Bachelorarbeit, 2014
46 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung und Zielsetzung der Arbeit
2 Arbeitnehmerüberlassung
2.1 Begriff und Definition der Arbeitnehmerüberlassung
2.2 Abgrenzung der Arbeitnehmerüberlassung
3 Aktuelle Gesetzeslage
3.1 Richtlinie 2008/104/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 19. November 2008 über Leiharbeit
3.2 Das Gesetz zur Regelung der gewerbsmäßigen Arbeitnehmerüberlassung (Arbeitnehmerüberlassungsgesetz AÜG)
3.3 Tarifvertrag
3.4 Rechtlicher Handlungsbedarf
4 Festlegung maximaler Einsatzdauer der Arbeitnehmer/innen
4.1 Geschichtliche Entwicklung der maximal zulässigen Überlassungsdauer der Zeitarbeitnehmer/innen
4.2 Bedeutung der Arbeitnehmerüberlassung
4.3 Arbeitnehmerüberlassung in der Gesellschaft
4.3.1 Chancen und Risiken des Einsatzes der Zeitarbeitnehmer/innen für Aufnahmebetriebe
4.3.2 Vor- und Nachteile bei der Aufnahme der Beschäftigung auf Basis der Arbeitnehmerüberlassung für Arbeitnehmer
4.3.3 Handlungsbedarf/Kritische Betrachtung
4.4 Denkbare Auswirkungen der Festlegung der maximalen Einsatzdauer der Arbeitnehmer
5. Mögliche Alternativen/Weitere Lösungsansätze
6 Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen einer gesetzlich festgelegten maximalen Einsatzdauer von Leiharbeitnehmern bei demselben Entleiher, um zu bewerten, ob diese Maßnahme den Missbrauch von Arbeitnehmern tatsächlich unterbindet oder ob sie unvorhergesehene negative Konsequenzen nach sich zieht.
4.3.1 Chancen und Risiken des Einsatzes der Zeitarbeitnehmer/innen für Aufnahmebetriebe
Unternehmen basieren auf Stabilität, sind jedoch permanentem Anpassungswandel unterworfen. (Vgl. Bornewasser 2012, 138) Um eine Balance zwischen Stabilität und Umweltveränderungen zu schaffen (Vgl. Bornewasser 2012, 142), müssen die Unternehmen sich den zunehmenden Flexibilitätsanforderungen des Marktes anpassen (Vgl. Bornewasser 2012, 138).
Mithilfe der Arbeitnehmerüberlassung können Aufnahmebetriebe schnell über die Arbeitskräfte verfügen und somit den zeitlich begrenzten Personalbedarf decken. (Vgl. Galais at al. 2014, 200) Bei bestehender Unsicherheit wegen der wirtschaftlichen Lage entscheiden sich Unternehmen ebenfalls oft für den Einsatz der Zeitarbeitnehmer/innen, manchmal kann dadurch der Zugang zu bestimmten auf dem regulären Arbeitsmarkt nicht mehr verfügbaren Qualifikationen ermöglicht werden. (Vgl. Evers 2012, 55). Der flexible und besser skalierbarere Personaleinsatz ist jedoch der Hauptgrund für den Einsatz der Arbeitnehmerüberlassung für die Aufnahmebetriebe. (Vgl. Bellmann et al. 2013, 51; Bellmann et al 2012, 27; Crimmann 2012, 103; VDMA 2012)
Der Einsatz flexibler Zeitarbeitnehmer/innen kann sich für den Aufnahmebetrieb sowohl vorteilhaft als auch nachteilhaft erweisen. (Vgl. Walwei/Ziegler 2012, 13 f.) So kann vom Fremdpersonaleinsatz in Form einer Arbeitnehmerüberlassung Produktivitätssteigerung durch höhere Flexibilität, Abnahme der Personalfriktion sowie stärkere Anstrengung beziehungsweise Motivation bei einem vorhandenen Übernahmewunsch durch Arbeitnehmer/innen erwartet werden. (Vgl. Walwei/Ziegler 2012, 14) Dabei nimmt die Motivation bei sehr intensiver Nutzung extrem ab. (Vgl. Walwei/Ziegler 2012, 14) Demgegenüber stehen die möglichen Nachteile des Fremdpersonaleinsatzes: Risiko einer Spaltung in eine Zweiklassengesellschaft, Abwanderung der Stammmitarbeiter bei subjektiv gestiegener Arbeitsplatzunsicherheit sowie Produktivitätseinbußen bei sozialer Ausgrenzung der externen Besatzung. (Vgl. Walwei/Ziegler 2012, 13)
1 Einleitung und Zielsetzung der Arbeit: Diese Einführung erläutert die Problematik der dauerhaften Leiharbeit und definiert das Ziel der Arbeit, die Auswirkungen einer 18-monatigen Einsatzbegrenzung zu prüfen.
