Bachelorarbeit, 2014
79 Seiten, Note: 1,2
1 EINLEITUNG UND PROBLEMSTELLUNG
2 ZIELSETZUNG
3 GEGENWÄRTIGER KENNTNISSTAND
3.1 Darstellung des Konstrukts Gleichgewichtsfähigkeit mit Bezug zu den sportmotorischen Fähigkeiten
3.1.1 Konstrukt der Gleichgewichtsfähigkeit
3.1.2 Gleichgewichtsfähigkeit im Zusammenhang mit Bezug zu den sportmotorischen Fähigkeiten
3.2 Analysatoren der Gleichgewichtsfähigkeit
3.2.1 Der staticodynamische Analysator in Bezug zum Vestibularapparat
3.2.2 Der kinästhetischer Analysator
3.2.3 Der taktile Analysator
3.2.4 Der optische Analysator
3.2.5 Der akustische Analysator
3.3 Bezug der Gleichgewichtsfähigkeit zur Propriozeption bzw. Sensomotorik
3.3.1 Propriozeption - Wahrnehmung der Körperstellung und – bewegung in Bezug zur Gleichgewichtsfähigkeit
3.3.2 Sensomotorik - Steuerung und Kontrolle von Bewegungen in Bezug zur Gleichgewichtsfähigkeit
3.4 Bedeutung der Gleichgewichtsfähigkeit im Alltag und in der Rehabilitation
3.4.1 Trainierbarkeit der Gleichgewichtsfähigkeit
3.4.2 Gleichgewichtsfähigkeit im Alltag
3.4.3 Gleichgewichtstraining in der Rehabilitation
3.5 Darstellung des aktuellen Kenntnisstandes zu propriozeptivem bzw. sensomotorischem Training
3.5.1 Allgemeine Übersicht zum aktuellen Kenntnisstand in Bezug zum propriozeptiven bzw. sensomotorischen Training
3.5.2 Studien zum propriozeptiven bzw. sensomotorischen Training bezogen auf den Gelenkstellungssinn
4 METHODIK
4.1 Studiendesign
4.2 Untersuchungsablauf und Zeitplanung
4.2.1 Untersuchungsplan
4.2.2 Probandenkollektiv
4.2.3 Testverfahren - Diagnostik zur Ermittlung des Stellungssinns
4.2.4 Testdurchführung
4.2.5 Untersuchungszeit und – situation
4.2.6 Untersuchungsablauf
4.3 Untersuchungsdurchführung
4.3.1 Beschreibung der Interventionsphase
4.3.2 Trainingsaufbau inkl. Belastungsparameter
4.3.3 Trainingsgeräte
4.3.4 Grundregeln beim Durchführen des Trainings
4.4 Datenauswertung
4.4.1 Techniken der Datenerhebung
4.4.2 Techniken der Datenauswertung
4.5 Geräte/Hilfsmittel
4.6 Statistik
5 ERGEBNISSE
5.1 Deskriptive Statistik
5.2 Ergebnisse der statistischen Überprüfung
6 DISKUSSION
7 ZUSAMMENFASSUNG
Die Studie untersucht die Effektivität eines sechswöchigen Gleichgewichtstrainings auf die Propriozeption im Kniegelenk bei sportlich aktiven Personen. Die Forschungsfrage zielt darauf ab, festzustellen, ob ein regelmäßiges und gezieltes Training zu einer messbaren Verbesserung der Reproduzierbarkeit von Gelenkwinkeln führt.
1 Einleitung und Problemstellung
Im Rahmen der Rehabilitation, speziell im Bereich der unteren Extremitäten sowie der Prävention von Verletzungen, stellt die Gleichgewichtsfähigkeit eine bedeutende Rolle in der Wiedererlangung und der Erhaltung einer adäquaten Alltagsmotorik dar. Häufig wird hier das Training der Propriozeption* angeführt.
Die Propriozeptoren stellen anatomisch ein kinästhetisches System* von Rezeptoren dar, die die Gelenkstellung, die Bewegungsgeschwindigkeit sowie die Muskelkraft messen (Lehmann-Horn, 2010). Der Propriozeption wird ein erheblicher Teil zur Aufrechterhaltung der Gleichgewichtsfähigkeit zugesprochen.
