Diplomarbeit, 2004
54 Seiten, Note: 2,3
1 Einleitung
2 Grundlagen der Emission von Wertpapieren
2.1 Kapitalallokation in Finanzsystemen
2.1.1 Finanzierungstitel
2.1.2 Finanzmärkte
2.1.3 Finanzintermediäre
2.2 Finanzierung durch die Emission festverzinslicher Wertpapiere
2.3 Finanzintermediation aus Sicht der Finanzierungstheorie
2.3.1 Neoklassische Finanzierungstheorie
2.3.2 Neoinstitutionalistische Finanzierungstheorie
2.3.2.1 Transaktionskostentheorie
2.3.2.2 Informationsökonomik
3 Investmentbanken als traditionelle Finanzintermediäre bei der Emission festverzinslicher Wertpapiere
3.1 Wahl der optimalen Emissionsform
3.1.1 Das Emissionsgeschäft aus Sicht der Transaktionskostentheorie
3.1.2 Transaktionskosten bei der Emission festverzinslicher Wertpapiere
3.1.3 Fremdemission über Investmentbanken
3.2 Funktionen der Investmentbank im Emissionsgeschäft festverzinslicher Wertpapiere
3.2.1 Information
3.2.2 Preisermittlung
3.2.3 Platzierung
3.2.4 Zertifizierung
3.2.5 Risikoübernahme
3.3 Investmentbanken als Agenten der Emittenten
3.4 Zwischenfazit
4 Institutioneller Wandel des Emissionsgeschäfts festverzinslicher Wertpapiere durch das Internet
4.1 Internetökonomie
4.1.1 Elektronische Märkte
4.1.2 Information als Handelsgut
4.1.3 Größenvorteile und Wettbewerb auf elektronischen Märkten
4.2 Auswirkungen der Internetökonomie auf das Emissionsgeschäft für festverzinsliche Wertpapiere
4.2.1 Entstehung elektronischer Emissionsmärkte
4.2.2 Strukturelle Veränderungen der Finanzintermediation auf dem Emissionsmarkt für festverzinsliche Wertpapiere
4.2.2.1 Tendenzen zur Disintermediation
4.2.2.2 Virtuelle Finanzintermediation
4.2.2.3 Einfluss auf die Wahl der optimalen Emissionsform
4.2.2.4 Dekonstruktion der Wertschöpfungskette
4.2.2.5 Effizienzsteigerungen im Emissionsgeschäft
4.2.3 Die Entwicklung der Finanzintermediation im Emissionsgeschäft festverzinslicher Wertpapiere
4.2.3.1 Finanzintermediation im Zeitablauf
4.2.3.2 Vom Telefonhandel zu virtuellen Emissionsnetzwerken
5 Schlussbetrachtungen
Die vorliegende Arbeit analysiert die Finanzintermediation bei der Emission festverzinslicher Wertpapiere unter dem Einfluss der Internetökonomie. Ziel ist es, zu untersuchen, ob Internetplattformen die traditionellen Emissionsverfahren von Investmentbanken verdrängen können und ob die Nutzung des Internets zu Effizienzsteigerungen führt.
3.1.3 Fremdemission über Investmentbanken
Beim Vergleich der Transaktionskosten dieser beiden Emissionsformen lässt sich unter Annahme einer mittleren Spezifität und geringer strategischer Bedeutung einer Emission feststellen, dass die Fremdemission trotz der zweistufigen Vertragsbeziehungen insgesamt geringere Transaktionskosten aufweist als die Selbstemission. Dies liegt insbesondere darin begründet, dass die Investmentbank als Finanzintermediär große Kostenvorteile bei der Produktion und Distribution von Informationen hat. Genaue Marktkenntnisse erleichtern die Ermittlung der Zahlungsbereitschaft der Investoren, Reputationseffekte führen zur Reduktion der Verhandlungskosten und die Entscheidungsphase ist letztlich aufgrund der verringerten Unsicherheit der Investmentbanken kostengünstiger.
