Bachelorarbeit, 2014
42 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Forschungsstand
2.1 HIT-Training
2.2 Maximale Sauerstoffaufnahme VO2max
2.3 Maximale Herzfrequenz HRmax
2.4 Auswirkungen von Training auf das Herz-Kreislauf-System
3 Diskussion des Forschungsstandes und Ableitung der Fragestellung
4 Methodik
4.1 Methodenauswahl
4.2 Auswahlkriterien der einzelnen Studien
4.3 Literaturrecherche
4.4 Statistische Datenauswertung
5 Ergebnisse
5.1 Allgemeiner Überblick über die Studien
5.2 Ergebnisse bezogen auf VO2max
5.3 Ergebnisse bezogen auf HRmax
6 Diskussion
7 Schlussfolgerungen für die Praxis
8 Methodenkritik
8.1 Methodenkritik Meta-Analyse
8.2 Methodenkritik Statistische Datenauswertung
9 Zusammenfassung und Ausblick
10 Literaturverzeichnis
Ziel dieser Arbeit ist es, den Einfluss von High-Intensity-Training (HIT) auf die metabolischen Parameter VO2max und HRmax systematisch zu untersuchen und positive Trainingseffekte zu bewerten.
2.1 HIT-Training
Beim hochintensiven Intervall-Training (HIT) im Lauf- oder Radsport handelt es sich allgemein um ein Training, bei welchem sich kurze Impulsabfolgen von hochintensiver Aktivität intermittierend mit Abfolgen der Erholung abwechseln (Gibala, Little, MacDonald & Hawley, 2012, S. 1077). Der Intensität nach würde das einer intensiven Intervallmethode entsprechen (Schnabel et al., 2011, S. 349). Nach Gibala et al. ist dabei das Verhältnis der Abfolgen variabel je nach Zielsetzung des Trainings wählbar (2012, S. 1077). In der Forschung hat man sich mittlerweile auf eine Definition festgelegt: Demnach beschreibt HIT eine mehrfach wiederholte Ausübung einer Belastung von 30 Sekunden bis zu mehreren Minuten bei hoher Intensität, welche von einer Erholungsphase von einer bis zu fünf Minuten bei niedriger Intensität oder vollständiger Pause unterbrochen wird (Shiraev & Barclay, 2012, S. 960).
HIT beinhaltet mehrere Runden und die intensiven Phasen werden über der aeroben-anaeroben Laktatschwelle, nahe dem Punkt der maximalen Sauerstoffaufnahme VO2max bis hin zur Ermüdung durchgeführt (Schoenfeld & Dawes, 2009, S. 44). Dabei gibt es jedoch auch verschiedene Ausführungen bzw. Protokolle von HIT. Nach Schoenfeld und Dawes wird in Studien für gewöhnlich das Wingate-Protokoll (oder auch Wingate-Test) verwendet, bei welchem auf einem Fahrradergometer die Belastungsdauer 30 Sekunden und die Erholungsdauer vier Minuten beträgt (2009, S. 960, zitiert nach Bar-O, Dotan & Inbar, 1977). Die Intensität ist dabei der maximalen Anstrengung – hier spricht man in diesem Zusammenhang auch von All-Outs – gleichzusetzen.
1 Einleitung: Einführung in die Trainingsmethoden und die historische Entwicklung des Intervalltrainings hin zum modernen HIT.
2 Forschungsstand: Definition von HIT sowie Erläuterung der metabolischen Zielparameter VO2max und HRmax.
3 Diskussion des Forschungsstandes und Ableitung der Fragestellung: Zusammenfassung bestehender Forschungsergebnisse und Herleitung der Forschungsfrage zur Wirkung von HIT.
4 Methodik: Beschreibung der angewandten Meta-Analyse-Methodik, der Studienauswahl und statistischen Datenauswertung.
5 Ergebnisse: Darstellung der ausgewerteten Studien und der berechneten Effektstärken für VO2max und HRmax.
6 Diskussion: Kritische Interpretation der Ergebnisse und Einordnung in den wissenschaftlichen Kontext.
7 Schlussfolgerungen für die Praxis: Empfehlungen für Trainer und Athleten basierend auf den gewonnenen Erkenntnissen.
8 Methodenkritik: Auseinandersetzung mit potenziellen Verzerrungen und methodischen Einschränkungen der Meta-Analyse.
9 Zusammenfassung und Ausblick: Fazit der Arbeit sowie Aufzeigen zukünftiger Forschungsbedarfe.
10 Literaturverzeichnis: Auflistung aller verwendeten Quellen.
High-Intensity-Training, HIT, HIIT, Intervalltraining, VO2max, Herzfrequenz, HRmax, Meta-Analyse, Ausdauerleistungsfähigkeit, Trainingswissenschaft, Sportmedizin, Leistungsdiagnostik, metabolische Parameter, Herz-Kreislauf-System, Effektstärke
Die Arbeit untersucht systematisch die Auswirkungen von High-Intensity-Training (HIT) auf ausgewählte metabolische Parameter, speziell auf die maximale Sauerstoffaufnahme (VO2max) und die maximale Herzfrequenz (HRmax).
Die zentralen Felder umfassen die Trainingslehre, sportwissenschaftliche Meta-Analysen, die Physiologie des Herz-Kreislauf-Systems und die Anwendung von HIT im Breiten- und Leistungssport.
Das Ziel ist es, durch eine Meta-Analyse zu prüfen, ob HIT-Training in allen Intensitätsbereichen konsistent positive Effekte auf die VO2max und HRmax bei untrainierten bis leicht trainierten Personen erzielt.
Die Arbeit nutzt die Methode der Meta-Analyse, bei der Ergebnisse aus 20 ausgewählten Primärstudien quantitativ zusammengefasst und durch Effektstärken (Cohen's d und Pearson's r) bewertet werden.
Der Hauptteil gliedert sich in die Aufarbeitung des Forschungsstandes, die methodische Vorgehensweise zur Studienselektion, die statistische Datenauswertung sowie die Diskussion der Ergebnisse und Praxisimplikationen.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie HIT, HIIT, VO2max, Meta-Analyse, Herz-Kreislauf-System, Trainingssteuerung und metabolische Parameter.
Die Meta-Analyse ergab eine durchschnittliche Gesamteffektstärke von r=0,4647, was nach Cohen als mittlerer Effekt mit Tendenz zum starken Effekt interpretiert werden kann.
Die Auswirkungen auf die HRmax sind laut der vorliegenden Meta-Analyse mit einem sehr kleinen Effekt verbunden, weshalb hierzu weiterer Forschungsbedarf besteht.
HIT wird als zeitsparende und ressourcenschonende Alternative zum herkömmlichen Ausdauertraining bewertet, die auch bei geringerem Zeitaufwand physiologische Adaptionen anstoßen kann.
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