Examensarbeit, 2014
98 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Theorie zum Selbstkonzept
2.1 Die Struktur des Selbstkonzepts
2.2 Theorien zur Entwicklung des Selbstkonzepts im Sport
2.3 Begrifflichkeiten im Kontext Selbstkonzept
2.4 Entwicklung des Selbstkonzepts im Grundschulalter
2.5 Das soziale Selbstkonzept
2.5.1 Das soziale Selbstkonzept im Sportunterricht
3. Forschungsstand zum sozialen Selbstkonzept im Sport
3.1 Soziales Selbstkonzept im Schulsport
3.2 Geschlechterunterschiede des sozialen Selbstkonzepts im Sport
3.3 Soziales Selbstkonzept im Vereinssport
4. Hypothesen
5. Methodik der Studie
5.1 Beschreibung des Designs
5.2 Beschreibung der Stichprobe
5.3 Wahl und Reflexion des Selbsteinschätzungsbogens
5.4 Voraussetzungen in der Klasse
5.5 Inhalte der Sporteinheiten
5.6 Verwendete Verfahren der Datenanalyse
6. Ergebnisse der Studie
6.1 Ergebnisse des Selbsteinschätzungsbogens
6.2 Ergebnisse in Abhängigkeit des Geschlechts der Schüler
6.2.1 Vergleich der Geschlechter
6.3 Ergebnisse in Abhängigkeit der Vereinsmitgliedschaft bzw. Nicht – Mitgliedschaft
6.3.1 Vergleich der Vereinsmitgliedschaft bzw. Nicht - Mitgliedschaft
7. Diskussion der Studie
7.1 Diskussion der Methodik
7.2 Subjektiver Eindruck
7.3 Hypothesenspezifische Diskussion der Ergebnisse
8. Fazit
9. Implikationen für den Sportunterricht
Die vorliegende Arbeit untersucht die Möglichkeiten, das soziale Selbstkonzept von Grundschulkindern gezielt durch Sportunterricht zu fördern. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, ob ein achtwöchiges Interventionsprogramm zur Stärkung des sozialen Miteinanders messbare Veränderungen im sozialen Selbstkonzept bewirkt und ob dabei geschlechtsspezifische Unterschiede oder Einflüsse durch Vereinsmitgliedschaften eine Rolle spielen.
1. Einleitung
In der heutigen westlichen Leistungsgesellschaft wird das soziale Miteinander leider oft vernachlässigt. Besitzt das Unterrichtsfach Sport der Grundschule die Möglichkeit, zu Beginn der Schulkarriere dieser Entwicklung entgegenzuwirken? Kann jedem Kind verdeutlich werden, dass es in der Gruppe wichtig ist und von Lehrern und Mitschülern anerkannt und wertgeschätzt wird?
Fakt ist, dass im Sportunterricht so viel miteinander interagiert wird, wie in keinem anderen Schulfach. Die Schüler müssen Mannschaften bilden, zusammen und gegeneinander spielen, sich gegenseitig Hilfestellung leisten und gemeinsam Gerätearrangements aufbauen (vgl. Ungerer - Röhrich et al. 1990, S. 25).
Es wird immer wieder diskutiert, welche Möglichkeiten der Sportunterricht hinsichtlich seiner Sozialerziehung besitzt. Soll er nur auf einen sportzentrierten Vermittlungsbedarf begrenzt werden oder verfolgt er auch den Erziehungsauftrag eines sozialfördernden Verhaltens (vgl. Pühse 2004, S. 43)?
Im heutigen Lehrplan der Grundschulen in Nordrhein Westfalen ist die Persönlichkeitsbildung der Schüler ein formuliertes Ziel. Sie sollen in der Entfaltung ihrer Person gefördert werden und sich frei entwickeln können (vgl. Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein Westfalen 2008, S. 11, S. 14).
Jedoch ist eine empirische Bestätigung des positiven Beitrags durch den Sport zur Persönlichkeitsbildung noch nicht befriedigend gelungen (vgl. Conzelmann & Müller 2005, S. 109).
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Bedeutung des Sportunterrichts für die Sozialerziehung und die Persönlichkeitsbildung von Grundschulkindern und identifiziert eine Forschungslücke bezüglich der Förderung des sozialen Selbstkonzepts.
