Magisterarbeit, 2012
116 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Qigong
2.1 Begriffliche Herkunft und zeitliche Einordnung
2.2 Bedeutung der Wortbestandteile „Qi“ und „Gong“
2.3 Verschiedene Arten von Qigong
2.4 Anwendung von Qigong in Schule und Sport
2.5 Nicht-Notwendigkeit des religiösen Bezugs
2.6 Ausgewählte Studien zu Qigong und Meditation
2.6.1 Kontrolle der Aufmerksamkeit
2.6.2 Verbesserung der Widerstandsfähigkeit des Denkens gegen Störungen
2.6.3 Entspannung durch Meditation: Die Leistung von Sportschützen
2.6.4 Forschungsdefizite
3 Meditation
3.1 Meditation und die Veränderung der Aufmerksamkeitsleistung
3.2 Herkunft und Charakteristik der Meditation
3.3 Meditation und Atmung
3.4 Zusammenhang zur Untersuchung
4 Bedingungen optimaler Leistungsentfaltung
4.1 Das Konzept der Handlungsregulation nach Luo
4.2 Ergebnisse der Untersuchung Luos
4.3 Kritische Einschätzung
5 Csikszentmihalyis Konzept des Flow-Erlebnis
5.1 Komponenten des Flow
5.2 Parallele zum Qigong
5.3 Kritische Einschätzung
5.4 Fazit
6 Modelle der Bewegungswissenschaft
6.1 Paradigmen der Informationsverarbeitung
6.1.1 Open-Loop- und Closed-Loop-Kontrolle
6.1.2 Kritik an den Programmtheorien
6.1.3 Generalisierte motorische Programme
6.1.4 Äquilibriumspunkthypothese
6.1.5 Exkurs: Sensorische Mechanismen der Bewegungskontrolle
6.2 Systemdynamischer Ansatz
6.3 Zwischenstand
7 Gleichgewichtsfähigkeit
7.1 Definition der Gleichgewichtsfähigkeit
7.2 Formen der Gleichgewichtsfähigkeit
7.3 Organisation des Gleichgewichts
7.3.1 Die inneren Informationssysteme
7.3.2 Die äußeren Informationssysteme
7.3.3 Weitere Bestimmungsfaktoren der Gleichgewichtsfähigkeit
7.3.4 Verarbeitung der Sinnesreize
8 Problemstellung und Untersuchungshypothese
8.1 Problemstellung
8.2 Untersuchungshypothese
9 Methodik
9.1 Stichprobe
9.2 Untersuchungsaufbau
9.3 Untersuchungsdurchführung
9.3.1 Durchführung der Pre- und Post-Tests
9.3.2 Durchführung der Trainingsphase
9.3.2.1 Inhalt der Experimentalgruppe
9.3.2.2 Inhalt der Kontrollgruppe
9.4 Stichprobencharakteristik
9.5 Prüfverfahren
9.6 Statistisches Verfahren
10 Ergebnisse
10.1 Deskriptive Statistik
10.2 Analytische Statistik
10.3 Zusammenfassung
11 Diskussion
12 Zusammenfassung und Ausblick
Diese Magisterarbeit untersucht den Einfluss von Qigong als Methode zur Fokussierung und Entspannung auf das dynamische Gleichgewicht bei 10- bis 11-jährigen Schülern. Das primäre Ziel ist es, zu klären, ob durch eine gezielte meditative Praxis vor einem motorischen Test (MFT-Balance-Board) eine Leistungsverbesserung durch reduzierte Reizverarbeitung und gesteigerte Aufmerksamkeit erzielt werden kann.
2.3 Verschiedene Arten von Qigong
Eine erste Übersicht zu einem differenzierten Verständnis von Qigong findet sich bei Bölts et al. (1993). Sie gliedern es grob in drei Arten, wobei an erster Stelle die Schulrichtungen angeführt werden. Diese unterteilen sich in:
a) konfuzianische Schule, welche im Kern eine politische Orientierung meint. Die Idee dahinter lautet: erst wenn der Mensch gelernt hat sich selbst zu beherrschen, ist er in der Lage eine Familie, oder auf einer nächst höheren Stufe, einen Staat zu führen,
b) die daoistische Schule vertritt eine kosmologische Sicht. Hierunter wird verstanden, dass durch die Meditation eine Einheit von Individuum und Universum erlangt wird,
c) die buddhistische Schule bietet eine religiöse Orientierung für das Qigong-Üben an, welche eine Befreiung von dem durch die Welt verursachtem Leiden durch Meditation anstrebt. Die Versenkung soll hier zu Weisheit und Erleuchtung führen,
d) die medizinische Schule, wobei Qigong zur (Wieder-) Herstellung des Gleichgewichts zwischen Yin und Yang führen soll,
e) die Schulrichtung der Kampfkunst durch Qigong soll zu einer besseren Beherrschung der inneren Kräfte führen, in deren Folge auch die Beherrschung der Körperkräfte angestrebt wird (Luo, 1996). Das populärste Beispiel hierfür sind die international tourenden Shaolin-Mönche, die mit Kung Fu bei ihren spektakulären Shows beeindrucken.
