Masterarbeit, 2013
64 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Praxis der Meditation
2.1 Ursprung der Meditation
2.2 Definition und Formen der Meditationspraxis
2.3 Achtsamkeit – ein wesentliches Element der Meditation
2.4 Bedeutung des mentalen Übens
2.5 Bedeutung des Atems
2.6. Die Meditationsform Ananapana Sati
3. Meditation und Wissenschaft
3.1 Wirkungen von Anapana Sati
3.2 Physiologische und neuronale Befunde
4. Meditation und Kinder
4.1 Ist Meditation für Kinder geeignet?
4.2 Meditieren in der Schule
4.2 Anapana Sati für Kinder
5. Empirische Untersuchung
5.1 Forschungsdesign
5.1.1 Versuchsplan
5.1.2 Probandinnen und Probanden
5.1.3 Hilfsmittel
5.1.4 Durchführung
5.1.4.1 Ablauf der Instruktion
5.1.4.2 Ablauf der Datenerhebung
5.1.4.3 Pädagogische Maßnahmen in Gruppe Meditation
5.1.5 Störvariablen
5.2 Ergebnisse
5.2.1 Auswertung des Konzentrationstests
5.2.2 Auswertung Klassenklima
5.2.3 Auswertung der Entschluss-Liste
5.2.4 Beobachtungen
6. Schlussfolgerungen
6.1 Wie lässt sich die Meditationspraxis als Ritual im Unterricht integrieren?
6.2 Wie kann eine förderliche Atmosphäre gestaltet werden?
6.3 Ist eine Ausbildung erforderlich, um Meditation anzuleiten?
6.4 Wie können Lehrkräfte das Anleiten von Meditation erlernen?
6.5 Worauf sollen Lehrkräfte bei der Anleitung achten?
6.6 Wie können Schülerinnen und Schüler motiviert werden, die sich der Meditation verweigern?
7. Fazit
8. Ausblick
9. Bibliografie
Die Arbeit untersucht in einer Pilotstudie, ob Meditationspraxis (speziell die Atemmeditation Anapana Sati) zur Entlastung von Schülern im Schulalltag beitragen, die Konzentration steigern und das Klassenklima verbessern kann. Dabei wird analysiert, wie diese Technik als Ritual in den Unterricht integriert werden kann.
4.2 Physiologische und neuronale Befunde
Seit der Jahrtausendwende macht sich die Wissenschaft neuere Messinstrumente wie Elektroenzephalogramme, Kernspintomografie und Magnetresonanztomografie zu Nutze und entmythologisiert die Resultate, die Meditation hervorruft. Es ist mittlerweile möglich, das arbeitende Gehirn während des Meditierens zu untersuchen. Einige Veränderungen können so im Gehirn gemessen und eine Reihe von Meditationseffekten nachgewiesen werden.
Eine der ältesten wissenschaftlichen Entdeckungen in der Meditationsforschung ist die Senkung der Atemfrequenz. In der Meditation beruhigt sich der Atem wie auch während des Schlafs (Allison 1970, 833). Der Sauerstoffbedarf geht also zurück (Wallace & Benson 1972, 84ff) ebenso wie der Blutdruck sinkt und der Tonus der Muskeln abnimmt. Es wird gemessen, dass sich während der Meditationspraxis das Level der Stresshormone normalisiert und der Hautwiderstand zunimmt. Die Durchblutung der Haut wird intensiviert. Dies alles sind physiologische Nachweise für eine Entspannungsreaktion (Gottschling 2011, 88ff).
Zahlreich wird der Effekt gemessen, dass Ängstlichkeit durch Meditation gemindert wird. Das Blut von Probandinnen und Probanden wurde vor, während und nach dem Achtsamkeitstraining gemessen und es stellte sich heraus, dass der Lactat-Spiegel signifikant gesunken ist. Da zuvor schon bekannt war, dass ein hoher Lactatgehalt im Blut ein Nachweis für Angst und psychische Spannungszustände ist, konnte Meditation als ein wirkungsvolles Mittel zur Überwindung von (neurotischer) Ängstlichkeit befunden werden. Dies bestätigen auch magnetresonanzthomografische Aufnahmen: Gehirnscans von Meditierenden weisen einen Rückgang der Aktivierung des rechten Mandelkerns auf, ein Gehirnareal, welches für die Entwicklung von Angstzustände bekannt ist. Folglich bedeutet dies auch einen Rückgang von Ängstlichkeit, sodass sich eine bessere Reaktion auf Belastungen nachweisen lässt.
