Masterarbeit, 2013
120 Seiten, Note: 2
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zentrale Fragestellungen
1.3 Methodik
1.4 Aufbau der Arbeit
2 Besonderheiten von Kleinstunternehmen
2.1 Definition der Größenklassen für Unternehmen
2.2 Wirtschaftliche Bedeutung der Klein- und Mittelbetriebe bzw. Kleinstbetriebe in der EU
2.3 Kleinstunternehmen in Österreich
2.3.1 Wirtschaftliche Bedeutung
2.3.2 Neugründungs- und Schließungsraten
2.3.3 Trends
3 Daten und Statistiken der Kleinstunternehmen der Beherbergungs- und Gastronomiebranche in Österreich
3.1 Definitionen
3.2 OECD-Vergleich Österreichs als Reisedestination
3.3 Strukturdaten der Beherbergungs- und Gastronomiebranche
3.3.1 Neugründungen und Beschäftigte
3.3.2 Schließungen und Beschäftigte
3.3.3 Umsatzerlöse
3.3.4 Bruttoinlandsprodukt
4 Controlling in Kleinstunternehmen
4.1 Definition und Begriffsabgrenzung
4.2 Controllingrelevante Charakteristika der Kleinstunternehmen
4.2.1 Personenbezogene Charakteristika
4.2.2 Organisationsbezogene Charakteristika
4.2.3 Kaufmännische Charakteristika
4.3 Aufgaben des Controllings in Kleinstunternehmen
4.3.1 Aufgaben des Controllings
4.3.1.1 Planung und Kontrolle
4.3.1.2 Information
4.3.1.3 Steuerung
4.3.2 Charakteristika und Ebenen des Controllings
4.4 Operative Controllinginstrumente für Kleinstunternehmen der Beherbergungs- und Gastronomiebranche
4.4.1 ABC-Analyse
4.4.2 XYZ-Analyse
4.4.3 Break-Even-Analyse
4.4.4 Budgetierung
4.4.5 Kennzahlen
4.4.5.1 Beherbergungskennzahlen
4.4.5.2 Gastronomiekennzahlen
4.4.6 Kennzahlensysteme
4.4.7 Deckungsbeitragsrechnung
4.4.8 Soll-Ist-Vergleich
4.4.9 Liquiditätsplan
5 Empirische Studie
5.1 Definition
5.2 Qualitative vs. Quantitative Forschung
5.3 Forschungsziel
5.4 Forschungsfragen
5.5 Forschungsdesign
5.5.1 Methodisches Vorgehen
5.5.2 Auswahl der Methoden
5.5.3 Auswahl der ExpertInnen
5.5.4 Erhebung der Daten
5.5.5 Auswertung der Daten
5.6 Ergebnisse und Interpretation
5.7 Zusammenfassung der Erkenntnisse aus den Interviews
6 Controllingkonzeption für KleinstunternehmerInnen der Beherbergung- und Gastronomie
6.1 Merkmale und Aufbau einer Controllingkonzeption
6.2 Erstellung einer Controllingkonzeption für Kleinstunternehmen der Beherbergung und Gastronomie
6.2.1 Ziele
6.2.2 Instrumente
6.2.3 Aufgaben
6.2.4 Träger
6.2.5 Das „optimale“ Controllingtool
7 Zusammenfassung und Ausblick
Die Arbeit untersucht den aktuellen Status und die praktische Anwendung von Controllinginstrumenten in ostösterreichischen Kleinstunternehmen der Beherbergungs- und Gastronomiebranche. Ziel ist es, die Gründe für das Fehlen oder die spezifische Ausgestaltung solcher Instrumente zu identifizieren und ein praktikables, an die Bedürfnisse dieser Branche angepasstes Controllingkonzept zu entwickeln.
4.4.1 ABC-Analyse
Für die Analyse der Vorgänge und Festlegung der Wichtigkeiten ist der Einsatz der ABC-Analyse besonders geeignet. Sie hilft dem Unternehmen dabei, die wichtigen Einsatzbereiche für knappe Faktoren zu finden. Denn wenn erfolgreich gewirtschaftet werden will, müssen die knappen Mittel wie Kapital, Arbeitszeit, Maschinenstunden etc. optimal eingesetzt werden.