2. Theorie zum Selbstkonzept: Dieses Kapitel erläutert das multidimensionale und hierarchische Modell des Selbstkonzepts nach Shavelson und beleuchtet dessen Entwicklung im Grundschulalter sowie die Relevanz des sozialen Selbstkonzepts im Sportunterricht.
3. Forschungsstand zum sozialen Selbstkonzept im Sport: Hier wird der aktuelle Forschungsstand zu sozialen Lernprozessen im Schulsport und Vereinssport kritisch zusammengetragen, wobei insbesondere die Schwierigkeit einer einheitlichen Studienlage betont wird.
4. Hypothesen: Basierend auf der Literaturrecherche werden drei zentrale Hypothesen formuliert, die den Einfluss des Sportunterrichts auf das soziale Selbstkonzept sowie mögliche Unterschiede nach Geschlecht und Vereinsstatus betreffen.
5. Methodik der Studie: Die methodische Vorgehensweise wird durch das quasi-experimentelle Design einer achtwöchigen Interventionsstudie an einer Wuppertaler Grundschule detailliert beschrieben, einschließlich der verwendeten Selbsteinschätzungsbögen.
6. Ergebnisse der Studie: Die erhobenen Daten werden mittels statistischer Verfahren (SPSS) analysiert, visualisiert und auf die Bestätigung der aufgestellten Hypothesen hin ausgewertet.
7. Diskussion der Studie: Die Ergebnisse werden kritisch gedeutet, Limitationen der Methodik reflektiert und die Erkenntnisse in den Kontext bestehender Forschungsergebnisse eingeordnet.
8. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und betont die unterstützende Rolle des Sportunterrichts bei der Förderung des sozialen Miteinanders, mahnt jedoch zur Vorsicht bei der Generalisierung.
9. Implikationen für den Sportunterricht: Abschließend werden konkrete pädagogische Handlungsempfehlungen für die Gestaltung des Sportunterrichts in der Grundschule zur gezielten Förderung des sozialen Selbstkonzepts gegeben.
Sportunterricht, soziales Selbstkonzept, Grundschule, Sozialerziehung, Persönlichkeitsbildung, Kooperatives Lernen, Interventionsstudie, soziale Kompetenz, Selbstwirksamkeit, Sportverein, Teamfähigkeit, soziale Integration, Reflexion, Selbstbild, Leistungsheterogenität.
Die Arbeit untersucht, ob und wie der Sportunterricht in der Grundschule dazu beitragen kann, das soziale Selbstkonzept von Kindern positiv zu beeinflussen.
Die Schwerpunkte liegen auf der Theorie des Selbstkonzepts, der sozialen Interaktion im Sport, der Bedeutung des Sportunterrichts für das soziale Lernen und der empirischen Evaluation einer entsprechenden Interventionsphase.
Das Ziel ist es, empirisch zu prüfen, ob ein achtwöchiges, gezielt konzipiertes Sportprogramm das soziale Selbstkonzept innerhalb einer Klasse und im sportlichen Kontext verbessern kann.
Es wurde eine quasi-experimentelle Längsschnittstudie an einer dritten Klasse einer Wuppertaler Grundschule durchgeführt, wobei die Daten vor und nach der Intervention mittels eines standardisierten, fünfstufigen Selbsteinschätzungsbogens erhoben und quantitativ analysiert wurden.
Der Hauptteil umfasst die theoretische Fundierung, den Überblick über den aktuellen Forschungsstand, die detaillierte Beschreibung des methodischen Designs, die Darstellung der Ergebnisse und eine ausführliche Diskussion dieser.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Sportunterricht, soziales Selbstkonzept, soziale Kompetenz, Selbstwirksamkeit und Kooperatives Lernen geprägt.
Ja, die Auswertung zeigte, dass sich das soziale Selbstkonzept sowohl in der Klasse als auch speziell im Sportunterricht hochsignifikant verbessert hat.
Die Studie untersuchte, ob Vereinsmitglieder ein positiveres soziales Selbstkonzept aufweisen als Nicht-Vereinsmitglieder; dabei konnten jedoch keine signifikanten Unterschiede gefunden werden, was die Hypothese diesbezüglich infrage stellt.
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