Die Quelle der transaktionskostensenkenden Wirkung von Investmentbanken liegt vor allem in ihrem Reputationskapital, in der Fähigkeit glaubhaft Risiko zu übernehmen und in der wiederholten Nutzung des bestehenden Kundennetzes. Generell gilt, dass Investitionen mittlerer Spezifität für Transaktionen, die selten ausgeführt werden und nicht zur Kernkompetenz des Unternehmens gehören, zu einem unerwünschten Kostenfaktor gezählt werden müssen und deshalb ausgegliedert werden sollten. Die Fremdemission über Investmentbanken ist als hybrides institutionelles Arrangement zu interpretieren und stellt die effizienteste Koordinationsform für die Emission festverzinslicher Wertpapiere dar.
1 Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema ein, erläutert die zunehmende Bedeutung des Internets im Emissionsgeschäft und formuliert die zentrale Forschungsfrage nach der Disintermediation traditioneller Investmentbanken.
2 Grundlagen der Emission von Wertpapieren: Dieses Kapitel legt die theoretischen Grundlagen dar, wobei Finanzsysteme, Finanzierungstitel, Finanzmärkte und die finanzierungstheoretischen Erklärungsansätze für die Existenz von Intermediären behandelt werden.
3 Investmentbanken als traditionelle Finanzintermediäre bei der Emission festverzinslicher Wertpapiere: Hier wird die Rolle der Investmentbanken als traditionelle Intermediäre analysiert, ihre Funktionen im Emissionsprozess beschrieben und die Vertragsbeziehung zu Emittenten untersucht.
4 Institutioneller Wandel des Emissionsgeschäfts festverzinslicher Wertpapiere durch das Internet: Dieses Kernkapitel untersucht die Auswirkungen der Internetökonomie, die Entstehung elektronischer Märkte und die dadurch bedingten strukturellen Veränderungen in der Finanzintermediation.
5 Schlussbetrachtungen: Das abschließende Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und beantwortet die Frage, ob eine vollständige Disintermediation von Investmentbanken zu erwarten ist.
Festverzinsliche Wertpapiere, Emission, Finanzintermediation, Investmentbank, Internetökonomie, Disintermediation, Transaktionskosten, Kapitalallokation, Elektronische Märkte, Virtuelle Intermediäre, Emissionsplattformen, Informationseffizienz, Principal-Agent-Theorie, Wertschöpfungskette.
Die Arbeit analysiert die Auswirkungen des Internets und elektronischer Plattformen auf das traditionelle Emissionsgeschäft von Anleihen.
Zentrale Themen sind die Finanzierungstheorie, die Rolle von Investmentbanken als Finanzintermediäre, der institutionelle Wandel durch die Internetökonomie sowie die Effizienz der Kapitalallokation.
Das Ziel ist herauszufinden, ob die Emission über Internetplattformen effizienter ist als die klassische Emission über Investmentbanken und ob eine Disintermediation droht.
Es wird ein finanzierungstheoretischer Analyserahmen genutzt, insbesondere Ansätze der Neoinstitutionalistischen Finanzierungstheorie wie die Transaktionskostentheorie und die Principal-Agent-Theorie.
Der Hauptteil behandelt die Grundlagen der Finanzintermediation, die Funktionen traditioneller Investmentbanken und den institutionellen Wandel des Emissionsgeschäfts unter dem Einfluss der Internetökonomie.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Emission, Finanzintermediation, Investmentbank, Disintermediation, Transaktionskosten und Internetökonomie charakterisiert.
Der IDR-Zyklus beschreibt den Prozess von Intermediation, Disintermediation und Reintermediation, der die Entwicklung der Finanzintermediation unter dem Einfluss neuer Internettechnologien im Zeitablauf darstellt.
Ihre Leistungen sind aus informationsökonomischen Gründen, insbesondere hinsichtlich der Beratung, Zertifizierung und Übernahme komplexer Risiken, derzeit kaum vollständig durch rein virtuelle Lösungen zu ersetzen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

