Masterarbeit, 2014
79 Seiten, Note: 1,0
A Einführung
B Mögliche Datenschutzrechtsverletzungen durch die Handlungen der NSA
I. Die NSA-Affäre in ihren Grundzügen
1. Zur weltweiten Überwachungs- und Spionageaffäre
2. Die Aufdeckung und das an die Öffentlichkeit gelangen der Affäre
II. Entstehung und Grundsätze des deutschen Datenschutzrechts
1. Das verfassungsrechtliche Fundament
2. Europäische Richtlinien und internationale Rechtsquellen als Einflüsse
3. Das deutsche Datenschutzrecht in Form des BDSG
III. Verfassungsrechtliche Betrachtung der NSA-Affäre
1. Das allgemeine Persönlichkeitsrecht
a Einordnung und Grenzen
b Die Aktionen der NSA in Bezug auf das Persönlichkeitsrecht
2. Das Recht auf informationelle Selbstbestimmung
a Inhalt und Formung durch die Rechtsprechung
b Mögliche Verletzung durch die NSA
3. Aspekte des Fernmeldegeheimnisses
a Spezielle Beschränkungen im Bereich von Geheimdiensttätigkeiten
b Subsumtion der NSA Operationen unter dem Aspekt der Einschränkungen
4. Verwertung der Ergebnisse in Form einer Verhältnismäßigkeitsabwägung
5. Zwischenergebnis der verfassungsrechtlichen Einordnung
IV. Datenschutzrechtliche Untersuchung der NSA-Affäre
1. Die NSA als öffentliche oder nicht-öffentliche Stelle
a Öffentliche Stellen
b Nicht-öffentliche Stellen
c Anwendung auf die NSA
d Zwischenergebnis
2. Der spezifisch relevante Horizont des Bundesdatenschutzgesetzes
a Grundsätze der Datenerhebung
b Spezialrechtliche Tatbestände
c Besonderheiten bei der Übermittlung personenbezogener Daten ins Ausland
3. Ausgewählte, möglicherweise datenschutzrechtlich problematische Beispiele der NSA-Affäre
a Die Software „PRISM“
aa Informationsbezug über Dritte
bb Einschätzung der Vereinbarkeit mit dem Datenschutzrecht
b Die NSA-Abhöreinheit „Special Collection Service (SCS)“
aa Datenerhebung und Übermittlung ins Ausland
(1) Rechtmäßigkeit der Datenerhebung
(2) Datenübermittlung ins Ausland
bb Einklang mit dem Datenschutzrecht
c Die Überwachung der Internetglasfaserkabel zwischen den verschiedenen Kontinenten – „Tempora“
d Abschließende Beurteilung der Beispiele
V. Internationaler Ausblick unter dem Aspekt besonderer Abkommen und Gesetze
1. Die Europäische Menschenrechtskonvention und die Charta der Grundrechte der Europäischen Union
2. Das Safe Harbor Abkommen
3. Der USA PATRIOT Act
4. Zwischenergebnis der internationalen Betrachtung
C Schlussbetrachtung
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, die Aktivitäten der US-amerikanischen National Security Agency (NSA) im Kontext der NSA-Affäre einer umfassenden verfassungs- und datenschutzrechtlichen Bewertung nach deutschem Recht zu unterziehen. Hierbei wird untersucht, inwieweit diese nachrichtendienstlichen Operationen gegen grundrechtlich geschützte Positionen, insbesondere das allgemeine Persönlichkeitsrecht, das Recht auf informationelle Selbstbestimmung sowie das Fernmeldegeheimnis, verstoßen und ob sie sich innerhalb des BDSG als rechtmäßig einordnen lassen.
Die NSA-Affäre in ihren Grundzügen
Bis zu einem gewissen Grad ist bekannt, in welcher Form Geheimdienste agieren. Konkrete Details werden bewusst im Verborgenen gehalten. Diese Tatsache hat dazu beigetragen, eine weltweite Empörung über die Handlungen der National Security Agency auszulösen, als diese bekannt wurden. Im Folgenden wird in seinen Grundzügen erläutert, was sich im Rahmen der Spionageaffäre abgespielt hat. Darüber hinaus wird dargestellt, wie der Vorfall aufgedeckt worden ist.
1. Zur weltweiten Überwachungs- und Spionageaffäre
Maßgeblich für die weltweite Diskussion um die NSA-Affäre sind die Handlungen des Geheimdienstes in Zusammenarbeit mit Verbündeten sowie das Ausmaß der Opterationen. Global unterschiedlich stark ausgeprägt hat der US-Geheimdienst NSA auf verschiedenste Weise Daten von Regierungen, Unternehmen, aber auch von Privatpersonen ausgespäht.
