Diplomarbeit, 2012
54 Seiten, Note: 1,8
1 Einführung
2 Arbeitsbelastungen in der stationären Altenpflege
2.1 Arbeitsbelastungen und deren Ursachen
2.2 Folgen und Auswirkungen der Arbeitsbelastungen
3 Grundlagen betrieblicher Gesundheitsförderung
3.1 Zur Definition von Gesundheit
3.2 Gesundheitsförderung und betriebliche Gesundheitsförderung
4 Betriebliche Gesundheitsförderung in der stationären Altenpflege
4.1 Konzeptuelle Anwendung betrieblicher Gesundheitsförderung in der stationären Altenpflege
4.2 Praxisprojekte betrieblicher Gesundheitsförderung in der stationären Altenpflege
4.3 Weitere Anwendungsmöglichkeiten im betrieblichen Alltag
5 Effekte betrieblicher Gesundheitsförderung
5.1 Reduktion von Arbeitsbelastungen und deren Folgen und Auswirkungen
5.2 Weitere Effekte für Unternehmen und Mitarbeiter
6 Zusammenfassung und Perspektiven
6.1 Effekte und Grenzen betrieblicher Gesundheitsförderung
6.2 Diskussion der Ergebnisse und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die Möglichkeiten und Effekte betrieblicher Gesundheitsförderung speziell im Kontext der stationären Altenpflege. Das primäre Ziel besteht darin, darzulegen, wie durch gesundheitsförderliche Maßnahmen den hohen Arbeitsbelastungen des Pflegepersonals entgegengewirkt werden kann, um langfristig die Gesundheit und Arbeitszufriedenheit der Mitarbeiter zu sichern.
2.1 Arbeitsbelastungen und deren Ursachen
Vorab sei kurz erwähnt, dass in der vorliegenden Arbeit mit „stationären Pflegeeinrichtungen“ die Einrichtungen im Sinne des Sozialgesetzbuchs (SGB) XI, konkret gemäß § 71 Abs. 2 SGB XI, gemeint sind. Ausschließlich darauf sollen sich die weiteren Ausführungen beziehen. Wenn Vergleiche zu anderen Pflegeeinrichtungen gezogen werden, ist dies explizit erwähnt.
Wie bereits erwähnt, gibt es in stationären Pflegeeinrichtungen vielfältige Arbeitsbelastungen, die auf die Mitarbeiter einwirken und als Konsequenz häufig zu Erkrankungen führen. Arbeitsbelastungen entstehen aus Arbeitsanforderungen, die von den Mitarbeitern nicht bewältigt werden können und somit zur Belastung werden (vgl. BERUFSGENOSSENSCHAFT FÜR GESUNDHEITSDIENST UND WOHLFAHRTSPFLEGE 2008, S. 14). Dies ist bereits ein Erklärungsansatz zur Bedeutung des Begriffs „Belastung“ im Kontext der Erwerbsarbeit.
Bevor auf die konkreten Belastungen eingegangen werden soll, die im Pflegebereich vorliegen, soll kurz geklärt werden, was Belastung bedeutet und welche weiteren Erklärungsansätze hierzu existieren. Einer dieser Ansätze ist das Belastungs-Beanspruchungs-Konzept. Darin wird Belastung als die Gesamtheit der auf den Menschen einwirkenden Einflüsse gesehen und Beanspruchung als die Auswirkung der Belastungen auf den einzelnen Menschen je nach seinen individuellen Voraussetzungen. Mit diesem Konzept werden hauptsächlich physische Belastungen erklärt, beispielswiese ist das Gewicht einer Last die Belastung und die Erschöpfung des Trägers ist die Beanspruchung. Für psychische Belastungen bedarf das Konzept einiger Überarbeitung, da diese vielschichtiger und nicht unbedingt messbar sind (vgl. BÜSSING u.a. 2008, S. 6 ff.).
Zu den psychischen Belastungen existieren mehrere Erklärungsmodelle. Zwei der bekanntesten sollen hier kurz Erwähnung finden, das Job Strain Modell und die Handlungsregulationstheorie. Das Job Strain Modell unterscheidet zwischen einerseits psychischer Belastung in Form von Zeitdruck, großen Arbeitsmengen und unklaren Arbeitsanforderungen und andererseits dem Entscheidungsspielraum, der für Eigenverantwortung und Kontrolle der Arbeitssituation steht. Solange dieser Spielraum gegeben ist, kann auch eine relativ hohe Belastung unbedenklich für den Mitarbeiter sein. Wenn die Belastung jedoch den Entscheidungsspielraum übersteigt und er somit seinen Einfluss auf die Gestaltung der Tätigkeit verliert, ergibt sich daraus für den Mitarbeiter eine stark belastende Tätigkeit, die auch seine Gesundheit negativ beeinflusst (vgl. BÜSSING u.a. 2008, S. 10 f.).
