Diplomarbeit, 2015
152 Seiten
1 EINFÜHRUNG
1.1 Motivation und Relevanz
1.2 Forschungsstand
1.3 Ziel, Forschungsfrage, Methode und Aufbau der Arbeit
2 HISTORISCHER UND THEORETISCHER HINTERGRUND
2.1 Journalistische Ethik
2.1.1 Journalistische Ethik in den USA
2.2 Ethik-Kodizes der Medien
2.2.1 Medienkodizes weltweit
2.2.2 Die Kodizes von Journalistenorganisationen in den USA
2.2.3 Exkurs: Vergleich ethischer Einstellungen von Journalisten in den USA und Deutschland
2.3 Der Journalist im Film
2.3.1 Kurze Historie der Journalismusfilme
2.3.2 Typen von Journalismusfilmen
2.3.3 Rollen in Journalismusfilmen
2.4 Das Image der US-Journalisten
2.5 Das Selbstbild der US-Journalisten
2.5.1 Selbstbild unter dem Aspekt Ethik
3 METHODIK DER FILMANALYSE
3.1 Figurenanalyse
3.1.1 Figurenanalyse nach Eder: „Die Uhr der Figur“
3.1.2 Sequenz- und Einstellungsprotokoll
3.2 Forschungsfragen und Hypothesen
3.2.1 Konzeption der Analyse
3.2.2 Kriterien zur Auswahl der Filme und Figuren
4 ANALYSE DER FILME „INSIDER“, “VON LÖWEN UND LÄMMERN” UND „STATE OF PLAY“
4.1 Inhaltsangabe zu „Insider“
4.2 Kritiken und Anmerkungen zu „Insider“
4.3 Figurenanalyse von Lowell Bergman aus „Insider“
4.3.1 Selbstbild
4.3.2 Journalistische Ethik
4.4 Inhaltsangabe zu „Von Löwen und Lämmern“
4.5 Kritiken und Anmerkungen zu „Von Löwen und Lämmern“
4.6 Figurenanalyse von Janine Roth aus „Von Löwen und Lämmern“
4.6.1 Selbstbild
4.6.2 Journalistische Ethik
4.7 Inhaltsangabe zu „State of Play“
4.8 Kritiken und Anmerkungen zu „State of Play“
4.9 Figurenanalyse von Cal McAffrey aus “State of Play”
4.9.1 Selbstbild
4.9.2 Journalistische Ethik
5 SCHLUSSBETRACHTUNG
5.1 Zusammenfassung der Ergebnisse und Überprüfung der Hypothesen
5.2 Resümee, Kritik und Ausblick
Die Arbeit untersucht das Bild des Journalisten in zeitgenössischen US-amerikanischen Spielfilmen und vergleicht dieses mit dem Selbstbild der Journalisten sowie dem Ansehen des Berufsstandes in der realen US-Bevölkerung. Der Fokus liegt dabei auf ethischen Aspekten der journalistischen Praxis.
4.3 Figurenanalyse von Lowell Bergman aus „Insider“
In Sequenz 20 merkt Bergman an, dass der Soziologe Herbert Marcuse „großen Einfluss“ auf die „Neue Linke“ und auch auf ihn persönlich gehabt habe, Bergman ordnet sich politisch also links ein.