1 Einleitung: Der Autor erläutert seine persönliche Faszination für ostasiatische Methoden und formuliert die Forschungsfrage bezüglich des Einflusses von Qigong auf die Gleichgewichtsfähigkeit von Kindern.
2 Qigong: Dieses Kapitel bietet einen historischen Überblick über Qigong, erläutert die Bedeutung der Begriffe Qi und Gong sowie die verschiedenen Anwendungsbereiche in Schule und Sport.
3 Meditation: Hier wird der Zusammenhang zwischen Meditation, Aufmerksamkeit und physiologischen Prozessen wie der Atmung sowie deren Relevanz für sportliche Leistungsfähigkeit beleuchtet.
4 Bedingungen optimaler Leistungsentfaltung: Das Kapitel stellt das Konzept der Handlungsregulation nach Luo vor, das den Einfluss von Qigong auf den psycho-physischen Zustand theoretisch begründet.
5 Csikszentmihalyis Konzept des Flow-Erlebnis: Der Autor diskutiert das Modell des Flows und zieht Parallelen zum Qigong als Methode, um Körper und Geist in einen einheitlichen Leistungszustand zu bringen.
6 Modelle der Bewegungswissenschaft: Es erfolgt eine Gegenüberstellung von klassischen informationsverarbeitenden Modellen und dem modernen systemdynamischen Ansatz zur Erklärung motorischer Kontrolle.
7 Gleichgewichtsfähigkeit: Definition und Systematisierung der Gleichgewichtsfähigkeit sowie die Bedeutung sensorischer Analysatoren und zentralnervöser Verarbeitung stehen hier im Fokus.
8 Problemstellung und Untersuchungshypothese: Der Autor operationalisiert die Forschungsfrage und stellt die Null- sowie Alternativhypothese für die empirische Untersuchung auf.
9 Methodik: Beschreibung des Studiendesigns, der Stichprobe, des MFT-Balance-Boards als Testinstrument sowie der Durchführung des Trainings (Qigong vs. Parkour).
10 Ergebnisse: Präsentation der deskriptiven und analytischen Statistik zur Untersuchung der Stabilitätsindizes beider Gruppen.
11 Diskussion: Kritische Auseinandersetzung mit den Ergebnissen, Interpretation der Effektstärken und Reflexion über die methodischen Limitationen der Studie.
12 Zusammenfassung und Ausblick: Abschließende Synthese der Ergebnisse sowie Empfehlungen für zukünftige interdisziplinäre Forschungsansätze in der Sportwissenschaft.
Qigong, Meditation, Gleichgewichtsfähigkeit, motorische Kontrolle, Handlungsregulation, Flow-Erlebnis, MFT-Balance-Board, Schüler, sportliche Leistung, Konzentrationssteigerung, Systemdynamik, Psychophysiologie, Bewegungslehre, empirische Untersuchung, Aufmerksamkeit.
Die Arbeit untersucht den Einfluss von Qigong-Übungen auf das dynamische Gleichgewicht bei 10- bis 11-jährigen Schülern einer 5. Klasse.
Die Arbeit verknüpft Ansätze aus der Bewegungswissenschaft (motorische Kontrolle) mit psychologischen Theorien zur Handlungsregulation und zum Flow-Erleben.
Es soll geprüft werden, ob Schüler durch gezieltes Qigong-Training vor einem Balance-Test eine bessere Konzentration und somit einen verbesserten Stabilitätsindex erreichen.
Es handelt sich um eine univariat und zweistufig angelegte einfaktorielle Studie, bei der eine Experimental- und eine Kontrollgruppe mittels t-Test für abhängige Stichproben verglichen wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Qigong, Meditation, Flow und Bewegungskontrolle sowie in die detaillierte Beschreibung und Auswertung einer empirischen Pilotstudie.
Qigong, Gleichgewichtsfähigkeit, motorische Kontrolle, Flow-Erlebnis, Aufmerksamkeit und Handlungsregulation.
Um die Drittvariable "Motivation" zu kontrollieren und den Kindern der Kontrollgruppe ebenfalls ein attraktives, den Lehrplan ergänzendes Training anzubieten, ohne den fokussierten Entspannungseffekt des Qigong zu imitieren.
Es konnte keine statistisch signifikante Verbesserung der Treatmentgruppe nachgewiesen werden, jedoch zeigte die Effektstärkenanalyse (d=0.57) einen großen praktischen Effekt, der einen Trend zur Signifikanz aufzeigt.
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