Bachelorarbeit, 2014
55 Seiten, Note: 1,4
1. Einleitung
2. Vorgehen und Methodik
3. Das Konzept der Salutogenese
3.1 Entstehungsgeschichte
3.2 Theorie der Salutogenese
3.2.1 Salutogenese und Pathogenese
3.2.2 Gesundheits-Krankheits-Kontinuum
3.2.3 Widerstandsressourcen – Widerstandsdefizite
3.2.4 Kohärenzgefühl
3.2.5 Entwicklung und Modifikation des SOC
3.3 Zusammenfassung
4. Arbeit in Kindertagesstätten und die Mitarbeiter/-innengesundheit
4.1 Aktueller Stand der Forschung zur Gesundheit und Arbeitszufriedenheit im Erzieher/-innenberuf
4.1.1 Fehlzeitenreport
4.1.2 BGW-DAK Stress-Monitoring
4.1.3 Kita-Studie der GEW
4.2 Das Arbeitsfeld im Wandel
4.2.1 Allgemeine Veränderungen der Arbeit in Kindertageseinrichtungen
4.2.2 Zur Lage in Bayern
4.3 Zusammenfassung
5. Die Mitarbeiter/-innengesundheit in Kindertagesstätten unter salutogenetischer Perspektive
6. Umsetzung der Salutogenese als Führungsansatz in Kindertageseinrichtungen
6.1 Salutogenese zum Thema machen
6.2 Neue Fehlerkultur entwickeln
6.3 Salutogenetisches Mitarbeitergespräch
6.4 Gegenseitige soziale Unterstützung im Team fördern
6.5 Salutogenese-Training für pädagogische Fachkräfte
6.6 HEDE-Training
6.7 Salutogenese und Gewerkschaft?
6.8 Kritische Betrachtung der Umsetzungsmöglichkeiten
6.9 Chancen und Grenzen salutogenetischer Führung in Kitas
7. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht, inwiefern das Konzept der Salutogenese als theoretische Basis für die Personalführung in Kindertageseinrichtungen dienen kann, um die Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter langfristig zu stabilisieren und positiv zu beeinflussen. Die zentrale Forschungsfrage lautet, wie dieses Konzept konkret im Führungsalltag von Kindertagesstätten umgesetzt werden kann.
3.1 Entstehungsgeschichte
Aaron Antonovsky wurde 1923 in Brooklyn geboren. Ursprünglich studierte er Wirtschaft und Geschichte an der Yale-University und stieß eher zufällig auf die Medizinsoziologie und die Stressforschung, die sein Interesse weckten und denen er sich von da an verstärkt widmete. 1960 emigrierte er nach Israel. Im Rahmen einer Forschung zur Verarbeitung der Wechseljahre israelischer Frauen, traf er auf Frauen, die die Konzentrationslager der Nationalsozialisten überlebt hatten. Viele dieser Überlebenden waren durch diese Erfahrung hochgradig belastet. Es gab jedoch auch einige, die dennoch psychisch und physisch gesund geblieben waren und sich ein neues Leben aufgebaut hatten. Diese Tatsache beeindruckte ihn nachhaltig. Von da an beschäftigte er sich mit der Frage nach dem Gesund bleiben des Menschen. Daraus entwickelte er das Konzept der Salutogenese (vgl. Antonovsky und Franke 1997, S. 13).
1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert die zunehmende Belastung von pädagogischem Personal in Kindertagesstätten und stellt die Salutogenese als Ansatz zur Gesundheitsförderung durch Führung vor.
2. Vorgehen und Methodik: Es werden die theoretischen Grundlagen der Salutogenese sowie aktuelle Studien zur Gesundheit von Erzieher/-innen vorgestellt, um darauf aufbauend Möglichkeiten der praktischen Umsetzung zu prüfen.
3. Das Konzept der Salutogenese: Dieses Kapitel erläutert die Entstehungsgeschichte, das Gesundheits-Krankheits-Kontinuum und das zentrale Kohärenzgefühl nach Antonovsky.
4. Arbeit in Kindertagesstätten und die Mitarbeiter/-innengesundheit: Hier wird der Forschungsstand zu Fehlzeiten und Arbeitsbedingungen in Kitas analysiert, inklusive rechtlicher Besonderheiten und dem Wandel des Berufsfeldes.
5. Die Mitarbeiter/-innengesundheit in Kindertagesstätten unter salutogenetischer Perspektive: Eine Analyse zeigt auf, wie aktuelle Rahmenbedingungen das Kohärenzgefühl der Beschäftigten negativ beeinflussen können.
6. Umsetzung der Salutogenese als Führungsansatz in Kindertageseinrichtungen: Das Kernkapitel diskutiert konkrete Methoden wie Fehlerkultur, Mitarbeitergespräche, kollegiale Beratung und spezielle Trainings zur Förderung der Mitarbeitergesundheit.
7. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Bewertung der Chancen und Grenzen salutogenetischer Führung und betont die Notwendigkeit, sowohl strukturelle als auch individuelle Ansätze zu verfolgen.
Salutogenese, Kohärenzgefühl, Personalführung, Kindertagesstätte, Mitarbeitergesundheit, Arbeitsbelastung, Gesundheits-Krankheits-Kontinuum, Widerstandsressourcen, Stressmanagement, Pädagogische Fachkräfte, Fehlzeiten, Organisationskultur, Betriebliche Gesundheitsförderung.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der psychischen und physischen Gesundheit von pädagogischem Personal in Kindertagesstätten und wie Führungskräfte durch das salutogenetische Konzept die Gesundheit der Mitarbeiter fördern können.
Die zentralen Themen sind das Salutogenese-Modell nach Antonovsky, die Analyse der Arbeitsbelastungen in Kitas anhand von Fehlzeitenberichten sowie praktische Führungsstrategien.
Die zentrale Frage ist, wie das Konzept der Salutogenese genutzt werden kann, um in der Führung von Kindertageseinrichtungen die Gesundheit und Arbeitszufriedenheit des Personals nachhaltig zu stärken.
Die Autorin stützt sich auf eine theoretische Literaturanalyse und die Auswertung bestehender empirischer Daten und Fehlzeitenreports (z.B. von BGW, DAK und GEW).
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Einführung in die Salutogenese, die Darstellung der Belastungssituation in Kitas sowie die konkrete Ableitung von Management- und Führungsmethoden.
Die wichtigsten Begriffe sind Salutogenese, Kohärenzgefühl (SOC), Kita-Personal, Mitarbeitergesundheit und salutogenetische Führung.
Das Kohärenzgefühl bildet das theoretische Herzstück; die Autorin untersucht, wie Führungskräfte die Verstehbarkeit, Handhabbarkeit und Bedeutsamkeit der Arbeit für das Personal erhöhen können.
Die Autorin argumentiert, dass eine positive Fehlerkultur Stress reduziert und Fehler als Lernchancen begreift, was wiederum das Kohärenzgefühl stärkt, statt Ängste bei den Beschäftigten zu schüren.
Das Hauptproblem liegt laut Arbeit in den knappen zeitlichen und finanziellen Ressourcen, der Arbeitsverdichtung sowie dem Fachkräftemangel, die den Führungskräften nur begrenzte Spielräume lassen.
Die kollegiale Beratung wird als wichtige Methode angeführt, um soziale Unterstützung im Team zu systematisieren und eine salutogenetische Ressource für die Bewältigung beruflicher Belastungen zu schaffen.
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