Bachelorarbeit, 2012
45 Seiten, Note: 1,7
Die Bachelorthesis analysiert die Gesellschafts- und Geschlechterkritik in ausgewählten Werken Ödön von Horváths, insbesondere in den Stücken "Kasimir und Karoline" und "Glaube Liebe Hoffnung". Die Arbeit untersucht, wie Horváth die Demaskierung des Bewusstseins als oberstes Ziel verfolgt und welche literarischen Strategien er dafür einsetzt. Dabei werden die Erneuerung des Volksstücks, die gescheiterte Kommunikation durch den Bildungsjargon, die Kritik an Liebe, Moral und Kitsch sowie die Rolle der Frau in der Gesellschaft des Kleinbürgertums beleuchtet.
Die Einleitung führt in die Thematik der Gesellschafts- und Geschlechterkritik in Horváths Werken ein und stellt die zentralen Ziele und Schwerpunkte der Arbeit dar. Das erste Kapitel analysiert Horváths Erneuerung des Volksstücks, indem es seine gattungsspezifischen Besonderheiten und seine Kritik an der traditionellen Form des Genres beleuchtet. Das zweite Kapitel untersucht die gescheiterte Kommunikation in Horváths Stücken, insbesondere den Bildungsjargon als literarische Strategie. Das dritte Kapitel befasst sich mit den Motiven der Gesellschafts- und Geschlechterrollenkritik, wobei die Themen Liebe, Kitsch und Illusion sowie die Rolle der Frau in der Gesellschaft im Vordergrund stehen. Die Theorie der imaginierten Weiblichkeit von Silvia Bovenschen wird herangezogen, um die Diskrepanz zwischen realer und imaginierter Weiblichkeit in Horváths Werken zu beleuchten.
Die Schlüsselwörter und Schwerpunktthemen des Textes umfassen Ödön von Horváth, Volksstück, Gesellschaftskritik, Geschlechterrollenkritik, Demaskierung des Bewusstseins, Bildungsjargon, Liebe, Kitsch, Illusion, Weiblichkeit, Imaginierte Weiblichkeit, Kasimir und Karoline, Glaube Liebe Hoffnung.
Es ist das Ziel, die Lügen, die Dummheit und die Fassaden der Figuren (und des Publikums) zu enthüllen, um das wahre Selbst und die gesellschaftlichen Zwänge sichtbar zu machen.
Die Arbeit konzentriert sich auf die Volksstücke "Kasimir und Karoline" sowie "Glaube Liebe Hoffnung".
Es handelt sich um eine literarische Strategie, bei der Figuren versuchen, sich durch eine gehobene, aber oft falsch angewendete Sprache aufzuwerten, was letztlich ihre gescheiterte Kommunikation offenbart.
Frauen werden oft als das schwächste Glied der Gesellschaft im Kleinbürgertum gezeigt, die zwischen materieller Not und der Sehnsucht nach Liebe zerrieben werden.
Dieser Begriff beschreibt die Diskrepanz zwischen den männlichen Projektionen auf Frauen und der realen Lebenswirklichkeit der weiblichen Figuren in der Literatur.
Horváth bricht mit der Tradition des gemütlichen Volkstheaters und nutzt die Gattung für scharfe Gesellschaftskritik und die Darstellung des Kampfes zwischen Individuum und Gesellschaft.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