2 Arbeitnehmerüberlassung: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Arbeitnehmerüberlassung und grenzt diese Form der Beschäftigung von anderen Modellen wie dem Werkvertrag ab.
3 Aktuelle Gesetzeslage: Hier werden die EU-Richtlinie 2008/104/EG und das deutsche Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG) im Kontext ihrer regulatorischen Auswirkungen analysiert.
4 Festlegung maximaler Einsatzdauer der Arbeitnehmer/innen: Das Kernkapitel befasst sich mit der Historie, der gesellschaftlichen Bedeutung und den Vor- sowie Nachteilen der Zeitarbeit aus Sicht der Beteiligten.
5. Mögliche Alternativen/Weitere Lösungsansätze: Dieses Kapitel diskutiert alternative Ansätze wie den Flexiblerzuschlag und vergleicht das deutsche Modell mit denen in Frankreich und Belgien.
6 Fazit und Ausblick: Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass eine reine Einsatzbegrenzung den Missbrauch eher fördern könnte, da sie zu einer verstärkten Ausweichbewegung in ungeschützte Werkverträge führt.
Zeitarbeit, Arbeitnehmerüberlassung, AÜG, Einsatzdauer, Arbeitsmarkt, Flexibilisierung, Missbrauch, Equal Pay, Equal Treatment, Leiharbeitnehmer, Aufnahmebetrieb, Stammbelegschaft, Werkvertrag, Arbeitsrecht, Arbeitsplatzsicherheit
Die Arbeit analysiert die Auswirkungen der politisch geforderten Begrenzung der maximalen Einsatzdauer von Zeitarbeitnehmern bei einem Entleiher auf 18 Monate.
Zentrale Themen sind die rechtlichen Rahmenbedingungen der Arbeitnehmerüberlassung, die Motivation der Akteure sowie die sozioökonomischen Auswirkungen auf Leiharbeiter und Stammbelegschaften.
Das Ziel ist es, zu belegen, ob die gesetzliche Begrenzung der Einsatzdauer tatsächlich den Missbrauch reduziert oder ungewollt andere prekäre Arbeitsformen wie Werkverträge verstärkt.
Die Arbeit basiert auf einer tiefgehenden Literaturauswertung und der Analyse von Gesetzesentwürfen, Gerichtsurteilen und aktuellen wirtschaftswissenschaftlichen Studien.
Der Hauptteil beleuchtet die Definition der Zeitarbeit, die historische Entwicklung der Gesetze, die Chancen und Risiken für alle Beteiligten sowie die kritische Reflexion der Einsatzbegrenzung.
Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Zeitarbeit, Arbeitnehmerüberlassung, Flexibilisierung, Einsatzdauerbegrenzung und Arbeitnehmerschutz charakterisieren.
Während bei der Arbeitnehmerüberlassung der Verleiher der Arbeitgeber bleibt, wird beim Werkvertrag ein spezifisches Arbeitsergebnis geschuldet, wobei Leiharbeiter oft besser rechtlich geschützt sind als Werkarbeitnehmer.
Die Autorin argumentiert, dass diese Grenze willkürlich ist und Einsatzbetriebe dazu verleitet, von Zeitarbeit auf weniger regulierte und schlechter bezahlte Werkverträge auszuweichen.
In Frankreich wird Zeitarbeit stärker als Ausnahmezustand und nicht für Daueraufgaben verstanden, was mit dem dortigen, restriktiveren Modell der Arbeitsmarktpolitik korrespondiert.
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