Bachelorarbeit, 2014
77 Seiten, Note: 1,9
Medien / Kommunikation - Public Relations, Werbung, Marketing, Social Media
1. Einleitung
2. Kinderlebensmittel zwischen Ernährung und Industrie
2.1. Definition von Kinderlebensmitteln
2.2. Notwendigkeit von Kinderlebensmitteln
2.3. Profitabilität von Kinderlebensmitteln
2.4. Elterliche Einstellung zur Kinderernährung
2.5. Rechtliche Rahmenbedingungen bei Kinderlebensmitteln
2.6. Zusammenfassung
3. Clean Label zwischen Konsumenten und Produzenten
3.1. Definition von Clean Label
3.2. Entstehung von Clean Label
3.3. Notwendigkeit von Zusatzstoffen
3.4. Profitabilität von Clean Label
3.5. Konsumenteneinstellung zu Zusatzstoffen und Clean Label
3.6. Rechtliche Rahmenbedingungen
3.7. Zusammenfassung
4. Clean Labeling bei Kinderlebensmitteln
4.1. Aromen
4.2. Farbstoffe
4.3. Konservierungsstoffe
4.4. Geschmacksverstärker
4.5. Zuckerzusätze
4.6. Zusammenfassung
5. Elternbefragung zu Clean Label auf Kinderlebensmitteln
5.1. Hintergrund und Ziele
5.2. Umfragenerhebung
5.3. Teilnehmermerkmale
5.4. Ergebnisse des Fragebogens
5.4.1. Häufigkeit und Motive des Kinderlebensmitteleinkaufes
5.4.2. Mitentscheidung des Kindes beim Einkauf
5.4.3. Häufigkeit und Motive des Lesens der Zutatenliste
5.4.4. Bekanntheit von Zusatzstoffen und Kompensationen
5.4.5. Einstellung zu Clean Label
5.4.6. Interpretation von Clean Label
5.4.6.1. Ohne Aromen
5.4.6.2. Ohne Farbstoffe
5.4.6.3. Ohne Konservierungsstoffe
5.4.6.4. Ohne Geschmacksverstärker
5.5. Auswertung der Ergebnisse
6. Zusammenfassung
7. Literaturverzeichnis
8. Anhang
Die Arbeit untersucht, ob die Zielgruppe der Eltern die Bedeutung von "Clean Label"-Auslobungen auf Kinderlebensmitteln korrekt deuten kann oder ob sie durch diese Marketinginstrumente bei ihrer Kaufentscheidung getäuscht wird. Die zentrale Forschungsfrage ist, ob Eltern fehlerhafte Vorstellungen von diesen Auslobungen haben und ob Hersteller dieses Unwissen bewusst ausnutzen.
1. Einleitung
1,6 Sekunden. So lange widmet sich der Durchschnitts-Konsument im Supermarkt einem Produkt. In dieser Zeit registriert er Bilder, Produktnamen und Etiketten, um die für ihn wichtigsten Informationen zu filtern, welche für seinen Griff nach dem Lebensmittel relevant sind. Viele Entscheidungen werden dabei erst direkt am Regal im Laden gefällt. Deshalb ist die Optik eines Produktes, besonders der Aufdruck der Vorderseite als Marketinginstrument von großer Bedeutung. Ein Beispiel wären dafür die Versprechungen der Befreiung von Zusatzstoffen auf Kinderlebensmitteln. Unternehmen werben nicht mehr nur damit, welche Inhaltsstoffe sich im Produkt befinden sondern welche Zusätze nicht enthalten sind. Dies geschieht durch Verzichts-Auslobungen, so genannte Clean Label. Durch sie entfällt der negative Nachgeschmack von den ansonsten mit E-Nummern gekennzeichneten künstlichen Zusatzstoffen in einem Lebensmittel. Während Kinder mit Fantasienamen und auffälligen, bunten Verpackungen angesprochen werden, sind es die auf dem Produkt abgedruckten Verzicht-Bewerbungen, die deren Eltern adressieren. Jedoch weisen gerade diese Produkte häufig ein ungünstiges Nährstoffprofil auf, da sie meist sehr salzig, fettig oder süß sind. Kinderlebensmittel mit einem Clean Label bilden dabei einen guten Kompromiss für Eltern dem Wunsch ihrer Kinder nach einem bestimmten Produkt nachzugehen und dem eigenen Wunsch, einen bewussten Ernährungsstil zu unterstützen, da die Auslobungen ein gesundes und natürlicheres Produkt suggerieren können.
