Bachelorarbeit, 2009
30 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Problemstellung
3. Definition Organisationsaufstellung
4. Geschichtlicher Hintergrund
5. Ablauf von Organisationsaufstellungen
5.1 Die Rahmenbedingungen
5.2 Das Anliegen
5.3 Die Auswahl der Systemelemente und Stellvertreter
5.4 Die eigentliche Aufstellungsarbeit
5.5 Der Fallgeber im Lösungsbild
5.6 Das Auflösen der Aufstellungsarbeit
5.7 Die Nachbesprechung
6. Phänomene einer Organisationsaufstellung
6.1 Die repräsentative Wahrnehmung
6.2 Das implizite Wissen
6.3 Die systemisch-konstruktivistische Perspektive
7. Prinzipien einer Organisationsaufstellung
8. Wirksamkeit von Aufstellungen in Organisationen
9. Ein Zukunftsausblick
Die Arbeit untersucht die Methode der Organisationsaufstellung als systemisches Beratungsinstrument, das durch räumliche Visualisierung komplexe Beziehungsstrukturen, Hierarchien und Dynamiken innerhalb von Unternehmen sichtbar macht, um nachhaltige Problemlösungen zu fördern.
5.3 Die Auswahl der Systemelemente und Stellvertreter
Damit die Aufstellung nicht zu komplex wird, werden nur bestimmte Einheiten, sprich Personen, Abteilungen, Stabstellen, ausgewählt. Der Therapeut hilft dem Fallgeber bei der Auswahl. Eventuell wird auch ein Organigramm erstellt, damit man leichter erkennt welche Einheiten für die Aufstellung wichtig sind und welche man vernachlässigen kann.
Wenn sich später doch der Bedarf zeigt, kann man während dem Prozess problemlos weitere Elemente hinzunehmen.36
Anschließend wählt der Aufsteller unter den Anwesenden Repräsentanten für sein Unternehmen bzw. seine Abteilungen und Angestellten. Im Vorfeld sollten sich die Teilnehmer für diese Aufstellung bereit erklärt haben. Die Positionierung dieser Stellvertreter soll intuitiv erfolgen, ohne lange darüber nachzudenken und zwar so, wie der Aufsteller glaubt, dass es seiner Unternehmung entspricht.37
Weiters positioniert der Aufsteller auch noch einen Repräsentanten für sich selbst, der im weiteren Verlauf den Fokus des Prozesses darstellt. Demzufolge kann er selbst den folgenden Prozess quasi als Zuschauer miterleben.38
Bei der Aufstellung selbst sollte der Fallgeber konzentriert vorgehen. Er stellt sich dabei hinter die auserwählten Stellvertreter und führt sie an die gedachte Position.39
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die zunehmende Bedeutung systemischer Beratungsansätze ein und umreißt den Aufbau der Untersuchung zur Methode der Organisationsaufstellung.
2. Problemstellung: Das Kapitel beschreibt die durch wirtschaftliche Veränderungen und Innovationsdruck bedingten komplexen Herausforderungen für Organisationen, die herkömmliche Beratungsmethoden oft überfordern.
3. Definition Organisationsaufstellung: Hier wird die Methode als systemischer Ansatz hergeleitet, der auf der allgemeinen Systemtheorie und Familienaufstellungen basiert, um Beziehungsstrukturen in Organisationen räumlich darzustellen.
4. Geschichtlicher Hintergrund: Der Abschnitt erläutert die Wurzeln der Methode, von der psychoanalytischen Organisationsanalyse bis hin zu Morenos Psychodrama und Bert Hellingers Beitrag.
5. Ablauf von Organisationsaufstellungen: Das Kapitel detailliert den methodischen Prozess von der Rahmengestaltung über die Anliegenklärung und Stellvertreterwahl bis zur Nachbesprechung.
6. Phänomene einer Organisationsaufstellung: Dieser Teil beleuchtet wissenschaftliche Konzepte wie die repräsentative Wahrnehmung und das implizite Wissen, die das Phänomen der Stellvertreterarbeit erklärbar machen.
7. Prinzipien einer Organisationsaufstellung: Die Grundannahmen und Metaprinzipien, wie Zugehörigkeit und zeitliche Reihenfolge, werden als notwendige Voraussetzungen für ein funktionierendes System dargelegt.
8. Wirksamkeit von Aufstellungen in Organisationen: Das Kapitel diskutiert die Anwendbarkeit, Nachhaltigkeit und Vorteile der räumlichen Visualisierung gegenüber klassischen Beratungsmethoden.
9. Ein Zukunftsausblick: Ein Resümee zur steigenden Beliebtheit, das betont, dass für den Erfolg in der Zukunft eine fachlich qualifizierte Ausbildung und Professionalität unabdingbar sind.
Organisationsaufstellung, systemische Beratung, Systemtheorie, Stellvertreter, repräsentative Wahrnehmung, implizites Wissen, Organisationsentwicklung, Bert Hellinger, Lösungsbild, Unternehmensberatung, System, Gruppendynamik, Veränderungsprozesse, Management, Psychodrama
Die Arbeit behandelt die Methode der Organisationsaufstellung als ein systemisches Instrument der Unternehmensberatung, welches dazu dient, komplexe interne Dynamiken und Probleme durch räumliche Visualisierung lösungsorientiert aufzudecken.
Die zentralen Felder umfassen die Definition und Herleitung der Methode, deren geschichtliche Entwicklung, den konkreten Ablauf einer Aufstellung, die zugrunde liegenden Phänomene sowie die Prinzipien der systemischen Wirksamkeit.
Das Ziel ist es, die Durchführbarkeit, die Voraussetzungen und die Wirkungsweise von Organisationsaufstellungen darzustellen, um zu verdeutlichen, wie diese Methode bei Veränderungsprozessen in komplexen Organisationsstrukturen unterstützen kann.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der Analyse bestehender systemtheoretischer Konzepte sowie der Untersuchung der Prozessschritte und Phänomene bei Organisationsaufstellungen.
Im Hauptteil werden der detaillierte Prozessablauf (von der Rahmenbedingung bis zur Nachbesprechung), die phänomenologischen Grundlagen (repräsentative Wahrnehmung) und die notwendigen Grundprinzipien (Ordnungsprinzipien) erläutert.
Die wichtigsten Begriffe sind Organisationsaufstellung, systemische Beratung, Systemtheorie, repräsentative Wahrnehmung, Lösungsbild, Organisationsentwicklung und Stellvertreter.
Im Gegensatz zu fachlich-analytischen Beratungen setzen Organisationsaufstellungen auf die räumliche Visualisierung und das unmittelbare Erleben von Beziehungsstrukturen, wodurch auch implizites, intuitives Wissen nutzbar gemacht wird.
Der Aufstellungsleiter trägt die Verantwortung für einen ethischen und professionellen Ablauf; seine Kompetenz entscheidet darüber, ob der Prozess das System in eine hilfreiche Richtung lenkt oder aufgrund von Unwissenheit falsch interpretiert wird.
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