Mehrfach verweist der Film auf Bergmans gefühlte Verantwortung als politischer Journalist und auch das daraus folgende Selbstbewusstsein: Als der Insider Wigand Bergman für seinen Wechsel zum wohl als weniger seriös erachteten Sender CBS kritisiert, betont Bergman sein Bild als erfahrener, kritischer Aufdecker: „Ich packe noch immer die heißen Eisen an.“ (0:26:10)
Bereits zu Beginn des Films weist der Produzent Lowell Bergmann auf das seiner Meinung nach hohe Ansehen seiner Sendung hin, um seinen Gesprächspartner von der Hisbollah von einem Interview zu überzeugen: „Wir sind das seriöseste, meinungsbildende TV-Nachrichtenmagazin in Amerika.“ (00:04:39) Dabei lässt er zwischen den Adjektiven bewusst eine Pause, um die Wertigkeit und Relevanz zu betonen. In Sequenz 5 wird das starke Selbstbewusstsein der Macher der Sendung erneut deutlich: Der Moderator Mike Wallace legt sich bei den Details um das Interview mit dem Scheich sogar mit einem bewaffneten Mann an. Lowell Bergmann tritt hier als beruhigender Gegenpol auf, der die Situation auflöst: „Bist du bereit oder willst du dich weiter aufpumpen und den Affen machen?“ (00:14:19). Er ist sich der Macht und Relevanz der Sendung bewusst, bleibt aber im Gegensatz zum eher eitel inszenierten Moderator trotzdem meist souverän und professionell.
1 EINFÜHRUNG: Die Einleitung motiviert die Themenwahl durch die Spannung zwischen journalistischem Ethos und filmischer Darstellung und umreißt die methodische Herangehensweise.
2 HISTORISCHER UND THEORETISCHER HINTERGRUND: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen journalistischer Ethik in den USA, die Rolle von Kodizes und das historische Bild des Journalisten im Film.
3 METHODIK DER FILMANALYSE: Hier wird der methodische Ansatz der hermeneutischen Filmanalyse und speziell die Figurenanalyse nach Eder für die Untersuchung definiert.
4 ANALYSE DER FILME „INSIDER“, “VON LÖWEN UND LÄMMERN” UND „STATE OF PLAY“: Dieser Hauptteil analysiert die ausgewählten Filme und deren journalistische Protagonisten im Hinblick auf ihr ethisches Handeln und Selbstbild.
5 SCHLUSSBETRACHTUNG: Die Ergebnisse werden zusammengefasst, die Hypothesen überprüft und ein Resümee sowie ein Ausblick auf weitere Forschungsmöglichkeiten gegeben.
Journalistische Ethik, USA, Film, Figurenanalyse, Insider, Von Löwen und Lämmern, State of Play, Lowell Bergman, Janine Roth, Cal McAffrey, Selbstbild, Investigativer Journalismus, Medienethik, Kodizes, Filmwissenschaft
Die Arbeit analysiert die Darstellung von Journalisten in US-amerikanischen Spielfilmen der Jahre 1999 bis 2009 und hinterfragt dabei deren ethisches Verhalten im Vergleich zur Realität.
Die Themen umfassen die journalistische Ethik, die Rolle von Ethik-Kodizes in den USA, die filmische Repräsentation des Berufsstandes sowie die gesellschaftliche Wahrnehmung von Journalisten.
Das primäre Ziel ist es zu untersuchen, ob Journalisten im Film trotz ethisch fragwürdiger Methoden ein positives Selbstbild bewahren und wie dieses Bild mit dem tatsächlichen gesellschaftlichen Ansehen korreliert.
Der Autor nutzt die hermeneutische Filmanalyse, insbesondere die Figurenanalyse nach dem Modell „Die Uhr der Figur“ von Jens Eder, ergänzt durch Sequenz- und Einstellungsprotokolle.
Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Untersuchung der Filme „Insider“, „Von Löwen und Lämmern“ und „State of Play“ sowie der Analyse ihrer jeweiligen journalistischen Hauptfiguren.
Zentrale Begriffe sind journalistische Ethik, US-Film, Investigativer Journalismus, Figurenanalyse und das Spannungsfeld zwischen journalistischem Selbstbild und öffentlichem Ansehen.
Obwohl er sich als ethischer „Watchdog“ versteht, nutzt Bergman teils manipulative Methoden und setzt Informanten unter Druck, rechtfertigt dies jedoch mit dem übergeordneten Ziel der Wahrheitssuche.
Der „First Amendment“-Grundsatz bildet das rechtliche Fundament für das US-amerikanische Pressewesen und beeinflusst maßgeblich die „Libertarian Theory of the Press“, welche die Autonomie des einzelnen Journalisten betont.
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