Diplomarbeit, 2004
89 Seiten, Note: 1,7
1 EINLEITUNG
2 QUALITÄTSMANAGEMENT
2.1 Begriffsdefinitionen
2.2 Qualitätsbestimmung, Qualitätssicherung, Qualitätsentwicklung
2.3 Effektivität und Effizienz
2.4 Dimensionen von Qualität
2.5 Gründe für eine QM Einführung
2.5.1 Aktualität und fachpolitischer Hintergrund der Qualitätsdebatte
2.5.2 Zunehmende Relevanz betriebswirtschaftlicher Orientierungen
2.5.3 Veränderungen in den Sozialgesetzen
2.5.4 Der Wirksamkeitsdialog im Landesjugendplan NRW
2.5.5 Neue Herausforderungen durch die Qualitätsdebatte
2.6 Methodische Grundmuster von Konzepten zum QM
2.6.1 Zertivzierung nach DIN EN ISO 9000ff.
2.6.2 EFQM
2.6.3 TQM
2.6.4 Projektgruppe Wanja – „Qualität sichern, entwickeln und verhandeln“
2.6.5 QQS Modellprojekt der FH Münster i.A. des LV Westfalen – Lippe
3 QUALITÄTSENTWICKLUNG IN DER OKJA
3.1 Verfahren der Qualitätsentwicklung in Jugendzentren
3.1.1 Ressourcenplanung
3.1.2 Mitarbeiterqualifizierung
3.1.3 Zielformulierungen / Bedeutung von Zielen
3.1.3.1 Kundengruppen
3.1.3.2 Beschreibung von Schlüsselprozessen
3.1.3.3 Struktur-, Prozess-, Ergebnisziele
3.1.4 Qualitätskriterien
3.1.5 Indikatoren auswählen
3.1.6 praktische Umsetzung
3.1.7 Evaluation
3.1.7.1 Prozessbeschreibung der internen Selbstevaluation
3.1.7.2 Grenzen der Selbstbewertung
3.1.8 Sammlung der schriftlichen Arbeiten in einem Qualitätshandbuch
4 DAS PROJEKT
4.1 Ausgangslage und institutionelle Rahmenbedingungen der JugZ
4.2 Entstehung des Projektes
4.3 Prozessbeschreibung
4.4 Implementierung
4.5 Auswertung der Projektberichte
4.6 Ergebnisse
5 FAZIT
5.1 Projekt
5.2 QM in der OKJA
Die Diplomarbeit untersucht, wie im Bereich der Offenen Kinder- und Jugendarbeit (OKJA) eine wirkungsvolle Qualitätsentwicklung implementiert werden kann, um den Nachweis über einen effektiven und effizienten Einsatz der Ressourcen zu erbringen. Im Zentrum steht dabei die Erarbeitung eines praxisnahen Qualitätsmanagements, das nicht „von oben“ verordnet wird, sondern durch die Partizipation der Mitarbeiter vor Ort („von unten“) Akzeptanz findet und die spezifischen Bedürfnisse der Einrichtung berücksichtigt.
3.1.3 Zielformulierungen / Bedeutung von Zielen
Jede Einrichtung der OKJA hat ein Konzept mit Zielen, die erreicht werden sollen. Einige haben z.B. einen langen, vor einigen Jahren in einem Projekt erarbeiteten Text, der mit der heutigen Situation wenig zu tun hat. Viele MA richteten in der Vergangenheit ihr Handeln jedoch nicht nach diesen schriftlichen Vorgaben. (v. Spiegel, 2001, S. 28) Es kann keine „gute“ Arbeit geleistet werden, wenn verbindliche Ziele fehlen? Wie kann ein Team ein kurzes, aktuelles und mit relevanten Zielen versehenes Konzept erstellen? H. v. Spiegel beschreibt die Arbeitsschritte der Konzepterstellung wie folgt:
• „Analyse der Ausgangssituation (Bestandserhebung)
• Sammlung von Erwartungen der verschiedenen Beteiligten (Bedarfsermittlung)
• Zusammenführung der Erwartungen zu Zielen (mit Blick auf die Ausgangssituation und die Ressourcen der Einrichtung)
• Operationalisierung der Ziele in methodische Vorgehensweisen Arrangement struktureller Bedingungen (Planung)“ (v. Spiegel, 2001, S.32)
1 EINLEITUNG: Darstellung der Problematik des Wirksamkeitsnachweises in der OKJA und die Motivation für ein selbstentwickeltes Qualitätskonzept „von unten“.
2 QUALITÄTSMANAGEMENT: Theoretische Auseinandersetzung mit dem Begriff QM, den Qualitätsdimensionen und eine Bewertung verschiedener bestehender Systeme hinsichtlich ihrer Anwendbarkeit in der sozialen Arbeit.
3 QUALITÄTSENTWICKLUNG IN DER OKJA: Detaillierte Beschreibung der acht Schritte zur Qualitätsentwicklung, von der Ressourcenplanung bis zur Evaluation und Dokumentation im Qualitätshandbuch.
4 DAS PROJEKT: Vorstellung des Pilotprojektes bei der Jugendzentren Köln gGmbH, inklusive der praktischen Umsetzung, der Implementierung durch die Projektgruppe und der Auswertung der Berichte.
5 FAZIT: Resümee des Projektverlaufs und abschließende Empfehlungen zur organisationsweiten Einführung des entwickelten Qualitätsmanagementkonzeptes.
Qualitätsmanagement, Offene Kinder- und Jugendarbeit, Qualitätsentwicklung, Selbstevaluation, Wirksamkeitsdialog, Zielformulierung, Konzeptqualität, Prozessorientierung, Jugendzentren, Indikatoren, Sozialpädagogik, Praxis, Qualitätsstandards, Ressourcenplanung, Modellprojekt.
Die Arbeit befasst sich mit der Einführung und Umsetzung von Qualitätsmanagement (QM) in Einrichtungen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit (OKJA) am Beispiel eines Pilotprojektes.
Die Arbeit umfasst die theoretischen Grundlagen des Qualitätsbegriffs, die Analyse bestehender QM-Konzepte, die Bedeutung von Zielformulierungen sowie die praktische Erprobung von Instrumenten zur Qualitätsentwicklung in Jugendzentren.
Ziel ist es, einen gangbaren Weg für eine Qualitätsentwicklung zu finden, die den spezifischen Anforderungen der OKJA gerecht wird und durch die aktive Einbindung der Mitarbeiter („von unten“) nachhaltig erfolgreich ist.
Die Arbeit basiert auf einem Literaturstudium, der Analyse bestehender Ansätze sowie einer empirischen Fallstudie in Form eines Pilotprojektes bei der Jugendzentren Köln gGmbH.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Darstellung der QM-Methoden und einen umfassenden Praxisteil, der die Implementierung des Projektes, die gewählten Schritte der Qualitätsentwicklung und deren Auswertung dokumentiert.
Zentrale Begriffe sind Qualitätsmanagement, OKJA, Selbstevaluation, Wirksamkeitsdialog, Zielformulierungen und Prozessorientierung.
Der Autor kritisiert den „von oben“ verordneten Wirksamkeitsdialog als oft hüllenhafte Verwaltungsvorgabe, die mangels Akzeptanz in der Praxis ihr Ziel verfehlt und empfiehlt stattdessen partizipative Ansätze.
Die Selbstevaluation bildet den Kern der Qualitätssicherung, da sie es den Fachkräften ermöglicht, ihre eigene Arbeit prozessorientiert zu reflektieren und gezielt zu verbessern, anstatt nur von externen Experten bewertet zu werden.
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