Bachelorarbeit, 2012
52 Seiten, Note: 1,5
1. Einleitung
2. Historischer Rückblick
2.1. Anfänge des Mädchensports
2.2. Geschichtlicher Hintergrund des Mädchen- und Frauenfußballs
3. Frauensport in der Gesellschaft
4. Aktuelle Entwicklung im Mädchen- und Frauenfußball
4.1. Gegenwertiger Stand
5. Erörterung über Motivation
5.1. Triebtheorie
5.2. Feldtheorie
5.3. Exkurs über Taufliegen
5.4. Motivtheorie
5.5. Klassifizierung von Motiven
6. Empirie
6.1. Wissenschaftliche Fragestellung
6.2. Fragebogen
6.3. Stichprobe
6.4. Datenerhebung
7. Analyse und Vergleich der Ergebnisse
7.1. Motive im Fußball
7.2. Zusammenfassung der Motive im Fußball
7.3. Soziale Fußballidentität
7.4. Persönliche Fußballidentität
8. Fazit
9. Anhang
9.1. Quellen
Die Arbeit untersucht die spezifischen Motive, die Mädchen und Frauen dazu bewegen, Fußball in Sportvereinen zu spielen, und vergleicht diese Ergebnisse mit Daten aus dem Männerfußball, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Motivation sowie der Fußballidentität aufzudecken.
5.2. Feldtheorie
Während bei der Triebtheorie davon ausgegangen wird, dass es eine Art unspezifische Energieladung gibt, die letztendlich durch die Entladung neutralisiert wird, versuche Lewin in seiner Feldtheorie die unterschiedlichen Kräfte, die letztendlich zur Handlung führen, durch die Darstellung in ihrer spezifischen Gesamtheit zu erfassen.
Im hierfür erstellten Personenmodel beschreibt er dies so: die unterschiedlichen Bereiche spiegeln verschiede Bedürfnisse wider, IP (innerpersonal) als zentralen Punkt und Bereich der grundlegenden Wünsche wie Sicherheit oder Anerkennung, Z (zentrale Bereiche) und P (periphere Bereiche). Nah zusammenliegende Vektoren bedeuten eine stärkere Bindung untereinander. Je abstrakter ein Bedürfnis ist, desto mehr Bereiche können betroffen sein und desto unvorhersehbarer wird die eintretende Handlung. Die Aktivierung mehrerer Bereiche könnte zum Beispiel einen spezifischen Wunsch darstellen, wie dem, ein Fußballspiel zu gewinnen. Dieser kann nun unter Umständen aber auch durch das Ausführen einer Ersatzhandlung, die eigentlich im benachbarten Bereich liegt, gestillt werden. Dort könnte beispielsweise der eigene Erfolg, eine besonders gelungene Aktion im Spiel, stehen. Je enger die Felder in dem Schema zusammenliegen, desto eher besteht die Möglichkeit, dass eine Ersatzhandlung erfolgen kann, die für eine Befriedigung des Bedürfnisses sorgt.
1. Einleitung: Diese Einführung erläutert die Bedeutung des Fußballs in der Gesellschaft sowie die Problematik der Unterrepräsentation und fehlender Förderstrukturen im Frauenfußball.
2. Historischer Rückblick: Dieses Kapitel zeichnet die langsame Entwicklung des Mädchensports und die schwierigen Anfänge des Frauenfußballs im historischen Kontext nach.
3. Frauensport in der Gesellschaft: Der Abschnitt beleuchtet gesellschaftliche Rollenbilder und den Einfluss von Körperidealen auf die Wahrnehmung und Ausübung von Sport bei Frauen.
4. Aktuelle Entwicklung im Mädchen- und Frauenfußball: Es wird der gegenwärtige Status quo des Frauenfußballs in Deutschland unter Berücksichtigung von Mitgliederzahlen und Vereinsstrukturen analysiert.
5. Erörterung über Motivation: Dieses Kapitel führt in die theoretischen Grundlagen der Motivationspsychologie ein, einschließlich Trieb-, Feld- und Motivtheorie sowie deren Klassifizierung.
6. Empirie: Hier werden die wissenschaftliche Fragestellung, das methodische Vorgehen bei der Datenerhebung sowie die Zusammensetzung der Stichprobe beim SFC Stern 1900 Berlin beschrieben.
7. Analyse und Vergleich der Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die Auswertung der Fragebögen und stellt diese den Vergleichswerten männlicher Spieler gegenüber.
8. Fazit: Die Schlussbetrachtung fasst die wesentlichen Erkenntnisse zur Motivation von Fußballerinnen zusammen und diskutiert die Bedeutung für zukünftige Entwicklungen im Sport.
9. Anhang: Der Anhang enthält statistische Daten, Quellenverzeichnisse und das verwendete Untersuchungsmaterial.
Mädchenfußball, Frauenfußball, Motivation, Sportvereine, Fußballidentität, Leistungsbereitschaft, Sozialmotiv, Wettkampfmotiv, Karrieremotiv, Gesundheitsmotiv, Sportsoziologie, Empirische Studie, Vereinssport, Jugendbereich, Geschlechtervergleich
Die Arbeit untersucht die Beweggründe und Motive von Mädchen und Frauen, aktiv in einem Sportverein Fußball zu spielen, und setzt diese in Bezug zu theoretischen Modellen sowie männlichen Vergleichswerten.
Die Arbeit verknüpft historische Aspekte des Frauenfußballs mit soziologischen Fragestellungen zum Frauensport und psychologischen Theorien zur menschlichen Motivation.
Das Hauptziel ist es, die spezifische Motivation von Fußballerinnen zu identifizieren und zu prüfen, ob sich diese signifikant von der männlicher Fußballspieler unterscheidet.
Die Autorin nutzt einen empirischen Ansatz, basierend auf einer Fragebogenerhebung (n=55) beim SFC Stern 1900 Berlin, deren Ergebnisse mit einer bestehenden Studie aus dem Männerbereich verglichen werden.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Block, der Motivationsmodelle erläutert, und einen empirischen Block, der die Daten zum Wettkampf-, Sozial-, Karriere- und Gesundheitsmotiv sowie zur Fußballidentität auswertet.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Mädchenfußball, Motivation, Fußballidentität, Geschlechtervergleich, Vereinssport und empirische Sportforschung.
Wie die Studie zeigt, sind sich die befragten Spielerinnen der begrenzten wirtschaftlichen Perspektiven im Frauenfußball realitätsnah bewusst, weshalb das Ziel des Geldverdienens durch Sport kaum Zustimmung findet.
Die Studie zeigt, dass der soziale Aspekt, wie Kameradschaft und die Zugehörigkeit zum Team, eine zentrale Rolle bei der Motivation spielt, wobei das Umfeld der Spielerinnen dem Sport gegenüber heute weitgehend positiv eingestellt ist.
Obwohl Männer im Schnitt höhere Mittelwerte für das Wettkampfmotiv aufwiesen, konnte kein statistisch signifikanter Unterschied abgesichert werden; für beide Gruppen bleibt das Wettkampfmotiv essenziell.
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