1 Einführung: Die Einleitung beleuchtet die prekäre Arbeitssituation in der stationären Altenpflege, charakterisiert durch hohe Belastungen, Personalmangel und Fluktuation, und definiert das Ziel der Arbeit sowie die zentrale Forschungsfrage.
2 Arbeitsbelastungen in der stationären Altenpflege: Dieses Kapitel identifiziert und analysiert die Ursachen physischer sowie psychischer Belastungen und erörtert deren negative Folgen für Mitarbeiter und Einrichtungen.
3 Grundlagen betrieblicher Gesundheitsförderung: Hier werden Definitionen von Gesundheit sowie der Begriff der betrieblichen Gesundheitsförderung in Abgrenzung zu Prävention und betrieblichem Gesundheitsmanagement wissenschaftlich fundiert dargestellt.
4 Betriebliche Gesundheitsförderung in der stationären Altenpflege: Das Kapitel erläutert die konzeptuelle Anwendung von Gesundheitsförderung in der Altenpflege und stellt spezifische Praxisprojekte vor, die zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen initiiert wurden.
5 Effekte betrieblicher Gesundheitsförderung: Hier werden die Ergebnisse und Wirkungen der beschriebenen Projekte evaluiert, wobei sowohl der Nutzen für das Personal als auch ökonomische Effekte für die Unternehmen aufgezeigt werden.
6 Zusammenfassung und Perspektiven: Das abschließende Kapitel fasst die zentralen Ergebnisse zusammen, diskutiert die Grenzen der Maßnahmen und gibt einen Ausblick auf notwendige zukünftige Entwicklungen im Pflegesektor.
Betriebliche Gesundheitsförderung, stationäre Altenpflege, Arbeitsbelastung, Pflegemanagement, Gesundheitsmanagement, Prävention, Arbeitsorganisation, Mitarbeiterzufriedenheit, Burnout, Fluktuation, Personalentwicklung, Gesundheitswissenschaften, Arbeitsunfähigkeit, Belastungs-Beanspruchungs-Konzept, Salutogenese.
Die Arbeit befasst sich mit dem Thema betriebliche Gesundheitsförderung in stationären Pflegeeinrichtungen und untersucht, wie Maßnahmen dazu beitragen können, die Belastungen der Mitarbeiter zu reduzieren.
Zentral sind die Analyse von Arbeitsbelastungen, die theoretischen Grundlagen der Gesundheitsförderung sowie die Darstellung konkreter Praxisprojekte und deren Evaluierung.
Die Forschungsfrage lautet, welche Möglichkeiten der betrieblichen Gesundheitsförderung in der stationären Altenpflege Anwendung finden und ob diese den dort herrschenden Arbeitsbelastungen effektiv entgegenwirken können.
Es handelt sich um eine Übersichtsarbeit, die auf Basis aktueller Studien und Fachliteratur die Möglichkeiten und Effekte betrieblicher Gesundheitsförderung diskutiert.
Im Hauptteil werden zunächst die Arbeitsbelastungen und deren Ursachen analysiert, gefolgt von den Grundlagen der Gesundheitsförderung sowie einer detaillierten Vorstellung und kritischen Betrachtung von Praxisprojekten und deren Auswirkungen.
Wichtige Begriffe sind Betriebliche Gesundheitsförderung, stationäre Altenpflege, Arbeitsbelastungen, Personalentwicklung und Arbeitszufriedenheit.
Die Reorganisation ist entscheidend, da sie die strukturellen Ursachen von Belastungen, wie z.B. Zeitdruck oder pflegefremde Tätigkeiten, direkt angeht und somit nachhaltig die Arbeitsumgebung verbessert.
Führungskräfte sind von zentraler Bedeutung, da sie die Strategie festlegen, Ressourcen bereitstellen müssen und eine tragende Rolle bei der Akzeptanz und Einbindung der Mitarbeiter spielen.
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