Masterarbeit, 2014
121 Seiten, Note: 1,0
Medien / Kommunikation - Medien und Politik, Pol. Kommunikation
1. Einleitung
1.1. FORSCHUNGSFRAGE UND THESE
1.2. STAND DER FORSCHUNG
1.3. KONTEXTBESCHREIBUNG: WARUM TARANTINO?
2. Theoretische Konzepte
2.1. DIE KONSTRUKTION DER GESCHLECHTER
2.1.1. GESCHLECHTERSTEREOTYPE
2.1.2. GESCHLECHTERROLLEN – GESCHLECHTSROLLENEINSTELLUNGEN
2.1.3. GESCHLECHTSIDENTITÄT VS. GESCHLECHTSROLLENIDENTITÄT
2.2. DIE FRAU IM FILM
2.2.1. FEMINISTISCHE FILMTHEORIE – EIN ÜBERBLICK
2.2.2. DIE FRAU IM ACTIONKINO
2.2.3. DOING GENDER IM FILM
3. Methodischer Zugang
4. Die Filme
4.1. KILL BILL - VOL. 1 & 2
4.1.1. INHALT
4.1.2. CHARAKTERANALYSEN
4.1.3. HELDIN UND OPFER – „DIE SCHÖNE, KLEINE, BLONDE PUSSY“
4.1.4. SIE HAT DIE FÜßE SCHÖN – EIN FETISCH LÄSST GRÜßEN
4.1.5. GNADENLOSE KILLERINNEN, VÖLLIG KLISCHEEFREI?
4.1.6. MUTTER & KILLERIN? – DAS GEHT NICHT GUT
4.1.7. DIE MUTTER UND IHR JUNGES ENDLICH VEREINT – TROTZDEM EIN ENDE MIT TRÄNEN?
4.2. DEATH PROOF – TODSICHER
4.2.1. INHALT
4.2.2. CHARAKTERANALYSEN
4.2.3. DIE FRAUEN ALS OBJEKTE – LANGE BEINE, TOLLE KÖRPER, SEXY KLEIDUNG
4.2.4. DIE FRAUEN ALS SUBJEKTE – WIR BESTIMMEN, WAS WIR TUN
4.2.5. JEDE MENGE FÜßE
4.2.6. DIE RACHE DER OPFER – TOD DEM KILLER
4.3. INGLOURIOUS BASTERDS
4.3.1. INHALT
4.3.2. CHARAKTERANALYSEN
4.3.3. ZWEI FRAUEN /VIER GESICHTER
4.3.4. FINDEN WIR DEN FETISCH?
4.3.5. DIE JÜDISCHE RACHE – DAS RIESENGESICHT IN AKTION
5. Vergleich und Analyse der filmischen Eindrücke
6. Schlussbetrachtung
Die vorliegende Arbeit untersucht die Inszenierung und Repräsentation von Weiblichkeit in ausgewählten Filmen von Quentin Tarantino, wobei das primäre Ziel die Dekonstruktion gängiger Weiblichkeitsstereotype ist.
4.1.2. Charakteranalysen
Die Heldin der Kill Bill Filme ist im gesamten ersten Teil namenlos und wird nur als „die Braut“ bezeichnet, wann immer einer der anderen Charaktere ihren Namen ausspricht, wird darüber ein lauter „Biep-Ton“ gelegt, ihr Name wird also für das Publikum zensiert. Aber nicht nur die Identität der Braut, auch ihre eigentliche (Lebens-)Geschichte bleibt zum größten Teil ein Rätsel für das Publikum. Beispielsweise erfahren wir wesentlich mehr über O-Ren Ishiis Leben und Werdegang, als über den der eigentlichen Heldin. Wir wissen nichts über ihre Familie, wir erfahren nicht, wie sie Bill kennen gelernt hat und wann und wie sie sich ineinander verliebt haben. Auch ist uns nicht einmal bekannt, wie es eigentlich dazu gekommen ist, dass sie eine der besten und gefährlichsten Killerinnen der Welt geworden ist.
Was wissen wir also? Wer ist die Braut aka Beatrix Kiddo?
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Themen Geschlechtervorstellungen und Filmanalyse ein und erläutert die Motivation für die vorliegende politikwissenschaftliche Untersuchung.
2. Theoretische Konzepte: Dieser Abschnitt bietet einen fundierten theoretischen Überblick über die Konstruktion von Geschlecht, Geschlechterrollen, Feministische Filmtheorie und das Konzept des "Doing Gender".
3. Methodischer Zugang: In diesem Kapitel wird das methodische Vorgehen erläutert, das auf einer qualitativen und deduktiven Filmanalyse basiert.
4. Die Filme: Dieser Hauptteil analysiert detailliert die drei ausgewählten Filmwerke von Quentin Tarantino hinsichtlich ihrer Inhalte, Charakterdarstellungen und weiblichen Rollenbilder.
5. Vergleich und Analyse der filmischen Eindrücke: Hier werden die Ergebnisse der einzelnen Filmanalysen zusammengeführt, vergleichend bewertet und die verbliebenen Forschungsfragen beantwortet.
6. Schlussbetrachtung: Dieses abschließende Kapitel resümiert die Erkenntnisse zur Dekonstruktion von Weiblichkeitsstereotypen in Tarantinos Werk.
Quentin Tarantino, Feministische Filmtheorie, Weiblichkeit, Geschlechterstereotype, Doing Gender, Filmanalyse, Kill Bill, Death Proof, Inglourious Basterds, Rache, Machtstrukturen, Identität, Rollenbild, Dekonstruktion, Repräsentation.
Die Arbeit analysiert die Darstellung von Weiblichkeit und die Konstruktion weiblicher Charaktere in ausgewählten Filmen von Quentin Tarantino aus politikwissenschaftlicher und feministischer Perspektive.
Die zentralen Themen sind die Dekonstruktion von Geschlechterstereotypen, die performative Ausübung von Geschlechterrollen ("Doing Gender") im Kino sowie die Machtverhältnisse zwischen männlichen und weiblichen Filmfiguren.
Ziel ist es zu ergründen, auf welche Weise die Frauenfiguren in Tarantinos Filmen gängige gesellschaftliche und filmische Klischeebilder dekonstruieren und ob sie als Vorbilder für neue, starke Frauenrollen fungieren können.
Es wird eine qualitative und deduktive Vorgehensweise gewählt, die auf der Analyse von Texten, Dokumenten und vor allem auf einer hermeneutischen Filmanalyse basiert.
Der Hauptteil besteht aus der detaillierten inhaltlichen Analyse und den Charakterstudien der Filme "Kill Bill (Vol. 1 & 2)", "Death Proof – Todsicher" und "Inglourious Basterds".
Wichtige Begriffe sind unter anderem Quentin Tarantino, Feministische Filmtheorie, Weiblichkeit, Geschlechterstereotype, Dekonstruktion und Macht.
Obwohl sie Opfer männlicher Gewalt wird, legt sie ihre passive Opferrolle ab und wird zur hochkompetenten, agierenden Akteurin, die ihre Rache mit brutaler Konsequenz selbst in die Hand nimmt.
Die Rache fungiert als Katalysator, der die Heldinnen aus ihrer passiven oder zugewiesenen Rolle befreit und sie zur aktiven Kontrolle über ihr eigenes Schicksal führt.
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