Darüber hinaus werden Daten über andere Geheimdienste verschiedener Staaten, wie den deutschen Bundesnachrichtendienst, bezogen. Zur effektiveren Zusammenarbeit wurde ein Verbund mit dem Namen „Five Eyes Alliance“ gegründet. In diesem Zusammenschluss tauschen die USA, Großbritannien, Australien, Neuseeland und Kanada Geheimdienstinformationen aus.
A Einführung: Die Einleitung beleuchtet den massiven Umfang der NSA-Überwachungsoperationen und die damit verbundene internationale Debatte, welche durch die Enthüllungen von Edward Snowden ausgelöst wurde.
B Mögliche Datenschutzrechtsverletzungen durch die Handlungen der NSA: Dieses Kapitel analysiert zunächst die Hintergründe der NSA-Affäre und erläutert anschließend die deutschen datenschutzrechtlichen Grundlagen sowie die verfassungsrechtlichen Schranken, an denen sich die Aktionen der NSA messen lassen müssen.
I. Die NSA-Affäre in ihren Grundzügen: Dieser Abschnitt beschreibt das globale Ausmaß der NSA-Spionage und die internationale Vernetzung der Geheimdienste im Rahmen von Zusammenschlüssen wie der „Five Eyes Alliance“.
II. Entstehung und Grundsätze des deutschen Datenschutzrechts: Hier werden das verfassungsrechtliche Fundament sowie die europäischen Einflüsse und die Ausgestaltung des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG) als zentralem Regelwerk dargestellt.
III. Verfassungsrechtliche Betrachtung der NSA-Affäre: Das Kapitel untersucht mögliche Verletzungen des allgemeinen Persönlichkeitsrechts, des Rechts auf informationelle Selbstbestimmung und des Fernmeldegeheimnisses unter Berücksichtigung spezialgesetzlicher Regelungen für Geheimdienste.
IV. Datenschutzrechtliche Untersuchung der NSA-Affäre: Hier erfolgt eine detaillierte Prüfung der NSA-Aktivitäten anhand des BDSG, wobei die Einordnung als öffentliche Stelle des Bundes und die rechtliche Bewertung von Programmen wie „PRISM“ und „Tempora“ im Zentrum stehen.
V. Internationaler Ausblick unter dem Aspekt besonderer Abkommen und Gesetze: Diese internationale Perspektive analysiert die Vereinbarkeit der NSA-Aktionen mit europäischem Recht (EMRK, GRCh) sowie dem Safe Harbor Abkommen und dem USA PATRIOT Act.
C Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und stellt fest, dass die geheimdienstlichen Operationen der NSA nach verfassungs- und datenschutzrechtlichen Maßstäben als unzulässig und unverhältnismäßig einzustufen sind.
NSA-Affäre, Datenschutzrecht, Bundesdatenschutzgesetz, BDSG, informationelle Selbstbestimmung, Fernmeldegeheimnis, PRISM, Tempora, Special Collection Service, Verhältnismäßigkeit, USA PATRIOT Act, Safe Harbor, Geheimdienste, Grundrechte, Überwachung
Die Arbeit behandelt die datenschutzrechtliche Problematik der NSA-Spionageaktivitäten und bewertet, inwieweit diese mit dem deutschen und europäischen Recht vereinbar sind.
Die Arbeit verknüpft Verfassungsrecht mit dem Bundesdatenschutzgesetz, analysiert konkrete NSA-Programme und beleuchtet internationale Abkommen wie das Safe Harbor Abkommen.
Das Ziel ist eine rechtliche Würdigung der NSA-Aktionen, insbesondere im Hinblick auf die Frage, ob diese Grundrechte verletzen oder durch gesetzliche Grundlagen gerechtfertigt werden können.
Die Arbeit nutzt eine rechtsdogmatische Analyse, indem sie die Handlungen der NSA mit den verfassungsrechtlichen Normen des Grundgesetzes und den spezialgesetzlichen Regelungen des BDSG sowie internationalen Verträgen subsumiert.
Im Hauptteil erfolgen die verfassungsrechtliche Einordnung, die Qualifizierung der NSA als öffentliche Stelle nach dem BDSG und die detaillierte Prüfung von Beispielen wie „PRISM“, „SCS“ und „Tempora“.
Die zentralen Begriffe umfassen NSA-Affäre, BDSG, informationelle Selbstbestimmung, Fernmeldegeheimnis, Verhältnismäßigkeit und die Analyse spezifischer Überwachungsprogramme.
Die Autorin oder der Autor kommt zu dem Schluss, die NSA analog zum Bundesnachrichtendienst (BND) als eine öffentliche Stelle des Bundes zu qualifizieren, um sie dem Anwendungsbereich des BDSG zuzuordnen.
Die Prüfung ergibt, dass Programme wie „PRISM“ und „SCS“ aufgrund des fehlenden Verhältnismäßigkeitsprinzips und der mangelnden Zweckbestimmtheit der Datenerhebung nach deutschem Datenschutzrecht unzulässig sind.
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