Beispielsweise kommt es durch Verletzungen am Bandapparat des Kniegelenks zu einer veränderten Wahrnehmung der Bewegung sowie zu einer verminderten Reproduzierbarkeit der Gelenkstellung, welche sich negativ auf die Erhaltung der Gelenkstabilität und auf die Gleichgewichtsfähigkeit auswirken kann (Wilke & Froböse, 2003; Wilke & Froböse, 2003). Von einigen Autoren wird beschrieben, dass Propriozeptoren in der Lage seien, den Zustand und die Veränderung von Gelenkwinkeln zu erfassen (Ashton-Miller, Wojtys, Huston, & Fry-Welch, 2001; Bosco & Poppele, 2001). Teilweise wird in der Literatur berichtet, dass der Begriff Propriozeption, bezogen auf komplexe koordinativ anspruchsvolle Bewegungsabläufe, die falsche Bezeichnung zu sein scheint. Hier wird sodann der Begriff des sensomotorischen Trainings vorgeschlagen (Haas & Schmidtbleicher, 2006; Haas, Schulze-Cleven, Turbanski, & Schmidtbleicher, 2007).
1 EINLEITUNG UND PROBLEMSTELLUNG: Einführung in die Bedeutung der Gleichgewichtsfähigkeit und Propriozeption für die Rehabilitation und Sportmotorik.
2 ZIELSETZUNG: Definition der Forschungsfrage und Hypothesen zur Wirksamkeit des Trainings auf die Propriozeption im Kniegelenk.
3 GEGENWÄRTIGER KENNTNISSTAND: Theoretische Grundlagen zu Gleichgewichtsfähigkeit, deren Analysatoren und der Bezug zur Sensomotorik.
4 METHODIK: Detaillierte Beschreibung des Studiendesigns, der Probandenauswahl, der Trainingsdurchführung und der statistischen Analyse.
5 ERGEBNISSE: Präsentation der erhobenen Daten aus Prä- und Post-Tests sowie deren statistische Auswertung.
6 DISKUSSION: Kritische Analyse der Studienergebnisse im Kontext des aktuellen Forschungsstandes.
7 ZUSAMMENFASSUNG: Zusammenfassende Darstellung der Arbeit und Ausblick auf zukünftige Forschungsansätze.
Gleichgewichtsfähigkeit, Propriozeption, Kniegelenk, Sensomotorik, Winkelreproduktionstest, Gelenkstellungssinn, Rehabilitation, Trainingswissenschaft, Koordination, Bewegungssteuerung, statische Balance, dynamische Balance, Interventionsstudie, Trainingsprinzipien, Posturale Kontrolle.
Die Arbeit untersucht, ob ein spezifisches sechswöchiges Gleichgewichtstraining die propriozeptiven Fähigkeiten, konkret die Gelenkstellungswahrnehmung im Kniegelenk, bei bereits sportlich aktiven Personen verbessern kann.
Die Arbeit behandelt schwerpunktmäßig das Konstrukt der Gleichgewichtsfähigkeit, die Rolle der menschlichen Analysatoren (vestibulär, kinästhetisch, taktil, optisch, akustisch) sowie die funktionellen Zusammenhänge zwischen Propriozeption, Sensomotorik und Gelenkstabilisierung.
Das primäre Ziel ist es, durch eine quantitative Analyse (Winkelreproduktionstest) zu klären, ob durch regelmäßiges Training eine messbare Verbesserung der Propriozeption im Kniegelenk erzielt werden kann.
Es handelt sich um eine randomisierte kontrollierte Studie mit Interventions- und Kontrollgruppe. Zur Datenerhebung wird der Winkelreproduktionstest genutzt und die statistische Auswertung erfolgt mittels t-Tests für abhängige und unabhängige Stichproben.
Der Hauptteil gliedert sich in eine umfassende theoretische Fundierung zu Gleichgewicht und Propriozeption sowie einen detaillierten Methodenteil, der den Aufbau des Trainings, die Probandenauswahl und die verwendeten Messinstrumente dokumentiert.
Wichtige Begriffe sind Gleichgewichtsfähigkeit, Propriozeption, sensomotorisches Training, Winkelreproduktionstest und Gelenkstellungssinn.
Die Wahl dieser Altersspanne begründet sich damit, dass ab der dritten bis fünften Lebensdekade eine natürliche Abnahme des Gleichgewichtsvermögens einsetzt, die durch gezieltes Training in diesem Zeitraum noch effektiv kompensiert werden kann.
Die Probanden durften ihr bisheriges Pensum beibehalten, da es sich um eine Untersuchung an bereits sportlich aktiven Personen handelt. Die Studie wollte prüfen, ob das zusätzliche gezielte Gleichgewichtstraining über das normale Pensum hinaus einen Effekt hat.
Die Ergebnisse zeigen keine statistisch signifikante Verbesserung der Propriozeption durch das Training in der Interventionsgruppe, was im Widerspruch zu Studien mit untrainierten Probanden steht und die Komplexität der Trainingswirksamkeit bei bereits aktiven Personen unterstreicht.
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