Diese Arbeit soll an dem Punkt der Täuschung anknüpfen. Dabei wird betrachtet, ob die Zielgruppe der Eltern die Bedeutung der Clean Label kennt oder sich bei der Definition täuscht. Es wird angenommen, dass Eltern fehlerhafte Vorstellungen von den Auslobungen haben könnten und dadurch geblendet werden, was folglich die Täuschung in dieser Arbeit definiert. Bei den Herstellern wird vermutet, dass sie das Verständnis der Konsumenten kennen und bewusst Clean Label einsetzen, um das Unwissen oder die falsche Wahrnehmung für sich zu nutzen.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Kaufentscheidungen bei Kinderlebensmitteln ein und stellt die Forschungsfrage nach der möglichen Täuschung von Eltern durch "Clean Label"-Marketing.
2. Kinderlebensmittel zwischen Ernährung und Industrie: Dieses Kapitel analysiert Definition, Nährwert und Profitabilität von Kinderlebensmitteln sowie die elterliche Einstellung dazu im Kontext rechtlicher Rahmenbedingungen.
3. Clean Label zwischen Konsumenten und Produzenten: Hier werden Definition, historische Entstehung und die Motivation der Lebensmittelindustrie hinter der Verwendung von "Clean Labels" beleuchtet.
4. Clean Labeling bei Kinderlebensmitteln: Dieses Kapitel untersucht gezielt die Auslobungen bezüglich Aromen, Farbstoffen, Konservierungsstoffen, Geschmacksverstärkern und Zuckerzusätzen anhand von Praxisbeispielen.
5. Elternbefragung zu Clean Label auf Kinderlebensmitteln: Diese empirische Sektion präsentiert die methodische Vorgehensweise und Auswertung einer Umfrage unter Eltern hinsichtlich ihres Verständnisses für "Clean Label"-Auslobungen.
6. Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer Gesamtschau der Ergebnisse ab, welche die Hypothese der elterlichen Fehlinterpretation für bestimmte Zusatzstoffklassen bestätigt und das taktische Potenzial von "Clean Labels" für die Industrie unterstreicht.
Clean Label, Kinderlebensmittel, Marketing, Konsumententäuschung, Zusatzstoffe, Ernährungsphysiologie, Elternbefragung, Lebensmittelrecht, Verzichtsbewerbung, Zutatenliste, Nahrungsmittelindustrie, Profitabilität, Verbraucherverhalten, Lebensmittelsicherheit, Produktvermarktung
Die Arbeit untersucht, ob die Lebensmittelindustrie Eltern durch sogenannte "Clean Label"-Auslobungen auf Kinderlebensmitteln täuscht, indem suggeriert wird, dass Produkte ohne bestimmte Zusatzstoffe gesünder oder natürlicher seien.
Die zentralen Themen sind die Vermarktungsstrategien bei Kinderlebensmitteln, die Definition und Funktion von Zusatzstoffen, das Konzept "Clean Label" sowie die Frage, wie Eltern diese Werbeaussagen interpretieren.
Ziel ist es zu klären, ob die Zielgruppe der Eltern die Bedeutung von "Clean Label"-Auslobungen kennt oder ob sie fehlerhaften Vorstellungen erliegt, die durch die Industrie bewusst für eine profitable Vermarktung genutzt werden.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch Literaturrecherche und einer empirischen Untersuchung in Form einer Elternbefragung in einer Grundschule, deren Ergebnisse quantitativ ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Analyse der Lebensmittelindustrie und des "Clean Label"-Trends sowie eine detaillierte Untersuchung konkreter Produktbeispiele. Zudem wird die empirische Elternbefragung und deren Auswertung ausführlich dargestellt.
Kernbegriffe sind Clean Label, Kinderlebensmittel, Marketing, Konsumententäuschung, Zusatzstoffe, Zutatenliste und Verbraucherverhalten.
Ja, die Arbeit stellt heraus, dass juristisch betrachtet "sauber" geworben werden kann, während die Eltern subjektiv enttäuscht werden, wenn sie hinter den Auslobungen ein natürlicheres Produkt vermuten, als es die technologische Realität zulässt.
Die Studie zeigt, dass bei dieser Auslobung oft große Fehlinterpretationen vorliegen, da viele Eltern nicht erkennen, dass das Produkt dennoch andere süßende Zutaten oder hohe Zuckergehalte enthalten kann.
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