Masterarbeit, 2014
88 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Aufbau der Arbeit
2 Grundlagen des Employer Branding
2.1 Begriffliche Abgrenzung des Employer Branding
2.1.1 Definition Marke, Arbeitgebermarke(Employer Brand)
2.1.2 Definition Branding, Corporate Branding, Employer Branding
2.1.3 Personalmarketing / Anreiz-Beitrags-Theorie
2.1.4 Identitätsbasierte Markenführung
2.2 Geschichte und aktuelle Relevanz des Employer Branding
2.3 Anwendung, Ziele und Wirkungsdimensionen des Employer Branding
2.3.1 Ziele einer Employer Brand
2.3.1.1 Markenbekanntheit
2.3.2 Funktionen einer Employer Brand
2.3.3 Wirkungsdimensionen des Employer Branding
2.4 Branchenattraktivität & Employer Branding am Beispiel zweier Branchen
2.4.1 Branchenattraktivität
2.4.2 Employer Branding am Beispiel der BMW Group
2.4.3 Employer Branding am Beispiel der Peek & Cloppenburg Co. KG
2.5 Theorien im Kontext der Employer Branding Forschung
2.5.1 Inhalts- / Marketing- / Verhaltenstheoretische Gestaltungsansätze
2.5.2 Arbeitgeberwahltheorien
3 Herleitung eines Untersuchungsmodells zur Wirkung des Employer Branding auf die Rekrutierung von Mitarbeitern am Vergleich der Automobilbranche zur Textilbranche
3.1 Erläuterung des Values
3.2 Wirkung von Reputation Value und Economic Value auf die abhängigen Variablen
3.3 Wirkung von Economic Value und Development Value auf die abhängigen Variablen
3.4 Wirkung von Economic Value und Development Value auf die abhängigen Variablen unter Einbeziehung der Branchen
3.5 Wirkung von Economic Value und Reputation Value in Verbindung mit der moderierenden Wirkung des Produkt-Involvements auf die abhängigen Variablen
4 Empirische Überprüfung der Wirkung von Employer Branding auf die Rekrutierung von Mitarbeitern am Vergleich der Automobilbranche zur Textilbranche
4.1 Varianzanalyse als Untersuchungsmethode
4.2 Konzeption der empirischen Studie &deskriptive Auswertung
4.3 Operationalisierung der zu untersuchenden Konstrukte
4.3.1 Reputation Value
4.3.2 Economic Value
4.3.4 Interest Value
4.3.5 Attraktivität als Arbeitgeber
4.3.7 Identifikation mit dem Arbeitgeber
4.3.8 Moderiende Variable: Produkt-Involvement
4.4 Ergebnisse der Hypothesenprüfung
4.4.1 Experiment 1
4.4.2 Experiment 2
4.4.3 Experiment 3
4.4.4 Experiment 4
4.5 Zusammenfassende Betrachtung und Interpretation der Ergebnisse
4.6 Implikationen für Praxis und Forschung
5. Schlussbetrachtung
Die Arbeit untersucht den Einfluss von Employer Branding auf die Rekrutierung von Mitarbeitern. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, ob und wie verschiedene Arbeitgeber-Werte (Values) sowie Branchenunterschiede (Automobil- vs. Textilbranche) die Attraktivität als Arbeitgeber, die Bewerbungsneigung und die Identifikation potenzieller Bewerber beeinflussen, unter Berücksichtigung der moderierenden Rolle des Produkt-Involvements.
2.5.2.1 Erwartungstheorie nach Vroom
Hinsichtlich der Theorien zur Arbeitsplatzwahl berufen sich viele Autoren auf die aus dem Jahr 1964 stammende Valenz-Instrumentalitäts-Erwartungstheorie nach Vroom (Petkovic, 2008, S. 16). Das Fundament dieser Theorie liegt im Weg-Ziel-Ansatz, welcher davon ausgeht, dass der Mensch sich so verhält, dass er stets die eigene Nutzenmaximierung verfolgt (Vroom, 1964, S. 19). Demnach hängt die Wahl eines Arbeitgebers von den eigenen Erwartungen ab, sowie von der Einschätzung ob das gewünschte Unternehmen die individuellen Erwartungen auch erfüllen kann.