Die ABC-Analyse vergleicht Mengen mit Werte. In der Praxis ist oft ersichtlich, dass eine vergleichsweise gerine Menge des Gesamten, einen relativ großen Wert ausmacht. Deswegen sollten sich ControllerInnen besonders mit den knappen Mengen im Betrieb beschäftigen, die eine relativ große Ergebniswirkung zur Folge haben. In der Regel gilt, dass zirka fünf bis zehn Prozent einer Gesamtmenge etwa 70 bis 80 Prozent des gesamten Wertes ausmachen. Weitere 20 bis 30 Prozent der Gesamtmenge machen etwa genauso 20 bis 30 Prozent des Wertes aus. Die verbliebenen 70 bis 80 Prozent der Menge, werden jedoch nur etwa fünf bis zehn Prozent des Wertes zugeschrieben.
Als ein Beispiel aus der Praxis kann man die angebotenen Flaschen in einem Restaurant nennen. Hier wären die Champagner-Flaschen die A-Güter, die mengenmäßig fünf bis zehn und wertmäßig siebzig bis achtzig Prozent ausmachen. Als B-Güter könnten die qualitativ mittelwertigen Weine angesehen werden. Diese könnten sowohl in der Menge als auch am Wert etwa zwanzig bis dreißig Prozent ausmachen. Erfrischungsgetränke könnten als Güter der C-Klasse angesehen werden, die zirka siebzig bis achtzig Prozent der Menge repräsentieren aber nur fünf bis zehn Prozent Wertanteil aufweisen.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der Kleinstunternehmen in der österreichischen Beherbergungs- und Gastronomiebranche ein und definiert die zentrale Forschungsfrage sowie das methodische Vorgehen.
2 Besonderheiten von Kleinstunternehmen: Das Kapitel erläutert die Definition von Kleinstunternehmen gemäß EU-Verordnung und beleuchtet deren wirtschaftliche Bedeutung und Trends in Österreich.
3 Daten und Statistiken der Kleinstunternehmen der Beherbergungs- und Gastronomiebranche in Österreich: Hier werden spezifische Branchenzahlen zu Neugründungen, Überlebensraten, Umsätzen und dem Beitrag zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) analysiert.
4 Controlling in Kleinstunternehmen: Dieser Teil legt die theoretischen Grundlagen des Controllings dar, definiert controllingrelevante Charakteristika und beschreibt operative Instrumente, die auf Kleinstbetriebe anwendbar sind.
5 Empirische Studie: Das Kapitel beschreibt das qualitative Forschungsdesign, die Auswahl der Experten, die Datenerhebung durch leitfadengestützte Interviews sowie deren Auswertung.
6 Controllingkonzeption für KleinstunternehmerInnen der Beherbergung- und Gastronomie: Auf Basis der theoretischen Erkenntnisse und der empirischen Daten wird ein angepasstes Controllingkonzept inklusive der Definition eines "optimalen" Tools vorgestellt.
7 Zusammenfassung und Ausblick: Hier werden die Kernerkenntnisse der Arbeit reflektiert und ein Fazit über die Notwendigkeit und Umsetzbarkeit von Controlling in Kleinstunternehmen gezogen.
Controlling, Kleinstunternehmen, Beherbergung, Gastronomie, Betriebswirtschaft, Experteninterviews, operative Controllinginstrumente, Liquiditätsplanung, Budgetierung, ABC-Analyse, XYZ-Analyse, Break-Even-Analyse, Kennzahlen, Unternehmensführung, KMU.
Die Arbeit analysiert den Einsatz und die Notwendigkeit von Controllinginstrumenten in Kleinstunternehmen der österreichischen Beherbergungs- und Gastronomiebranche.
Zentrale Themen sind die ökonomische Bedeutung von Kleinstbetrieben, die theoretischen Grundlagen von Controlling sowie die Identifikation praxisnaher, leicht umsetzbarer Controllinginstrumente.
Das primäre Ziel ist es, den Ist-Zustand des Controllings in der Branche zu erheben und ein optimales, ressourcenschonendes Controllingkonzept für diese kleinen Betriebe zu entwickeln.
Die Arbeit nutzt ein qualitatives Design, bei dem leitfadengestützte Experteninterviews mit Branchenvertretern und Inhabern durchgeführt wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Grundlegung (Definitionen, Charakteristika, Instrumente) und eine empirische Analyse der Controllingpraxis.
Die wichtigsten Schlüsselwörter sind Controlling, Kleinstunternehmen, Beherbergungs- und Gastronomiebranche, Kennzahlen und Liquiditätsplanung.
Häufige Gründe sind fehlendes Know-how, zu hoher zeitlicher und personeller Aufwand sowie die vermeintliche Unwichtigkeit von Controlling in sehr kleinen Strukturen.
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