Masterarbeit, 2014
63 Seiten, Note: 1,3
Einleitung
1. Experimente in der ökonomischen Forschung: Eine Klassifizierung
2. Die Fernsehspielshow Golden Balls
2.1 Spielaufbau
2.2 Spieltheoretische Analyse
2.3 Strategische Überlegungen der Kandidaten
3. Literaturüberblick
3.1 Demographische Merkmale
3.2 Kommunikation und Cheap Talk
3.3 Lügen und betrügerisches Verhalten
3.4 Gewinnhöhe
4. Methodik
4.1 Datenerhebung und Vorgehensweise
4.2 Variablenbeschreibung und Hypothesen
4.2.1 Demografische Variablen
4.2.2 Strukturelle Variablen
4.2.3 Verhaltensspezifische Variablen
5. Darstellung der Ergebnisse
5.1 Einseitige Kooperation
5.2 Wechselseitige Kooperation
5.3 Zusammenfassung der Ergebnisse
6. Diskussion und kritische Stellungnahme
7. Fazit
Die vorliegende Masterarbeit untersucht das Kooperationsverhalten von Kandidaten in der britischen Fernsehspielshow Golden Balls. Das Hauptziel ist die Analyse, inwieweit nicht bindende Kommunikation in Form von „Cheap Talk“ sowie verschiedene demografische und strukturelle Variablen die Entscheidungsfindung der Teilnehmer in einem spieltheoretischen Gefangenendilemma beeinflussen und wie sich diese Ergebnisse mit Laborexperimenten vergleichen lassen.
2.2 Spieltheoretische Analyse
Kaum ein anderes spieltheoretisches Modell hat derartige Popularität erlangt wie das Gefangenendilemma. Es gilt in der Wissenschaft als beliebtes und repräsentatives Beispiel, um soziale Konflikte und nicht-kooperatives Verhalten zu demonstrieren. Dabei stehen zwei Personen vor einer Entscheidung, bei der sich beide unabhängig von der Handlung des Gegenspielers besser stellen, wenn sie defektieren, anstatt zu kooperieren. „The paradox that makes the Prisoner’s Dilemma so intriguing is that both prisoners end up defecting even though they both know they would be better-off cooperating” (Wallace, Wolf, 1999, S.323). Das Spieldesign der finalen Runde von Golden Balls stellt eine schwache Form des Gefangenendilemmas dar (vgl. Rapoport, 1988, S.459; Sicardi et al., 2009, S.240).
Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz von natürlichen Experimenten in der ökonomischen Forschung ein und definiert die Forschungsfragen bezüglich des Kooperationsverhaltens in Fernsehspielshows.
1. Experimente in der ökonomischen Forschung: Eine Klassifizierung: Dieses Kapitel differenziert zwischen Labor-, Feld- und natürlichen Experimenten und diskutiert deren jeweilige Vor- und Nachteile für die ökonomische Forschung.
2. Die Fernsehspielshow Golden Balls: Hier werden der Spielaufbau, die spieltheoretischen Strukturen der Finalrunde sowie die strategischen Rahmenbedingungen der Kandidaten detailliert beschrieben.
3. Literaturüberblick: Dieses Kapitel gibt einen umfassenden Überblick über den aktuellen Forschungsstand zu sozialen Dilemmata, Kommunikation, Lüge und dem Einfluss von Gewinnhöhen auf das Verhalten.
4. Methodik: Hier werden die Datenerhebung aus 47 Episoden sowie die verwendeten ökonometrischen Modelle (Probitmodelle) zur statistischen Auswertung der Kooperationsentscheidungen beschrieben.
5. Darstellung der Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die empirischen Befunde zur einseitigen und wechselseitigen Kooperation, unterteilt in verschiedene statistische Modelle.
6. Diskussion und kritische Stellungnahme: Hier werden die eigenen Ergebnisse kritisch reflektiert, Limitationen der Datenlage diskutiert und Anknüpfungspunkte für zukünftige Forschung aufgezeigt.
7. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und bestätigt die Bedeutung von „Cheap Talk“ als Einflussfaktor für kooperatives Verhalten, auch außerhalb von Laborbedingungen.
Kooperatives Verhalten, Gefangenendilemma, Golden Balls, Cheap Talk, natürliche Experimente, Spieltheorie, Verhaltensökonomik, ökonomische Forschung, Entscheidungsfindung, Kooperationsbereitschaft, monetäre Anreize, Spielshow, Probitmodell, soziale Dilemmata, Reziprozität
Die Arbeit analysiert das Kooperationsverhalten von Kandidaten in der Spielshow Golden Balls, um zu verstehen, welche Faktoren Individuen dazu bewegen, in einem Gefangenendilemma zu kooperieren oder zu defektieren.
Die zentralen Themen umfassen die verhaltensökonomische Analyse, Spieltheorie, die Wirksamkeit von Kommunikation sowie den Einfluss von demografischen und strukturellen Variablen in natürlichen Entscheidungssituationen.
Das Ziel ist es zu untersuchen, welche Variablen das Kooperationsverhalten beeinflussen, insbesondere die Auswirkungen von nicht bindender Kommunikation ("Cheap Talk"), und zu prüfen, ob sich diese Ergebnisse von Laborexperimenten unterscheiden.
Es handelt sich um eine empirische Analyse, bei der Daten aus 47 TV-Folgen mittels binärer und geordneter Probitmodelle statistisch ausgewertet werden.
Der Hauptteil umfasst eine Literaturübersicht über soziales Verhalten, eine Beschreibung der methodischen Vorgehensweise bei der Datenerhebung sowie die detaillierte Darstellung und Diskussion der empirischen Ergebnisse.
Wesentliche Begriffe sind Kooperationsverhalten, Gefangenendilemma, Cheap Talk, natürliche Experimente, Verhaltensökonomik und Spieltheorie.
Cheap Talk dient in der Finalrunde als manipulatives Instrument, mit dem Kandidaten versuchen, den Gegenspieler durch verbale oder nonverbale Versprechungen zu einer Kooperation (Wahl von "split") zu bewegen, obwohl diese Versprechen rechtlich nicht bindend sind.
Die empirische Analyse deutet darauf hin, dass ältere Kandidaten (ab 40 Jahren) in der Spielshow eine tendenziell höhere Kooperationsbereitschaft zeigen als jüngere Teilnehmer.
Ein ausgetauschtes Lächeln oder Lachen erhöht signifikant die Wahrscheinlichkeit einer gemeinsamen Kooperation der beiden Finalteilnehmer.
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