Unter Valenz versteht Vroom die Wertigkeit, unterscheidet er jedoch grundsätzlich zwischen Wertigkeit („valence“) und dem Wert („value“) an sich. Für ein Individuum besteht nämlich durchaus die Möglichkeit, dass große Unterschiede zwischen der im Vorfeld gefühlten Wertigkeit („valence“) und dem tatsächlich empfundenen Wert („value“) bestehen können. Folglich kann die Valenz einen positiven, negativen oder neutralen Wert annehmen (Vroom, 1964, S. 15; Wunderer & Küppers, 2003, S. 115). Instrumentalität beschreibt eine Ergebnis-Folge-Beziehung, welche in Abhängigkeit von Persönlichkeitsmerkmalen eines jeden Einzelnen beeinflusst werden kann.
1 Einleitung: Einführung in die Problematik des demographischen Wandels und die daraus resultierende Notwendigkeit eines effektiven Employer Brandings zur Gewinnung von Fachkräften.
2 Grundlagen des Employer Branding: Detaillierte begriffliche Einordnung, historische Entwicklung und Vorstellung theoretischer Modelle sowie Funktionen des Employer Brandings.
3 Herleitung eines Untersuchungsmodells zur Wirkung des Employer Branding auf die Rekrutierung von Mitarbeitern am Vergleich der Automobilbranche zur Textilbranche: Theoretische Begründung der sieben Konstrukte und Aufstellung der Hypothesen für die empirische Untersuchung.
4 Empirische Überprüfung der Wirkung von Employer Branding auf die Rekrutierung von Mitarbeitern am Vergleich der Automobilbranche zur Textilbranche: Durchführung der Varianzanalysen und detaillierte Darstellung der Ergebnisse sowie Diskussion der Implikationen.
5. Schlussbetrachtung: Kritische Reflexion der Ergebnisse, Fazit zur Bedeutung des Employer Brandings für die Rekrutierung und Ausblick auf zukünftige Forschungsmöglichkeiten.
Employer Branding, Personalmarketing, Marke, Arbeitgebermarke, Arbeitgeberwahl, Involvement, Automobilbranche, Textilbranche, Rekrutierung, Varianzanalyse, Generation Y, Mitarbeiterbindung, Arbeitgeberattraktivität, Signaling, Employer-of-Choice.
Die Arbeit analysiert die Auswirkungen von Employer Branding auf die Gewinnung neuer Mitarbeiter und untersucht, wie sich Unternehmen als attraktive Arbeitgeber positionieren können.
Die zentralen Themen umfassen die Identitätsbasierte Markenführung, die Auswirkungen des demographischen Wandels auf den Arbeitsmarkt sowie die Anwendung psychologischer Motivations- und Wahltheorien im Kontext der Personalbeschaffung.
Ziel ist es zu ergründen, ob Employer Branding einen messbaren Einfluss auf die Rekrutierung hat und wie sich dieser durch gezielte Marketingmaßnahmen in verschiedenen Branchen (Automobil vs. Textil) optimieren lässt.
Es wird eine Kombination aus theoretischer Fundierung und einer quantitativen empirischen Studie unter Verwendung von Varianzanalysen (ANOVA/MANOVA) zur Überprüfung aufgestellter Hypothesen genutzt.
Der Hauptteil gliedert sich in die Herleitung eines Untersuchungsmodells basierend auf vier Values (Reputation, Economic, Development, Interest) sowie die empirische Überprüfung der Wirkungen mittels Experimenten und Probandenbefragungen.
Wichtige Begriffe sind Employer Branding, Personalmarketing, Arbeitgeberattraktivität, Generation Y und das Konzept des Produkt-Involvements bei der Arbeitgeberwahl.
Die Arbeit zeigt, dass Branchenbilder wie das der attraktiven Automobilbranche als Filter bei Bewerbern fungieren, wobei Unternehmen in unattraktiveren Branchen wie der Textilbranche durch spezifisches Branding gegensteuern müssen.
Die Ergebnisse verdeutlichen, dass für die Generation Y neben dem Gehalt (als Hygienefaktor) insbesondere Weiterbildungsmöglichkeiten, Karrierechancen und die Übereinstimmung mit persönlichen Werten für eine positive Arbeitgeberentscheidung ausschlaggebend sind.
Das Produkt-Involvement fungiert als moderierende Variable: Bewerber, die eine hohe Affinität zum Produkt eines Unternehmens haben, zeigen sich eher dazu bereit, bei diesem Unternehmen zu arbeiten, selbst wenn einzelne Arbeitgeber-Values negativ ausgeprägt sind.
Der Autor schließt, dass Employer Branding so früh wie möglich ansetzen muss und Unternehmen sich durch eine authentische und konsistente Markenführung sowie durch die Nutzung bestehender Produkt-Affinitäten von Mitbewerbern abheben sollten.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