1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert die zunehmende Belastung von Heranwachsenden durch schulischen Leistungsdruck und schlägt Meditationspraxis als entlastende Methode vor.
2. Praxis der Meditation: Es werden die Ursprünge der Meditation, deren Definitionen sowie die spezifische Bedeutung von Achtsamkeit, mentalem Üben und Anapana Sati erläutert.
3. Meditation und Wissenschaft: Dieses Kapitel fasst aktuelle Studien zur Wirkung von Anapana Sati und die physiologischen sowie neuronalen Befunde von Meditationspraxis zusammen.
4. Meditation und Kinder: Hier wird diskutiert, ob Meditation für Kinder geeignet ist, wie sie in den Schulalltag integriert werden kann und wie Anapana Sati für diese Zielgruppe angepasst werden muss.
5. Empirische Untersuchung: Das Kapitel beschreibt das Forschungsdesign, die Methodik, die Durchführung und die statistische Auswertung der Pilotstudie an einer Integrierten Gesamtschule.
6. Schlussfolgerungen: Es werden praktische Empfehlungen für Lehrkräfte zur Integration, zur Gestaltung der Atmosphäre und zur Anleitung von Meditation im Unterricht gegeben.
7. Fazit: Die Arbeit resümiert, dass Meditation ein wertvolles, aber unterrichtsbegleitend zu planendes Ritual ist, wobei die statistische Signifikanz in der Pilotstudie aufgrund von Rahmenbedingungen noch nicht abschließend belegt werden konnte.
8. Ausblick: Der Autor schlägt vor, zukünftige Projekte mit größeren Stichproben, längerer Dauer und Einbezug weiterer Meditationsformen zu führen.
9. Bibliografie: Auflistung der verwendeten Literatur und Quellen zur Meditationsforschung.
Meditation, Anapana Sati, Schule, Achtsamkeit, Stressbewältigung, Konzentration, Schüler, Klassenklima, Bildung, Entspannung, Pilotstudie, Neurowissenschaft, Atemmeditation, Pädagogik, Lernfähigkeit
Die Arbeit untersucht, wie Meditation – insbesondere die Technik Anapana Sati – als Ritual in den Schulalltag integriert werden kann, um Schülern bei der Stressbewältigung zu helfen.
Die zentralen Themen sind Meditationspraxis, Achtsamkeitstraining, schulischer Leistungsdruck, pädagogische Ansätze zur Entspannung und die empirische Überprüfung dieser Maßnahmen in einer Schulklasse.
Ziel ist es zu ergründen, ob eine tägliche, zehnminütige Meditationspraxis die Konzentration von Schülern steigern und ein positives Klassenklima fördern kann.
Es handelt sich um eine empirische Pilotstudie mit drei Gruppen, bei der Konzentrationstests und standardisierte Fragebögen zum Klassenklima vor und nach einer zweiwöchigen Interventionsphase ausgewertet wurden.
Der Hauptteil befasst sich mit der theoretischen Einordnung der Meditation, dem wissenschaftlichen Stand zu den Wirkungen, der pädagogischen Eignung für Kinder sowie dem methodischen Aufbau und den Ergebnissen der Untersuchung.
Wichtige Begriffe sind Meditation, Anapana Sati, Schule, Achtsamkeit, Stressbewältigung, Konzentration und Klassenklima.
Die Autorin weist darauf hin, dass eine spezielle Ausbildung nicht zwingend notwendig ist; Lehrkräfte können sich durch Audio-CDs, Meditationskurse und Lektüre in die Anleitung einarbeiten.
Obwohl die statistische Signifikanz der Konzentrationssteigerung in der Studie nicht eindeutig belegt werden konnte, zeigte sich eine positive Tendenz und eine unmittelbare Beruhigung der Schüler nach der Praxis.
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