowohl Kinder mit als auch ohne Migrationshintergrund berücksichtigt werden.
5.1.1 Begriffsdefinition Märchen
Der Begriff des Märchens stammt von dem mittelhochdeutschen Wort "Maere" bzw. "Mär" ab und bedeutet in seiner ursprünglichen Übersetzung soviel wie "Nachricht" oder "Erzählung" (vgl. Geister 2010, 12). Heute assoziiert man hingegen die Märchen vor allem mit etwas Phantastischem, etwas nicht Realem. Die bekanntesten Vertreter der Märchen in Deutschland sind die Gebrüder Grimm, die sog. Volksmärchen gesammelt und aufgeschrieben haben. Ein Volksmärchen wird vor allem durch seine traditionell mündliche Erzählweise bestimmt und tritt somit in zahlreichen Varianten auf. Daneben gibt es die Form des Kunstmärchens, welches sich auf die kreativen Schöpfungen von Dichtern und Schriftstellern zurückführen lässt, wie z. B. "Die Karawane" von Wilhelm Hauff oder Hans Christian Andersens "Das Feuerzeug". Eine inhaltliche Differenzierung von Märchentypen lässt sich bspw. mit dem finnischen Märchenforscher Antti Aarne wie folgt entwickeln: Tiermärchen, eigentliche Märchen, Zauber- und Wundermärchen, legendenartige Märchen, novellenartige Märchen, Märchen vom dummen Teufel oder Riesen, Schwänke, Schildbürgerschwänke, Schwänke von Ehepaaren, Schwänke mit männlicher oder weiblicher Hauptperson oder Lügenmärchen.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Zusammenhang zwischen schulischen Leistungen und sprachlichen Kompetenzen und begründet die Notwendigkeit, Literalität bereits im Elementarbereich zu fördern.
2 Literalität: Dieses Kapitel definiert Literalität, unterscheidet zwischen mündlicher und schriftlicher Sprache und beleuchtet die Bedingungen, unter denen Kinder sich die Welt der Schrift erschließen.
3 Literale Entwicklung bei Kindern im Elementarbereich: Hier werden die kognitiven und sprachlichen Voraussetzungen für den Erst- und Zweitsprachenerwerb sowie äußere Einflussfaktoren wie Geschlecht und Lesesozialisation diskutiert.
4 Förderung literaler Entwicklung: Dieses Kapitel erörtert praktische Möglichkeiten der Förderung im Elternhaus und in Kindertageseinrichtungen sowie bereits existierende Modellprojekte in Deutschland.
5 Einsatz von Märchen zur Förderung der literalen Entwicklung: Der Hauptteil analysiert das Märchen als Medium, stellt didaktische Konzepte zur Phonologischen Bewusstheit sowie zum Interaktiven Vorlesen vor und präsentiert ein konkretes Projektkonzept.
6 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und fordert eine gezieltere bildungspolitische Widmung zur Förderung literaler Kompetenzen in Kindertageseinrichtungen.
Literalität, Elementarbereich, Sprachförderung, Märchen, Phonologische Bewusstheit, Erstsprache, Zweitsprache, Migrationshintergrund, Interaktives Vorlesen, Bildliteralität, Schriftsprachenerwerb, Lesesozialisation, Kindertageseinrichtung, Erzählkompetenz, Interkulturelle Pädagogik.
Die Arbeit befasst sich mit der Förderung der sogenannten "literalen Entwicklung" – also der Vorbereitung auf das Lesen und Schreiben – bei Kindern im Alter von vier bis sechs Jahren, unter besonderer Berücksichtigung der Rolle von Märchen.
Die Schwerpunkte liegen auf dem Spracherwerb, den Voraussetzungen für das Lesenlernen (wie der Phonologischen Bewusstheit), den Einflussfaktoren der familiären Lesesozialisation sowie dem didaktischen Einsatz von Literatur im Kindergarten.
Das Ziel ist zu klären, wie die literale Entwicklung von Kindern im Elementarbereich didaktisch gefördert werden kann und warum Märchen hierfür als Gattungsform besonders geeignet sind.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer fundierten Literaturanalyse basiert und die Erkenntnisse der Sprach- und Leseforschung in ein methodisch-didaktisches Konzept für die Praxis übersetzt.
Der Hauptteil analysiert theoretische Konzepte (z. B. Phonologische Bewusstheit, Interaktives Vorlesen) und wendet diese exemplarisch auf Märchen an, um konkrete Übungen und ein Projektkonzept zu entwickeln.
Wichtige Begriffe sind Literalität, Elementarbereich, Phonologische Bewusstheit, Märchenpädagogik, Erst- und Zweitspracherwerb sowie interkulturelle Sprachförderung.
Diese Begriffe werden als Typisierungen verwendet, um aufzuzeigen, wie unterschiedlich das häusliche Umfeld zur literalen Prägung beiträgt und dass Kinder aus bildungsfernen Familien oft einen höheren Förderbedarf im Kindergarten haben.
Die Arbeit betont, dass eine Förderung der Erstsprache sowie die Einbeziehung dieser in die pädagogische Arbeit die gesamte sprachliche Entwicklung und den späteren Schriftsprachenerwerb in der Zweitsprache positiv beeinflusst.
Das Konzept sieht vor, Märchen wie "Die Bremer Stadtmusikanten" über mehrere Tage hinweg durch verschiedene Aktivitäten wie Hörspiele, szenisches Spiel, kreatives Gestalten und den Einsatz von Bildern interaktiv mit den Kindern zu bearbeiten.
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